05.01.2026, 11:36
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.01.2026, 13:23 von siebenstreich.)
(05.01.2026, 10:03)Zurgrimm schrieb: Ich würde im Übrigen Deinen Punkten noch folgende Überlegung hinzufügen: Der Kurzbogen geht völlig unter. Es wäre zu erwägen, ob nicht ein Langbogen überhaupt keinen Kurzdistanzbonus bekommen sollte, weil er für kurze Distanzen nicht gemacht ist. Alternativ könnte er auf kurze Distanzen einen Malus bei der Treffgenauigkeit erhalten, weil er für Ziele in naher Distanz schwerer zu handhaben ist. Oder es wäre logisch, mit dem Langbogen nach einer Bewegung (Positionsveränderung) eine Runde warten zu müssen, bis man schießen kann, weil das Spannen länger dauert. - Das sind aber natürlich alles rein hypothetische Überlegungen.
Es sollte halt auch physikalisch einigermaßen Sinn ergeben. Dass ein Pfeil erst ab einer gewissen Entfernung seinen vollen Schaden entfaltet, klingt für mich unlogisch. Der Schaden wird wesentlich durch die Geschwindigkeit des Pfeils bestimmt, und diese ist direkt beim Abschießen am größten. Evtl. könnte man noch argumentieren, dass sich die Flugbahn des Pfeils erst stabilisieren muss, damit er perfekt gerade auftrifft. Hier kenne ich mich nicht gut genug aus, aber ich vermute, dass bei einem guten Bogenschützen der Pfeil nicht schlingert, auch nicht direkt beim Verlassen des Bogens.
Einen Vorteil für den Kurzbogen sehe ich lediglich bei beengten Platzverhältnissen. Vielleicht könnte man das Abschießen des Kurzbogens auf benachbarte Felder erlauben.
(Ja, ich weiß, im Auto-Kampf und generell für die Gegner geht das jetzt schon, aber das steht auf einem anderen Blatt.)
(05.01.2026, 10:03)Zurgrimm schrieb: Zur Stilfrage möchte ich mich nicht weiter äußern. Ich war nie P&P'ler, deshalb habe ich damit keine großen Schwierigkeiten. Ich gebe einzig zu Bedenken, dass für Zwerge Armbrüste bei DSA ja typisch sind. Wenn man also beliebig viele Zwerge in Gruppen zulässt, sollte man auch Armbrüste verfügbar lassen. Zudem: Wenn man Armbrüste nur in den besten Waffenläden beheimatet sieht, müsste dies eigentlich auch für Munition gelten. Diese würde man dann auch unterwegs realistischerweise sehr selten finden dürfen. Damit würden Armbrüste in dem Reiseabenteuer kaum noch einsetzbar.
Richtig, für Zwerge passt stilistisch die Armbrust am Besten. Dennoch, diese Zwerge sind in der Region Thorwal unterwegs, und ihre reine Anwesenheit ändert die örtlichen Gefplogenheiten und Strukturen nicht. Wenn den Zwergen die Bolzen ausgehen und sie keine Bögen hernehmen wollen (Elfenzeug...), dann müssen sie sich halt Äxte kaufen, die in Thorwal wiederum in großer Anzahl und reicher Auswahl verfügbar sind.
Ich will die Armbrüste nicht generell aus Thorwal verbannen. Aber die Thorwaler kennen sich damit nicht aus, so dass diese aufwendig und kostspielig importiert werden müssen. Das muss dann schon ein etablierter Waffenhändler mit guten Handelsbeziehungen sein. Bolzen wären auch seltener, vielleicht nicht ganz so selten wie die Armbrüste.
Auch das wäre eine Möglichkeit, dem Langbogen einen Vorteil gegenüber der Armbrust zu verschaffen: Seine Munition ist besser verfügbar.
(05.01.2026, 10:03)Zurgrimm schrieb: Was das Spannen angeht: Ja, das dauert bei einer Armbrust länger. Moderne Armbrüste kann man jedenfalls mit etwas Übung innerhalb von ca. 30 Sekunden spannen. Wie DSA-Armbrüste konstruiert sind, weiß ich natürlich nicht. Dafür wären 8 KR sicherlich deutlich überproportioniert. Eine Runde aussetzen zum Nachladen wäre aber logisch.
Ja, wie würde man eine Nachladezeit stimmig umsetzen?
Zum Abschießen eines Bogens könnte man zumindest fordern, dass der Held in der letzten Kampfrunde in keine Kampfhandlung verwickelt war. Ein Held, der gerade angegriffen wird, kann dabei unmöglich noch einen Bogen spannen.
Bei der Armbrust könnte man einen Zustand "geladen"/"nicht geladen" einführen. Das Laden könnte man als eine 5BP-Aktion umsetzen, nach der die aktuelle Kampfrunde beendet wird und bei der der Held ähnlich wie beim Bogenspannen in der Kampfrunde zuvor nicht gestört worden sein darf.
Laut Kaiser Retos Waffenkammer wird eine leichte Armbrust übrigens mit einem Geißfuß gespannt.
(05.01.2026, 10:03)Zurgrimm schrieb: Ich behaupte mal, um den Riesenlindwurm in der Zwergenbinge auftauchen zu lassen, hätte es ein ganz anders gebautes Dungeon sein müssen. Auch der Höhlendrache auf Runin hat ja eine Ebene mit sehr großem Freiraum für sich reserviert bekommen. Soetwas gibt es in der Zwergenbinge nicht. Man könnte ihn glaubhaft nicht wirklich als "Haustier" der abtrünnigen Zwerge darstellen. Da hätte das ganze Dungeon eine andere Konstruktion bekommen müssen.
Ich hatte darüber auch nachgedacht. Man könnte eine Stelle am Rand des Dungeons nehmen, wo man sich dann vorstellen kann, dass es außerhalb der Karte dahinter weiter in die Drachenhöhle hineingeht.
Das Problem ist für mich eher das Narrativ, aber vielleicht fehlt mir die Phantasie. Warum sollte in der Zwergenfeste mitten in Oberorken auch ein Riesenlindwurm hausen, ohne dass es hier schon zu für den Lindwurm tödlichen Konflikten gekommen wäre? Oder ist es so, dass er dort gar nicht dauerhaft lebt, sondern sich aus irgendwelchen Gründen gerade dorthin begeben hat (was auch zu dem Reise-Event passen würde)?
(05.01.2026, 10:03)Zurgrimm schrieb: Mit den Grafiken könntest Du Recht haben. Ich stelle es mir aber eher so vor, dass es schon schwierig war, Gegner, die zwei Felder belegen, zu animieren und zu steuern. Wenn man Größenverhältnisse abbilden will, müssten die Drachen vier oder mehr Felder einnehmen. Das hat man sich vielleicht für später vorgenommen und dann - aus Zeit- oder Kostengründen - nicht mehr umgesetzt.
Ja, gut möglich, dass man die Kampfgrafik aufgrund der Größenproblematik erstmal auf die lange Bank geschoben hatte. Auch als zweifeldriges Monster sähe ein Lindwurm albern klein aus. Monster mit noch mehr Feldern ziehen schwierige Fragen nach sich, was den Bewegungsablauf im Kampf angeht (bereits bei den zweifeldrigen Monstern ist hier so manches im Argen).
In Sternenschweif wurde der Drache Arkandor ja als stationäres Monster umgesetzt, wenn ich mich richtig erinnere. Das scheint mir nicht die schlechteste Lösung zu sein.
(05.01.2026, 10:03)Zurgrimm schrieb:(05.01.2026, 06:06)siebenstreich schrieb: Ich habe in die Kampf-Daten der beiden Lindwurm-Kämpfe geschaut:
Der "DOBE"-Kampf (Dungeon Oberorken) hat ein Dungeon-Szenario, und der "F080"-Kampf (Reiseereignis) ein Wildniskampf-Szenario sein. Das passt schon alles zusammen!
Wobei Du oben gerade dargelegt hast, dass der "F080"-Kampf von der Nummerierung her zu dem Tatzelwurm-Reiseereignis bei Clanegh gehört, nicht zu dem Riesenlindwurm-Ereignis.
Es gibt intern kein Monster mit dem Namen Tatzelwurm. Der mutmaßlich für das Tatzelwurm-Reiseereignis vorgesehene Kampf "F080" beinhaltet er als (einzigen) Gegner einen Lindwurm. Ich denke, Tatzelwurm und (Riesen-)Lindwurm war für die Entwickler dasselbe. Wer weiß, vielleicht sind es ja auch in der DSA-Welt auch nur zwei verschiedene Namen für dasselbe Wesen, da kenne ich mich nicht gut genug aus.

