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Wie gut sind die HD Spiele (jetzt)?
#1
Kurzer Hintergrund zu mir und meiner Geschichte mit der NLT:

Irgendwann habe ich mal eine Spielezeitschrift gekauft, bei der die Vollversion von Schatten über Riva dabei war, was ich dann auch ein Stück weit gespielt habe. Damals kannte ich DSA noch nicht, war deshalb mit den Regeln, etc. etwas überfordert und habe recht bald abgebrochen. Größter Kontrapunkt für mich war wohl (soweit ich mich erinnere), dass das Spiel so schwer (Kämpfe) und so unberechenbar (Ereignisse) wirkte.

Irgendwann, ist vermutlich so 10 Jahre her, habe ich es dann nochmal versucht, mittlerweile kannte ich auch die 4. Edition vom Pen&Paper, wodurch ich besser zurecht kam, aber ich fand das Spiel immernoch schwer und unberechenbar und ich hatte irgendwie auch nicht die Geduld dafür. Genauer gesagt: Ich hatte den Eindruck, dass ich entweder mit Walkthrough spiele, was das Spiel dann ordentlich witzlos machen dürfte oder unzählige Stunden mit Hin- und Herlaufen vergeude. Dann hab ich noch irgendwo gelesen, dass man manche Quests in einer gewissen Zeit erledigen muss und da Zähler o.ä. im Hintergrund laufen, sodass man dann irgendwann nach dutzenden von gespielten Stunden merkt, dass man am Anfang einen Fehler gemacht hat und nun alles für die Katz ist. Kurzum, auch diesmal habe ich wieder abgebrochen, weil ich einfach die Befürchtung hatte, dass mich das Spiel über Kurz oder Lang nur frustrieren würde.

Auch Schicksalsklinge habe ich mal angespielt, aber aufgrund der Unübersichtlichkeit und vorsintflutlichen Grafik schnell wieder abgebrochen.


Nun zu meiner eigentlichen Frage: Wie gut sind die neuen HD-Auflagen? "Funktionieren" sie nur mit Nostalgiefakter für Leute, die die Spiele in den 90ern gespielt haben? Oder sind sie für sich selbst genommen gut genug als "moderne" Computerspiele? Ist also z.B. Schicksalsklinge 2013 vergleichbar mit Spielen aus 2013, was Gameplay, Umfang, Anspruch, etc. angeht?
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#2
Zitat: Nun zu meiner eigentlichen Frage: Wie gut sind die neuen HD-Auflagen? "Funktionieren" sie nur mit Nostalgiefakter für Leute, die die Spiele in den 90ern gespielt haben? Oder sind sie für sich selbst genommen gut genug als "moderne" Computerspiele? Ist also z.B. Schicksalsklinge 2013 vergleichbar mit Spielen aus 2013, was Gameplay, Umfang, Anspruch, etc. angeht?

Das Original bereits in den 90ern gespielt zu haben, ist auf jeden Fall von Vorteil. Aber auch, sich generell für DSA zu interessieren. Es gibt ja sehr verschiedene Umsetzungen der Spielwelt für den Computer. Bloß das mit der Modernität ist so eine Sache. Das Spiel ist zwei Jahre nach The Witcher 2 und Skyrim erschienen. An diese reicht es bezüglich nutzerfreundlichem und actionreichem Gameplay, oder dem was man als "modernes" Gameplay bezeichnen würde, nicht heran. Kämpfe zum Beispiel - rundenbasiertes Kämpfen hat beispielsweise Divinity: Original Sin 2014, aber auch Blackguards, ebenfalls 2014 in modernerer Form vorgemacht. Von der grafischen Qualität ganz zu schweigen.

Das Spiel ist anspruchsvoller an den Spieler, was die eigene Fantasie betrifft. Auch taktisch ist es teils schon anspruchsvoll. Im Gegensatz zum Original bringt es zumindest Vereinfachungen mit, und wenn's mal doch frustrierend wird, kannst du anders als im Original einfacher cheaten (Anpassung von xml Dateien). Der Frustrationsfaktor sollte also geringer sein als im Original.

Wenn du dir unsicher bist, ob du mit dem Spiel was anfangen kannst, würde ich dir empfehlen, dir mal ein paar Let's Play Videos anzuschauen auf Youtube. Insbesondere bei Schicksalsklinge HD drauf achten, dass das keine Videos sind, die schon kurz nach Release entstanden sind, denn da wurde ja noch viel gepatcht und aufgehübscht.

Bei Sternenschweif HD sind die visuellen Unterschiede zwischen Early Access und Releaseversion nicht so frappierend, bis auf anfangs viel zu transparente Menüs.

Insgesamt solltest du eher ein Indie-Game-Niveau erwarten, das nicht mit hohem Budget auf Hochglanz poliert wurde. Dafür wartet das Spiel aber mit liebevollen Details aus der Welt von DSA auf, was zum Beispiel die Beschreibunen von Items betrifft.

Diesen Zähler, dass dir nur x Tage Zeit bleiben, das Spiel erfolgreich zu beenden, brauchst du im "HD"-Remake nicht mehr zu fürchten.
[Bild: kaesetoast.png]
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#3
(06.06.2018, 19:09)aeyol schrieb: ... Der Frustrationsfaktor sollte also geringer sein als im Original. ...

Das ist wohl Ansichtssache.
Schicksalsklinge Original ist ja viel einfacher - was ja immer kritisiert wurde, dass es zu leicht ist.
Bei Schicksalsklinge HD können schon nur mal die Krankheiten für ein vorzeitiges Game Over sorgen.

Natürlich könnets du cheaten, aber dann stellt sich wieder die Frage nach der Dosis
- (und des Sinns, wenn ich eine leichte Version haben möchte, kann ich auch das Original spielen).

Die Zeit ist in Schicksalsklinge HD kürzer und die Reisen dauern länger - anderseits verführt die HD Version  im Gegensatz zu Orignal, nicht zum einfach mal drauf los zu reisen und Zeit mit Entdeckungsreisen zu verschwenden.
Also die Zeit geht sich in beiden Spielen aus.

Ich kann jedoch nur für Schicksalsklinge HD sprechen (1xDurchgespielt) - Sternenschweif HD habe ich nicht.

Wie schon von Aeyol gesagt hat es mehr Indie-Game Charakter. Selbst der Skyrim-Vorgänger Oblivion (2006) ist eigentlich in allen Punkten überlegen. - Das bedeutet aber nicht zwingend, dass es ein schlechtes Spiel ist.
[Bild: missriva.jpg]
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#4
In Sternenschweif HD ist es so, dass du Krankheiten, Hunger, Durst, Zerbrechlichkeit von Waffen deaktivieren kannst in den Schwierigkeitsoptionen.
Das ging in SchickHD so noch nicht, oder? (ist ne Weile her, dass ich da reingeschaut habe)
[Bild: kaesetoast.png]
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#5
Heilbare Krankheiten (Dumpfschädel, Frostbeulen, Paralyse usw.) kann man ausschalten, das gefüchtete Wundfieber ist davon offensichtlich nicht betroffen.

Wenn sich als eine Gruppe in der Orkhöhle infiziert, zählt sie halt zu denjenigen, die bei dem Versuch das Schwert zu finden verschollen sind...

Krankheiten ausschalten ist aber auch irgendwie fad, denn sich um seine Truppe kümmern zu müssen macht doch irgendwie den Reiz des Spiels aus.
[Bild: missriva.jpg]
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#6
Wundfieber ist in der neuen Auflage nervig, weil man sich bei Skeletten oder Goblins mit diesem infizieren kann, von den Rattenlöchern mal abgesehen. Aber Wundfieber ist erstens nicht tödlich und zweitens tritt eine Selbstheilung ein nach einer gewissen Zeit. Da ist Paralyse gefährlicher, weil es viel schneller aus sein kann.

Wundfieber und Blaue Keuche hat aber auch keine Chance gegen das Antikrankheitselixier.

Ob man die neuen Versionen lieber mag oder die alten hängt auch sehr davon ab was man so mag. Ich für meinen Teil mag beide Teile, sonst wäre ich nicht hier gelandet.
Hacke Tau, Kumpels!

Ihr seid Freunde der alten NLT? Freunde des Mikromanagements? Ihr sucht eine neue Herausforderung, weil euch die NLT zu leicht war?

Dann spielt doch mal Schicksalsklinge HD 1.36 von Crafty Studios!
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#7
Vielen Dank für das Feedback. Ich denke ich werde es dann einfach mal wagen, wenn es wieder im Steam Sale verfügbar oder endlich auf GOG gelandet ist.

Der Vergleich zum Original ist mir nicht so wichtig, da das für mich technisch einfach zu primitiv ist, um es mit Freude spielen zu können (Schatten über Riva ist okay, aber die ersten beiden sind mir zu... Dia-Show).
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#8
Wenn du keine Dia-Show magst, solltest du auf jeden Fall einen kräftigen Rechner haben. Also die Spiele sind recht anspruchsvoll, was die technischen Ressourcen betrifft (Grafikkarte und RAM). "Dia-Show" ist natürlich etwas übertrieben - dennoch. Betrifft Sternenschweif noch mehr als Schicksalsklinge.
[Bild: kaesetoast.png]
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