05.01.2026, 13:19
8. Das Umar-Wirtshaus
Das Umar-Wirtshaus ist das einzige Lokal am Ort und ersichtlich der Haupttreffpunkt der hiesigen Bevölkerung. In ihm halten sich eine ganze Reihe von Personen auf, die fast alle namentlich benannt sind.
Es gibt den Hauptraum, welcher der Schankraum ist und nach Südwesten in den Stallbereich mündet. Nach Nordwesten hin gibt es zwei Zimmer, deren Türen geschlossen, aber nicht verschlossen sind. Nach Nordosten führt eine Tür hinaus. Es ist ein Seitenausgang des Gebäudes, bei dem man ungefähr gegenüber von "Jermins Haus" herauskommt. Von dort aus kann man das Wirtshaus auch wieder betreten. Eine obere Etage gibt es nicht.
Vincenzo, der Schankwirt, dessen Name nun schon mehrfach gefallen ist, steht hinter dem Tresen. Spricht man ihn an, begrüßt er die Helden und sagt, er biete ihnen alle Dienste seiner "bescheidenen Wirtschaft" an. Da wirft Willet, der Stallbursche vorlaut ein, dass es eine Menge Sachen über Vincenzos Wirtshaus zu sagen gebe, aber als 'bescheiden' würde er es nicht gerade beschreiben; wobei er den Wirt "Vince" nennt. Dieser verbittet sich die Anrede als "Vince" und droht Willet an, ihn übers Knie zu legen, wenn er ihn weiter so nenne. Er heiße Vincenzo. Willet beeindruckt das aber wohl wenig. Er meint, das sei ein Haufen Unsinn. Der Wirt habe den Namen von einem sembianischen Händler gehört und fange plötzlich an, "auf vornehm" zu machen. Vincenzo wendet sich nun an die helden und schlägt vor, sie sollten den Jungen gar nicht beachten, der sei ein unwissender Herumtreiber, den er aus Mitleid aufgenommen habe. Er sei ein "Einfaltspinsel, der seinen Platz nicht kennt". Er fragt nun, ob er für den Gesprächsführer irgendetwas tun könne.
Fragt man, was er über die Morde in der Gegend wisse, äußert er selbstbewusst, über sich in der dritten Person sprechend, Vincenzo kenne die Wahrheit. Seine Familie habe sehr lange in dieser Gegend gelebt und die Geschichten von der Hexe Umar seien überliefert worden. Willet äußert genervt, dass er - Vincenzo - doch wohl nicht etwa wieder mit diesem Quatsch anfangen wolle. Doch Vincenzo bringt ihn mit der Drohung zum Schweigen, dass er vielleicht ihn stattdessen der Hexe als Opfer geben sollte, draußen auf der Türschwelle mit einem Strang Knoblauch um den Hals. Als Willet nur noch ein "Tja..." hervorbringt, meint Vincenzo zufrieden, dass er gedacht habe, dies werde ihm das Maul stopfen. Nun bietet er den Helden an, ihnen alles über die Hexe Umar zu erzählen. Es sei eine Geschichte, bei der sie mit den Ohren schlackern würden, wenn sie sie hören wollten.
Fordert man ihn zum Erzählen auf, erklärt Vincenzo, dass seine Familie schon hier in den Bergen gewesen sei, als die Hexe vor über 700 Jahren Leiden über dieses Land gebracht habe. Umar sei eine böse Frau gewesen. Niemand habe sie je gesehen, außer wenn sie aus ihren Bergen gekommen sei, um irgendeine arme Seele zu stehlen. Schäfer, Babys, jeder der gerade nicht aufgepasst habe, habe ihr Opfer werden können. Sie habe ihre Opfer gefoltert. Man habe nachts ihre Schreie hören können. Die Leute hätten versucht, sie zu finden, aber nur die Leichen der Opfer seien aufgetaucht, verstüümmelt und tot.
Willet wirft nun ein, dass er wirklich nicht wisse, weshalb sie sie nicht einfach getötet hätten. Doch Vincenzo begründet dies erneut damit, dass die Leute sie nicht haben finden können. Zudem sei sie eine mächtige Hexe gewesen, die für jeden Kampf mit einer Menge Magie gerüstet gewesen sei. Es sei eine merkwürdige Sache, aber eines Tages sei Umar einfach verschwunden. Vielleicht sei sie ermordet worden, vielleicht aber auch nicht. Aber etwa alle hundert Jahre, sage man, kehre sie in die Berge zurück. Lachend meint Willet, da fange seine - Vincenzos - Geschichte an, wirklich komisch zu werden. Damit fängt er sich von diesem eine scharfe Ermahnung ein, er sei schneller hier draußen, als er blinzeln könne, wenn er so weiter mache. Dann fährt er mit der Geschichte fort und erzählt, dass, wenn Umar etwa alle hundert Jahre zurückkehre, Leute verschwänden und in den Bergen gefoltert würden. Und nur manchmal finde man eine Leiche. Sobald Umar ihren Blutdurst gestillt habe, kehre sie zurück, woher sie gekommen sei. Es sei genau wie bei den anderen Malen. Die Menschen vergäßen so leicht. Er sage den Helden, es sei die Hexe.
Fragt man, ob denn niemand versucht habe, die Hexe zu finden, berichtet Vincenzo, dass vor ein paar Jahren mal eine Gruppe von Magiern hierhergekommen sei. Es seien zwei Burschen und ein Mädel gewesen, die so jung gewesen seien, dass er sie für Lehrlinge gehalten habe. Sie seien von ihrem Meister geschickt worden, um die Hexe Umar zu erforschen. So oder so ähnlich hätten sie es ausgedrückt. Es sei eine nette Gruppe gewesen, aber es sei offensichtlich gewesen, dass sie nichts zu finden erwartet hätten. Die drei seien in die Berge gegangen und man habe sie nie wieder gesehen. Nur das Tagebuch des Mädchens sei wieder aufgetaucht. Er - Vincenzo - habe es selbst in den Wäldern gefunden. Es seien weitere Opfer von Umar gewesen, das sei so klar gewesen wie das Tageslicht. Die Helden könnten alles in dem Tagebuch des Mädchens nachlesen.
Fragt man, ob man mal einen Blick in das Tagebuch werfen könne, bejaht Vincenzo. Ein Freund von ihm sei Schreiber und habe für ihn vor einigen Monaten ein, zwei Abschriften gemacht. Die Helden könnten eine haben, wenn sie wollten. Willet wirft nun ein, dass Vincenzo, den er "Ihr verrücktes Huhn" nennt, nicht ein oder zwei, sondern eher ein ganzes Lagerhaus voll von Abschriften dieses Tagebuchs habe. Vincenzo leugnet das nicht, sondern meint nur "und wenn schon?". Das sei eine mehr oder weniger gute Geschichte und werde ihn "eines Tages stinkreich machen". Er fragt Willet provokant, wo er dann sein werde, wobei er ihn als "kleiner Schlammfresser" betitelt. Willet ätzt zurück, er wette, Vincenzo habe das Tagebuch selbst geschrieben. Das weist dieser allerdings zurück. Damit übergibt er den Helden die Abschrift und fügt hinzu, sie sollten sie verwenden, wie sie es für richtig hielten. Aber sie sollten sich vor der Hexe in Acht nehmen, wenn sie in die Berge gingen. Sie habe "ihren Blutdurst noch nicht gestillt... bei weitem nicht...".
Damit erhält die Gruppe das Buch "Tagebuch der Umarhexe" (was eine irreführende Bezeichnung ist, denn es ist das Tagebuch der jungen Magiernovizin, die nach Hinweisen auf die Hexe suchte) und das Gespräch endet.
In dem Beschreibungstext des Tagebuchs heißt es, dass die Autorin es trotz der schwer zu glaubenden Geschichte schaffe, glaubwürdig den Schrecken zu vermitteln, den die Gruppe empfand, als sie sich verirrte und von einem Wesen während der Nacht gejagd wurde, das die Gruppe aber nie zu Gesicht bekam. Die Handschrift sei eindeutig die einer Frau in Panik. Die letzte Seite lasse sich kaum noch entziffern (das sind für eine händische Abschrift eines Schreibers erstaunliche Merkmale; diese würde man eigentlich nur im Original vermuten). Der Text dieser Seite wird - anders als alles andere - wörtlich zitiert und lautet:
"... tut mir Leid wegen Joshellus Mutter. Es tut mir Leid, was mit Michaelus passiert ist. Irgendetwas ist hier draußen bei uns. Wir dachten, es wären Bauern, aber Bauern sind nicht so verschlagen. Joshellus sagt, es wäre die Hexe. Ich kann sie im Schlaf hören. Ich will nicht schlafen. Ich will nicht schlafen. Ich will nicht ..."
Die Geschichte von Vincenzo und das Tagebuch belegen - selbst wenn sie authentisch sind -, dass niemand die Umar-Hexe je gesehen hat, auch nicht die Magiergruppe, die vor einigen Jahren nach ihr gesucht hat. Und schon vor 500 oder 700 Jahren soll sie niemand gesehen haben. Das spricht sehr für einen Mythos. Es erscheint also sehr unwahrscheinlich, dass die Umar-Hexe für die Todesfälle verantwortlich ist. Dass die Art der Morde mit denen aus vergangenen Tagen Ähnlichkeiten aufweisen, kann neben Zufall auch andere Ursachen haben. Zum einen kann der Verantwortliche bewusst an den Volksglauben anknüpfen, um Angst zu verbreiten, zum anderen kann wer auch immer verantwortlich ist schon die früheren Morde begangen haben - denn auch da ist die Hexe ja schon nicht gesehen worden. Eine Zeitspanne von bis zu 700 Jahren mit einer Wiederkehr circa alle 100 Jahre muss dafür kein Ausschlussgrund sein. Elfen und eventuell auch andere magische Geschöpfe können sehr lange leben. So hat die Gruppe z. B. auch den alten Elfenmagier Dradeel, einen Kameraden Baldurans, getroffen. Die letzten Worte der jungen Magiernovizin in dem Tagebuch könnten zudem ein Hinweis darauf sein, dass man was immer hier in den Bergen umgeht am besten nachts - und vielleicht sogar im Schlaf, also bei einer Rast - aufspürt.
Mit der Inempfangnahme des Buches endet zwar das Gespräch mit Vincenzo, man kann ihn aber immer wieder auf die gleichen Themen ansprechen. Sagt man ihm, dass man gerne seine Dienste in Anspruch nehmen würde, erklärt er, dass er nicht viele Zimmer habe, da all diese verängstigten Leute, die in das Dorf gekommen seien, fast das ganze Haus gefüllt hätten. Es seien nur noch ein oder zwei Zimmer übrig. Willet wirft ein, man solle nur die Ratten ignorieren, während man schlafe. Doch Vincenzo fordert ihn scharf zum Stillsein auf und fügt hinzu, dass es hier "keine anderen stinkigen Nager" außer ihm gebe. Damit gelangt man in den Handelsbildschirm. Vincenzo bietet Zimmer der ersten drei Kategorien sowie Gasthausgetränke an. An- und Verkauf von Gegenständen sind bei ihm nicht möglich.
Spricht man Willet, den Stalljungen direkt an, meint dieser nicht minder frech als im Gespräch mit Vincenzo, dass die Helden, wenn sie kein Pferd unter der Rüstung versteckt hätten, lieber mit "Vince" und nicht mit ihm reden sollten.
Begibt man sich in den Stall, gibt es dort vier durchsuchbare Behälter. Man findet
- in einer Kiste: 21 x Tagebuch der Umarhexe,
- in einem Regal: 10 x Tagebuch der Umarhexe, 2 x konzentrierter Heiltrank, 2 x Gegengift,
- in einer großen Kiste: 22 x Tagebuch der Umarhexe,
- in einer anderen großen Kiste: 23 x Tagebuch der Umarhexe.
Niemand stört sich daran, wenn die Helden auf diese Behälter zugreifen. Der Inhalt gibt Willet insoweit Recht, als dass Vincenzo ein ganzes Lager mit den Abschriften des Tagebuchs gefüllt hat. Das hat er aber ja auch bereits bestätigt und begründet. Ob er es selbst verfasst hat, ist damit aber nicht gesagt und angesichts der Beschreibung der Handschrift sehr unwahrscheinlich.
Ein Mann namens Ander, der auch bei der Versammlung am Anfang dabei war, verweist bei Ansprache nur auf den Bürgermeister, wenn man irgendetwas wolle. Minister Lloyd könne den Helden sicher weiterhelfen.
An einem runden Tisch sitzt ein Mann namens Travor. Spricht man ihn an, wird sofort deutlich, dass er betrunken ist. Er sagt, er erkenne die Helden nicht und fragt, ob er sollte. Er will wissen, ob sie Verwandtschaft seien, die gekommen sei, um ihn nach Hause zu holen. Fragt man ihn, ob er etwas über die Tötungen weiß, äußert er, dass er wisse, dass es für einen "armen Säufer" wie ihn nicht mehr sicher sei, "auf der Straße zu knacken". Vincenzo habe ihn, nett wie er sei, bei sich aufgenommen, damit er nicht von der Umar-Hexe erwischt werde. Er selbst wisse ja nicht, ob die Umar-Hexe wieder da ist. Er habe nachts so schwarze Umrisse gesehen, wie lebende Schatten. Aber er sei ja nur "der stadtbekannte Säufer". Ihm höre ja eh keiner zu. Die Wahrheit sei, er habe "ganz schön Schiss, dieser Tage draußen zu pennen". Andererseits sei er eh meistens hier, also habe sich nicht viel verändert. Damit endet das Gespräch, das man jedoch beliebig oft neu starten kann.
Fragt man Travor, wo sein Zuhause ist, entgegnet er, dass Vincenzos Gasthaus hier eigentlich auch kein schlechteres Zuhause sei als jedes andere. Manchmal schlafe er auch in einer Scheune, im Heuhaufen oder auch im Wald. Aber jetzt, in letzter Zeit, "mit all diesem Gemorde und so", erlaube Vincenzo ihm, auf seinem Dachboden zu schlafen. Hakt man nach, weshalb er, wenn dies sein Zuhause sei, gefragt habe, ob der Gesprächsführer ihn dorthin bringen werde, entgegndet Travor, er habe sich gefragt, ob dieser Verwandtschaft sei, wenn dies nicht sein Heim sein würde. Der Gesprächsführer denke wohl, selbst ein Säufer müsse sich an seine Verwandtschaft erinnern. Dieser hier nicht.
In der Südostecke des Schankraumes stehen bei Nacht die Händler. Min Minling ist ein Gnom. Er fragt, was die Helden denn genau wollten. Wenn sie etwas zu kaufen wünschten, sollten sie es schnell sagen, denn er habe "nicht viel Zeit für solche wie Euch". Fragt man ihn nach den Vorgängen in der Stadt, wimmelt er ab. Er wisse nichts und wolle auch nichts wissen. Alles, was er wolle, sei, "aus diesem stinkenden Dorf sicher zu verschwinden, sobald die Strassen wieder offen sind". Händler könnten hier nicht anständig arbeiten. Fragt man nach seinen Waren, schärft er den Helden ein, nichts zu berühren, solange sie nicht vorhätten, es zu kaufen.
Im Handelsbildschirn zeigt sich, dass er neben dem oben (siehe Ziffer 5.) schon genannten De'Tranionss Baalor-Bier einige Schmuckstücke (Goldkette, Blutsteinamulett), normale Waffen (darunter keine Bastardschwerter) und Munition, einige Tränke sowie 1x Edelsteinbeutel (150 GM) im Angebot hat. Den Edelsteinbeutel hat die Gruppe neben dem Bier für Dirbert erworben. Ansonsten ist sein Sortiment sehr dürftig. Bemerkenswert ist allerdings, dass er Schmuckstücke verkauft; das habe ich bei Händlern bislang nur gesehen, wenn die Helden sie ihnen zuvor verkauft haben.
Beherant Diir ist ein beleibter Mann. Spricht man ihn an, seufzt er und meint, dass er einfach wisse, dass eines Tages einer dieser Oger herunterkommen und ihn abschlachten werde, genau wie die anderen Dorfbewohner. Er habe nie soetwas gedacht als er Kaufmann geworden sei. Fragt man ihn, was er über diese Morde wisse, entgegnet er, es sei furchtbar, links und rechts stürben Leute. Man finde keine Kunden mehr, was aber auch in Ordnung sei, denn jetzt werde ohnehin niemand mehr sein Lager aufstocken. Jemand solle etwas wegen dieser Oger tun. Als sie gekommen seien, habe das alles angefangen. Eine seiner Karawanen sei einmal von Ogern angegriffen worden. Sie seien böse und brutal. Fragt man nach seinen Waren, meint Beherant Diir, dass er nicht viel auf Lager habe. Die Karawanen kämen einfach nicht durch, wenn sie nicht bewacht würden, und das schmälere den Gewinn beträchtlich.
Im Handelsbildschirm zeigt sich, dass Beherant Diir überwiegend normale Waffen (aber keine Bastardschwerter) und Rüstungen im Angebot hat. Er führt auch ein paar wenige magische Rüstungsteile (Kleiner Schild +1, Plattenpanzer +1, Beschlagener Lederwams +1). Da ist nichts Brauchbares bei.
Elence Fielding zeigt sich bei Ansprache erfreut, einmal ein neues Gesicht im Dorf zu sehen. Es seien hier nicht viele Reisende durchgekommen, seit diese ganzen Morde angefangen hätten. Es würde ihr eine Ehre sein, wenn sie den Helden ein paar der Waren, die sie zum Kauf anbiete, zeigen dürfte. Sie müsse sie allerdings warnen, ihre Handelsgesellschaft habe in letzter Zeit nicht viel Gelegenheit gehabt, sie zu beliefern. Deshalb gebe es nur wenige Waren. Fragt man zunächst, was sie über all die Morde erzählen könne, holt Elence Filding aus, das sei vielleicht eine Geschichte. Die Helden sollten aber nicht auf das Geschwätz hören, das ihnen die Dorfbewohner vielleicht erzählten. Die würden sie glauben machen, dass eine 500 Jahre alte Hexe auf der Pirsch sei. In Wirklichkeit gebe es ein Rudel Wölfe, das sich die Gegend um das Dorf ausgesucht habe und sich nun ab und an einen Menschen greife. Man könne noch nicht einmal viel herumreisen, außer man habe eine bewaffnete Wache dabei. Dadurch liefen die Geschäfte schlecht. Ihre Gesellschaft habe gedacht, das sei eine gute Sache, als sie die "Exklusivrechte für Imnestal" bekommen hätten. Jetzt verlören sie dadurch nur Gold.
Fragt man, warum nicht einfach alle gehen, erklärt Elence Fielding, dass einige Leute immer noch dächten, dass man das Problem lösen könne. Sie habe gehört, dass der Bürgermeiste eine "Bande von Abenteurern angeworben" habe. Aber die seien verschwunden. Keiner wolle mehr alleine reisen. Aber wenn nicht bald etwas getan werde, könne es passieren, dass sie beschließen, alle gemeinsam zu gehen. Es sei eine Schande, denn ansonsten sei dies ein wohlhabender Ort. Normalerweise liefen die Geschäfte gut. Fragt man nach ihren Waren, meint Elence Fielding, sie sei immer bereit, einen Kunden zufirdenzustellen - schränkt dies aber gleich auf einen mit Gold ein.
Im Handelsbildschirm zeigt sich, dass sie das größte Sortiment im Ort hat. Sie bietet neben Goldketten normale Waffen - einschließlich der drei Bastardschwerter (siehe oben, Ziffer 5.) -, Munition und Rüstungen an sowie einige magische Gegenstände (Dolch +1, Langschwert +1, Kurzschwert +1, Bolzen +2, Kugel +2) sowie Feuerschutztränke. Etwas Spannendes ist auch da nicht dabei.
In der nördlichen Ecke des Etablissements steht ein Bücherhändler - die einzige hiesige Person, die nur mit ihrem Beruf benannt ist. Spricht man ihn an, entschuldigt er sich, er habe zur Zeit kaum Folianten da. Es sei ziemlich flau hier zur Zeit. Er habe die meisten seiner Sachen nach Atkatla gebracht. Er habe seit Wochen mit keinem mehr gesprochen. Fragt man, ob das Geschäft "wegen der hässlichen Ereignisse hier" so schlecht sei, bestätigt der Mann das, fügt aber hinzu, dass "ein paar nette alte Bücher aufgetaucht" seien, für die sich das Warten gelohnt habe. Es sei nichts wirklich Aufregendes, aber er sei damit "über die Runden gekommen". Er wünscht den Helden einen schönen Aufenthalt hier, soweit es die Umstände zuließen. Damit endet das Gespräch. Abkaufen kann man dem Mann - der wohl eine gewisse Konkurrenz zu Fael sein müsste - nichts.
In dem nordöstlichen Zimmer steht Johanna, die ebenfalls bei der anfänglichen Versammlung anwesend war. Spricht man sie an, hat sie ein paar verschiedene Texte. So sagt sie etwa, die Helden wirkten recht anständig und könnten wohl auch mit einem Schwert umgehen. Weshalb gingen sie nicht einfach und schlachteten diese Oger ab. Das würde ihnen allen eine Menge Ärger ersparen. Oder sie sagt, es sei fürchterlich, man habe die Leute tot in ihren Häusern gefunden und ihre Haut sei "nach außen gestülpt" gewesen. Und dann verschwänden sogar ihre Körper. Ander und sie seien von ihrem Bauernhof hierher geflohen, um sich in Sicherheit zu bringen. Ein näheres Gespräch ist aber, soweit ersichtlich, mit keinem der beiden möglich.
In dem Zimmer von Johanna gibt es aber einen fallgesicherten verschlossenen Schrank:
In ihm findet man eine Magierschriftrolle "Feuerschild (rot)" (Grad 4), 1 GM und einen magischen Stab der Furcht (2 Ladungen). An dem Zugriff stört sich niemand. Johanna reagiert nicht darauf.
In dem anderen Zimmer schläft auf dem Bett eine Frau und ist dementsprechend nicht ansprechbar. Auch in diesem Zimmer befindet sich ein Schrank - aber ohne Falle. In ihm finden sich 1x Goldring und 410 GM. Auch hier reagiert niemand auf einen Zugriff.
Weitere durchsuchbare Behälter gibt es in dem Gasthaus nicht.
Resümiert man einmal den Stand der Dinge, spricht vieles dafür, dass Werwölfe in die Morde involviert sind. Dass sie allein dafür verantwortlich sind, erscheint indessen unwahrscheinlich, denn sie brauchen einen Grund für solches Handeln, insbesondere das spätere Abholen der Leichen. Vielleicht ist Nalias Hinweis gar nicht so falsch, dass ein mächtiger Magier seine Hände im Spiel hat. Soweit sie den Oger Madulf im Verdacht hat, könnte er natürlich ein Oger-Magus sein, aber darauf gibt es bislang keine Hinweise. Es könnte auch irgendjemand anderes sein.
Zudem hat Travor von schwarzen Umrissen "wie lebende Schatten" gesprochen. Auch Kaatje hat - bevor sie das "Wolfsmonster" nannte - von einem "großen schwarzen Schatten" gesprochen. Und Aerie hatte in einem Einwurf Wölfe und Schatten in einem Atemzug genannt. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass auch Schatten - also Untote, wie wir sie z. B. schon in den Alten Tunnels unter dem Tempelbezirk und in den Katakomben unter dem Friedhofsviertel angetroffen haben - hier eine Rolle spielen. Auch dazu bräuchte es aber irgendjemanden, der sie kontrolliert und ihrem Handeln Sinn gibt.
An sich würde die Beschreibung der Morde mit dem Verschwinden der Leichen sowie den "nach außen gestülpten" (Johana, ähnlich auch Minister Loyd) bzw. fehlenden (Groos) Häuten ja zur Handschrift Rejieks des Häuters passen, der hier mit Fael einen Kontaktmann hat. Aber seine Involvierung erscheint nicht mehr sehr wahrscheinlich, nachdem er in Handelstreff versuchte, endgültig seine Spuren zu verwischen. Vielleicht ist es aber die Gruppierung, mit der er in Verbindung stand.
Es erscheint sinnvoll, nun zunächst gen Westen zu gehen und das Haus der Waldläuferin Merella zu untersuchen. Kaatje hat ja einen deutlichen Hinweis gegeben, dass man dort fündig werden drüfte. Und auch der Bürgerneister, Minister Lloyd, hat eine Untersuchung dort angeregt. Den Oger Madulf wird es aber gewisslich auch aufzuschen gelten.
Das Umar-Wirtshaus ist das einzige Lokal am Ort und ersichtlich der Haupttreffpunkt der hiesigen Bevölkerung. In ihm halten sich eine ganze Reihe von Personen auf, die fast alle namentlich benannt sind.
Es gibt den Hauptraum, welcher der Schankraum ist und nach Südwesten in den Stallbereich mündet. Nach Nordwesten hin gibt es zwei Zimmer, deren Türen geschlossen, aber nicht verschlossen sind. Nach Nordosten führt eine Tür hinaus. Es ist ein Seitenausgang des Gebäudes, bei dem man ungefähr gegenüber von "Jermins Haus" herauskommt. Von dort aus kann man das Wirtshaus auch wieder betreten. Eine obere Etage gibt es nicht.
Vincenzo, der Schankwirt, dessen Name nun schon mehrfach gefallen ist, steht hinter dem Tresen. Spricht man ihn an, begrüßt er die Helden und sagt, er biete ihnen alle Dienste seiner "bescheidenen Wirtschaft" an. Da wirft Willet, der Stallbursche vorlaut ein, dass es eine Menge Sachen über Vincenzos Wirtshaus zu sagen gebe, aber als 'bescheiden' würde er es nicht gerade beschreiben; wobei er den Wirt "Vince" nennt. Dieser verbittet sich die Anrede als "Vince" und droht Willet an, ihn übers Knie zu legen, wenn er ihn weiter so nenne. Er heiße Vincenzo. Willet beeindruckt das aber wohl wenig. Er meint, das sei ein Haufen Unsinn. Der Wirt habe den Namen von einem sembianischen Händler gehört und fange plötzlich an, "auf vornehm" zu machen. Vincenzo wendet sich nun an die helden und schlägt vor, sie sollten den Jungen gar nicht beachten, der sei ein unwissender Herumtreiber, den er aus Mitleid aufgenommen habe. Er sei ein "Einfaltspinsel, der seinen Platz nicht kennt". Er fragt nun, ob er für den Gesprächsführer irgendetwas tun könne.
Fragt man, was er über die Morde in der Gegend wisse, äußert er selbstbewusst, über sich in der dritten Person sprechend, Vincenzo kenne die Wahrheit. Seine Familie habe sehr lange in dieser Gegend gelebt und die Geschichten von der Hexe Umar seien überliefert worden. Willet äußert genervt, dass er - Vincenzo - doch wohl nicht etwa wieder mit diesem Quatsch anfangen wolle. Doch Vincenzo bringt ihn mit der Drohung zum Schweigen, dass er vielleicht ihn stattdessen der Hexe als Opfer geben sollte, draußen auf der Türschwelle mit einem Strang Knoblauch um den Hals. Als Willet nur noch ein "Tja..." hervorbringt, meint Vincenzo zufrieden, dass er gedacht habe, dies werde ihm das Maul stopfen. Nun bietet er den Helden an, ihnen alles über die Hexe Umar zu erzählen. Es sei eine Geschichte, bei der sie mit den Ohren schlackern würden, wenn sie sie hören wollten.
Fordert man ihn zum Erzählen auf, erklärt Vincenzo, dass seine Familie schon hier in den Bergen gewesen sei, als die Hexe vor über 700 Jahren Leiden über dieses Land gebracht habe. Umar sei eine böse Frau gewesen. Niemand habe sie je gesehen, außer wenn sie aus ihren Bergen gekommen sei, um irgendeine arme Seele zu stehlen. Schäfer, Babys, jeder der gerade nicht aufgepasst habe, habe ihr Opfer werden können. Sie habe ihre Opfer gefoltert. Man habe nachts ihre Schreie hören können. Die Leute hätten versucht, sie zu finden, aber nur die Leichen der Opfer seien aufgetaucht, verstüümmelt und tot.
Willet wirft nun ein, dass er wirklich nicht wisse, weshalb sie sie nicht einfach getötet hätten. Doch Vincenzo begründet dies erneut damit, dass die Leute sie nicht haben finden können. Zudem sei sie eine mächtige Hexe gewesen, die für jeden Kampf mit einer Menge Magie gerüstet gewesen sei. Es sei eine merkwürdige Sache, aber eines Tages sei Umar einfach verschwunden. Vielleicht sei sie ermordet worden, vielleicht aber auch nicht. Aber etwa alle hundert Jahre, sage man, kehre sie in die Berge zurück. Lachend meint Willet, da fange seine - Vincenzos - Geschichte an, wirklich komisch zu werden. Damit fängt er sich von diesem eine scharfe Ermahnung ein, er sei schneller hier draußen, als er blinzeln könne, wenn er so weiter mache. Dann fährt er mit der Geschichte fort und erzählt, dass, wenn Umar etwa alle hundert Jahre zurückkehre, Leute verschwänden und in den Bergen gefoltert würden. Und nur manchmal finde man eine Leiche. Sobald Umar ihren Blutdurst gestillt habe, kehre sie zurück, woher sie gekommen sei. Es sei genau wie bei den anderen Malen. Die Menschen vergäßen so leicht. Er sage den Helden, es sei die Hexe.
Fragt man, ob denn niemand versucht habe, die Hexe zu finden, berichtet Vincenzo, dass vor ein paar Jahren mal eine Gruppe von Magiern hierhergekommen sei. Es seien zwei Burschen und ein Mädel gewesen, die so jung gewesen seien, dass er sie für Lehrlinge gehalten habe. Sie seien von ihrem Meister geschickt worden, um die Hexe Umar zu erforschen. So oder so ähnlich hätten sie es ausgedrückt. Es sei eine nette Gruppe gewesen, aber es sei offensichtlich gewesen, dass sie nichts zu finden erwartet hätten. Die drei seien in die Berge gegangen und man habe sie nie wieder gesehen. Nur das Tagebuch des Mädchens sei wieder aufgetaucht. Er - Vincenzo - habe es selbst in den Wäldern gefunden. Es seien weitere Opfer von Umar gewesen, das sei so klar gewesen wie das Tageslicht. Die Helden könnten alles in dem Tagebuch des Mädchens nachlesen.
Fragt man, ob man mal einen Blick in das Tagebuch werfen könne, bejaht Vincenzo. Ein Freund von ihm sei Schreiber und habe für ihn vor einigen Monaten ein, zwei Abschriften gemacht. Die Helden könnten eine haben, wenn sie wollten. Willet wirft nun ein, dass Vincenzo, den er "Ihr verrücktes Huhn" nennt, nicht ein oder zwei, sondern eher ein ganzes Lagerhaus voll von Abschriften dieses Tagebuchs habe. Vincenzo leugnet das nicht, sondern meint nur "und wenn schon?". Das sei eine mehr oder weniger gute Geschichte und werde ihn "eines Tages stinkreich machen". Er fragt Willet provokant, wo er dann sein werde, wobei er ihn als "kleiner Schlammfresser" betitelt. Willet ätzt zurück, er wette, Vincenzo habe das Tagebuch selbst geschrieben. Das weist dieser allerdings zurück. Damit übergibt er den Helden die Abschrift und fügt hinzu, sie sollten sie verwenden, wie sie es für richtig hielten. Aber sie sollten sich vor der Hexe in Acht nehmen, wenn sie in die Berge gingen. Sie habe "ihren Blutdurst noch nicht gestillt... bei weitem nicht...".
Damit erhält die Gruppe das Buch "Tagebuch der Umarhexe" (was eine irreführende Bezeichnung ist, denn es ist das Tagebuch der jungen Magiernovizin, die nach Hinweisen auf die Hexe suchte) und das Gespräch endet.
In dem Beschreibungstext des Tagebuchs heißt es, dass die Autorin es trotz der schwer zu glaubenden Geschichte schaffe, glaubwürdig den Schrecken zu vermitteln, den die Gruppe empfand, als sie sich verirrte und von einem Wesen während der Nacht gejagd wurde, das die Gruppe aber nie zu Gesicht bekam. Die Handschrift sei eindeutig die einer Frau in Panik. Die letzte Seite lasse sich kaum noch entziffern (das sind für eine händische Abschrift eines Schreibers erstaunliche Merkmale; diese würde man eigentlich nur im Original vermuten). Der Text dieser Seite wird - anders als alles andere - wörtlich zitiert und lautet:
"... tut mir Leid wegen Joshellus Mutter. Es tut mir Leid, was mit Michaelus passiert ist. Irgendetwas ist hier draußen bei uns. Wir dachten, es wären Bauern, aber Bauern sind nicht so verschlagen. Joshellus sagt, es wäre die Hexe. Ich kann sie im Schlaf hören. Ich will nicht schlafen. Ich will nicht schlafen. Ich will nicht ..."
Die Geschichte von Vincenzo und das Tagebuch belegen - selbst wenn sie authentisch sind -, dass niemand die Umar-Hexe je gesehen hat, auch nicht die Magiergruppe, die vor einigen Jahren nach ihr gesucht hat. Und schon vor 500 oder 700 Jahren soll sie niemand gesehen haben. Das spricht sehr für einen Mythos. Es erscheint also sehr unwahrscheinlich, dass die Umar-Hexe für die Todesfälle verantwortlich ist. Dass die Art der Morde mit denen aus vergangenen Tagen Ähnlichkeiten aufweisen, kann neben Zufall auch andere Ursachen haben. Zum einen kann der Verantwortliche bewusst an den Volksglauben anknüpfen, um Angst zu verbreiten, zum anderen kann wer auch immer verantwortlich ist schon die früheren Morde begangen haben - denn auch da ist die Hexe ja schon nicht gesehen worden. Eine Zeitspanne von bis zu 700 Jahren mit einer Wiederkehr circa alle 100 Jahre muss dafür kein Ausschlussgrund sein. Elfen und eventuell auch andere magische Geschöpfe können sehr lange leben. So hat die Gruppe z. B. auch den alten Elfenmagier Dradeel, einen Kameraden Baldurans, getroffen. Die letzten Worte der jungen Magiernovizin in dem Tagebuch könnten zudem ein Hinweis darauf sein, dass man was immer hier in den Bergen umgeht am besten nachts - und vielleicht sogar im Schlaf, also bei einer Rast - aufspürt.
Mit der Inempfangnahme des Buches endet zwar das Gespräch mit Vincenzo, man kann ihn aber immer wieder auf die gleichen Themen ansprechen. Sagt man ihm, dass man gerne seine Dienste in Anspruch nehmen würde, erklärt er, dass er nicht viele Zimmer habe, da all diese verängstigten Leute, die in das Dorf gekommen seien, fast das ganze Haus gefüllt hätten. Es seien nur noch ein oder zwei Zimmer übrig. Willet wirft ein, man solle nur die Ratten ignorieren, während man schlafe. Doch Vincenzo fordert ihn scharf zum Stillsein auf und fügt hinzu, dass es hier "keine anderen stinkigen Nager" außer ihm gebe. Damit gelangt man in den Handelsbildschirm. Vincenzo bietet Zimmer der ersten drei Kategorien sowie Gasthausgetränke an. An- und Verkauf von Gegenständen sind bei ihm nicht möglich.
Spricht man Willet, den Stalljungen direkt an, meint dieser nicht minder frech als im Gespräch mit Vincenzo, dass die Helden, wenn sie kein Pferd unter der Rüstung versteckt hätten, lieber mit "Vince" und nicht mit ihm reden sollten.
Begibt man sich in den Stall, gibt es dort vier durchsuchbare Behälter. Man findet
- in einer Kiste: 21 x Tagebuch der Umarhexe,
- in einem Regal: 10 x Tagebuch der Umarhexe, 2 x konzentrierter Heiltrank, 2 x Gegengift,
- in einer großen Kiste: 22 x Tagebuch der Umarhexe,
- in einer anderen großen Kiste: 23 x Tagebuch der Umarhexe.
Niemand stört sich daran, wenn die Helden auf diese Behälter zugreifen. Der Inhalt gibt Willet insoweit Recht, als dass Vincenzo ein ganzes Lager mit den Abschriften des Tagebuchs gefüllt hat. Das hat er aber ja auch bereits bestätigt und begründet. Ob er es selbst verfasst hat, ist damit aber nicht gesagt und angesichts der Beschreibung der Handschrift sehr unwahrscheinlich.
Ein Mann namens Ander, der auch bei der Versammlung am Anfang dabei war, verweist bei Ansprache nur auf den Bürgermeister, wenn man irgendetwas wolle. Minister Lloyd könne den Helden sicher weiterhelfen.
An einem runden Tisch sitzt ein Mann namens Travor. Spricht man ihn an, wird sofort deutlich, dass er betrunken ist. Er sagt, er erkenne die Helden nicht und fragt, ob er sollte. Er will wissen, ob sie Verwandtschaft seien, die gekommen sei, um ihn nach Hause zu holen. Fragt man ihn, ob er etwas über die Tötungen weiß, äußert er, dass er wisse, dass es für einen "armen Säufer" wie ihn nicht mehr sicher sei, "auf der Straße zu knacken". Vincenzo habe ihn, nett wie er sei, bei sich aufgenommen, damit er nicht von der Umar-Hexe erwischt werde. Er selbst wisse ja nicht, ob die Umar-Hexe wieder da ist. Er habe nachts so schwarze Umrisse gesehen, wie lebende Schatten. Aber er sei ja nur "der stadtbekannte Säufer". Ihm höre ja eh keiner zu. Die Wahrheit sei, er habe "ganz schön Schiss, dieser Tage draußen zu pennen". Andererseits sei er eh meistens hier, also habe sich nicht viel verändert. Damit endet das Gespräch, das man jedoch beliebig oft neu starten kann.
Fragt man Travor, wo sein Zuhause ist, entgegnet er, dass Vincenzos Gasthaus hier eigentlich auch kein schlechteres Zuhause sei als jedes andere. Manchmal schlafe er auch in einer Scheune, im Heuhaufen oder auch im Wald. Aber jetzt, in letzter Zeit, "mit all diesem Gemorde und so", erlaube Vincenzo ihm, auf seinem Dachboden zu schlafen. Hakt man nach, weshalb er, wenn dies sein Zuhause sei, gefragt habe, ob der Gesprächsführer ihn dorthin bringen werde, entgegndet Travor, er habe sich gefragt, ob dieser Verwandtschaft sei, wenn dies nicht sein Heim sein würde. Der Gesprächsführer denke wohl, selbst ein Säufer müsse sich an seine Verwandtschaft erinnern. Dieser hier nicht.
In der Südostecke des Schankraumes stehen bei Nacht die Händler. Min Minling ist ein Gnom. Er fragt, was die Helden denn genau wollten. Wenn sie etwas zu kaufen wünschten, sollten sie es schnell sagen, denn er habe "nicht viel Zeit für solche wie Euch". Fragt man ihn nach den Vorgängen in der Stadt, wimmelt er ab. Er wisse nichts und wolle auch nichts wissen. Alles, was er wolle, sei, "aus diesem stinkenden Dorf sicher zu verschwinden, sobald die Strassen wieder offen sind". Händler könnten hier nicht anständig arbeiten. Fragt man nach seinen Waren, schärft er den Helden ein, nichts zu berühren, solange sie nicht vorhätten, es zu kaufen.
Im Handelsbildschirn zeigt sich, dass er neben dem oben (siehe Ziffer 5.) schon genannten De'Tranionss Baalor-Bier einige Schmuckstücke (Goldkette, Blutsteinamulett), normale Waffen (darunter keine Bastardschwerter) und Munition, einige Tränke sowie 1x Edelsteinbeutel (150 GM) im Angebot hat. Den Edelsteinbeutel hat die Gruppe neben dem Bier für Dirbert erworben. Ansonsten ist sein Sortiment sehr dürftig. Bemerkenswert ist allerdings, dass er Schmuckstücke verkauft; das habe ich bei Händlern bislang nur gesehen, wenn die Helden sie ihnen zuvor verkauft haben.
Beherant Diir ist ein beleibter Mann. Spricht man ihn an, seufzt er und meint, dass er einfach wisse, dass eines Tages einer dieser Oger herunterkommen und ihn abschlachten werde, genau wie die anderen Dorfbewohner. Er habe nie soetwas gedacht als er Kaufmann geworden sei. Fragt man ihn, was er über diese Morde wisse, entgegnet er, es sei furchtbar, links und rechts stürben Leute. Man finde keine Kunden mehr, was aber auch in Ordnung sei, denn jetzt werde ohnehin niemand mehr sein Lager aufstocken. Jemand solle etwas wegen dieser Oger tun. Als sie gekommen seien, habe das alles angefangen. Eine seiner Karawanen sei einmal von Ogern angegriffen worden. Sie seien böse und brutal. Fragt man nach seinen Waren, meint Beherant Diir, dass er nicht viel auf Lager habe. Die Karawanen kämen einfach nicht durch, wenn sie nicht bewacht würden, und das schmälere den Gewinn beträchtlich.
Im Handelsbildschirm zeigt sich, dass Beherant Diir überwiegend normale Waffen (aber keine Bastardschwerter) und Rüstungen im Angebot hat. Er führt auch ein paar wenige magische Rüstungsteile (Kleiner Schild +1, Plattenpanzer +1, Beschlagener Lederwams +1). Da ist nichts Brauchbares bei.
Elence Fielding zeigt sich bei Ansprache erfreut, einmal ein neues Gesicht im Dorf zu sehen. Es seien hier nicht viele Reisende durchgekommen, seit diese ganzen Morde angefangen hätten. Es würde ihr eine Ehre sein, wenn sie den Helden ein paar der Waren, die sie zum Kauf anbiete, zeigen dürfte. Sie müsse sie allerdings warnen, ihre Handelsgesellschaft habe in letzter Zeit nicht viel Gelegenheit gehabt, sie zu beliefern. Deshalb gebe es nur wenige Waren. Fragt man zunächst, was sie über all die Morde erzählen könne, holt Elence Filding aus, das sei vielleicht eine Geschichte. Die Helden sollten aber nicht auf das Geschwätz hören, das ihnen die Dorfbewohner vielleicht erzählten. Die würden sie glauben machen, dass eine 500 Jahre alte Hexe auf der Pirsch sei. In Wirklichkeit gebe es ein Rudel Wölfe, das sich die Gegend um das Dorf ausgesucht habe und sich nun ab und an einen Menschen greife. Man könne noch nicht einmal viel herumreisen, außer man habe eine bewaffnete Wache dabei. Dadurch liefen die Geschäfte schlecht. Ihre Gesellschaft habe gedacht, das sei eine gute Sache, als sie die "Exklusivrechte für Imnestal" bekommen hätten. Jetzt verlören sie dadurch nur Gold.
Fragt man, warum nicht einfach alle gehen, erklärt Elence Fielding, dass einige Leute immer noch dächten, dass man das Problem lösen könne. Sie habe gehört, dass der Bürgermeiste eine "Bande von Abenteurern angeworben" habe. Aber die seien verschwunden. Keiner wolle mehr alleine reisen. Aber wenn nicht bald etwas getan werde, könne es passieren, dass sie beschließen, alle gemeinsam zu gehen. Es sei eine Schande, denn ansonsten sei dies ein wohlhabender Ort. Normalerweise liefen die Geschäfte gut. Fragt man nach ihren Waren, meint Elence Fielding, sie sei immer bereit, einen Kunden zufirdenzustellen - schränkt dies aber gleich auf einen mit Gold ein.
Im Handelsbildschirm zeigt sich, dass sie das größte Sortiment im Ort hat. Sie bietet neben Goldketten normale Waffen - einschließlich der drei Bastardschwerter (siehe oben, Ziffer 5.) -, Munition und Rüstungen an sowie einige magische Gegenstände (Dolch +1, Langschwert +1, Kurzschwert +1, Bolzen +2, Kugel +2) sowie Feuerschutztränke. Etwas Spannendes ist auch da nicht dabei.
In der nördlichen Ecke des Etablissements steht ein Bücherhändler - die einzige hiesige Person, die nur mit ihrem Beruf benannt ist. Spricht man ihn an, entschuldigt er sich, er habe zur Zeit kaum Folianten da. Es sei ziemlich flau hier zur Zeit. Er habe die meisten seiner Sachen nach Atkatla gebracht. Er habe seit Wochen mit keinem mehr gesprochen. Fragt man, ob das Geschäft "wegen der hässlichen Ereignisse hier" so schlecht sei, bestätigt der Mann das, fügt aber hinzu, dass "ein paar nette alte Bücher aufgetaucht" seien, für die sich das Warten gelohnt habe. Es sei nichts wirklich Aufregendes, aber er sei damit "über die Runden gekommen". Er wünscht den Helden einen schönen Aufenthalt hier, soweit es die Umstände zuließen. Damit endet das Gespräch. Abkaufen kann man dem Mann - der wohl eine gewisse Konkurrenz zu Fael sein müsste - nichts.
In dem nordöstlichen Zimmer steht Johanna, die ebenfalls bei der anfänglichen Versammlung anwesend war. Spricht man sie an, hat sie ein paar verschiedene Texte. So sagt sie etwa, die Helden wirkten recht anständig und könnten wohl auch mit einem Schwert umgehen. Weshalb gingen sie nicht einfach und schlachteten diese Oger ab. Das würde ihnen allen eine Menge Ärger ersparen. Oder sie sagt, es sei fürchterlich, man habe die Leute tot in ihren Häusern gefunden und ihre Haut sei "nach außen gestülpt" gewesen. Und dann verschwänden sogar ihre Körper. Ander und sie seien von ihrem Bauernhof hierher geflohen, um sich in Sicherheit zu bringen. Ein näheres Gespräch ist aber, soweit ersichtlich, mit keinem der beiden möglich.
In dem Zimmer von Johanna gibt es aber einen fallgesicherten verschlossenen Schrank:
In ihm findet man eine Magierschriftrolle "Feuerschild (rot)" (Grad 4), 1 GM und einen magischen Stab der Furcht (2 Ladungen). An dem Zugriff stört sich niemand. Johanna reagiert nicht darauf.
In dem anderen Zimmer schläft auf dem Bett eine Frau und ist dementsprechend nicht ansprechbar. Auch in diesem Zimmer befindet sich ein Schrank - aber ohne Falle. In ihm finden sich 1x Goldring und 410 GM. Auch hier reagiert niemand auf einen Zugriff.
Weitere durchsuchbare Behälter gibt es in dem Gasthaus nicht.
Resümiert man einmal den Stand der Dinge, spricht vieles dafür, dass Werwölfe in die Morde involviert sind. Dass sie allein dafür verantwortlich sind, erscheint indessen unwahrscheinlich, denn sie brauchen einen Grund für solches Handeln, insbesondere das spätere Abholen der Leichen. Vielleicht ist Nalias Hinweis gar nicht so falsch, dass ein mächtiger Magier seine Hände im Spiel hat. Soweit sie den Oger Madulf im Verdacht hat, könnte er natürlich ein Oger-Magus sein, aber darauf gibt es bislang keine Hinweise. Es könnte auch irgendjemand anderes sein.
Zudem hat Travor von schwarzen Umrissen "wie lebende Schatten" gesprochen. Auch Kaatje hat - bevor sie das "Wolfsmonster" nannte - von einem "großen schwarzen Schatten" gesprochen. Und Aerie hatte in einem Einwurf Wölfe und Schatten in einem Atemzug genannt. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass auch Schatten - also Untote, wie wir sie z. B. schon in den Alten Tunnels unter dem Tempelbezirk und in den Katakomben unter dem Friedhofsviertel angetroffen haben - hier eine Rolle spielen. Auch dazu bräuchte es aber irgendjemanden, der sie kontrolliert und ihrem Handeln Sinn gibt.
An sich würde die Beschreibung der Morde mit dem Verschwinden der Leichen sowie den "nach außen gestülpten" (Johana, ähnlich auch Minister Loyd) bzw. fehlenden (Groos) Häuten ja zur Handschrift Rejieks des Häuters passen, der hier mit Fael einen Kontaktmann hat. Aber seine Involvierung erscheint nicht mehr sehr wahrscheinlich, nachdem er in Handelstreff versuchte, endgültig seine Spuren zu verwischen. Vielleicht ist es aber die Gruppierung, mit der er in Verbindung stand.
Es erscheint sinnvoll, nun zunächst gen Westen zu gehen und das Haus der Waldläuferin Merella zu untersuchen. Kaatje hat ja einen deutlichen Hinweis gegeben, dass man dort fündig werden drüfte. Und auch der Bürgerneister, Minister Lloyd, hat eine Untersuchung dort angeregt. Den Oger Madulf wird es aber gewisslich auch aufzuschen gelten.

