26.04.2026, 17:53
Zwerge am Svellt #12
Der erste Praios empfing sie mit einer Sonne, die klar am Himmel stand, als wolle sie die letzten fünf Tage einfach aus der Welt brennen. Vom milchigen Druck der Namenlosen war nichts geblieben; stattdessen lag hartes Licht über der Ebene, scharf und unbeirrbar. Wärme brachte es dennoch kaum. Der Wind strich kühl über das offene Land, während sie Gashok durch das kleine östliche Tor verließen und sich nordostwärts hielten, dorthin, wo der dunkle Streifen des Forstes schon seit Tagen am Horizont gelegen hatte.
„Weggebrannt“, bemerkte Archon trocken und hob den Blick zur Praiosscheibe, „der ganze Himmel.“
Furka schnaubte nur, zog den Gürtel enger und schulterte sein Gepäck neu. Nach den engen Straßen, dem Schweigen der Menschen und dem Druck der letzten Tage fühlte sich schon der bloße Marsch wie eine Erleichterung an. Selbst Althea musste sich eingestehen, dass das offene Land gut tat. Hinter ihnen blieb Gashok zurück, adrett und geordnet wie immer, aber nun in vollem Licht fast zu freundlich für das, was sie inzwischen von diesem Ort wussten.
Der Weg führte zunächst durch flaches Land zwischen Feldern und später über offenes Grasland. Gegen Nachmittag rückte der Forst näher heran, erst als dunkler Saum, dann als wirkliche Wand aus Grün. Schon am Rand fiel auf, wie gepflegt er wirkte. Keine verwilderte Wildnis, keine umgestürzten Stämme, sondern ein Wald, der in sich geordnet schien, auch wenn niemand sichtbar war.
Sie folgten dem Karrenpfad, der weiter Richtung Salamandersteine führte. Unter dem Blätterdach wurde das Licht sofort gedämpfter, und der Boden federte unter den Schritten. Noch ehe der Abend kam, fanden sie auf halber Strecke einen überwachsenen Seitenpfad, kaum mehr als eine dunklere Linie zwischen Farnen und Wurzeln.
„Das sieht aus, als hätte ihn seit Jahren niemand benutzt“, murmelte Tondar.
„Oder als wolle er genau so aussehen“, gab Archon zurück.
Da die Schatten bereits länger wurden, entschieden sie sich, dort zu rasten. Unter weit ausladenden Kronen schlugen sie ihr Lager auf, und es war, als säßen sie unter einem Dach aus grünem Glas. Das Laub schloss sich so vollkommen über ihnen, dass Furka irgendwann mit zufriedenem Brummen meinte, dies sei ein Zimmer in einer besseren Herberge als manches Haus in Gashok.
Die Nacht blieb still.
Am nächsten Morgen folgten sie dem Pfad tiefer in den Wald hinein. Was zunächst noch nach gewöhnlichem Forst ausgesehen hatte, begann sich zu verändern. Die Vegetation wurde dichter, doch nie so, dass der Weg wirklich versperrt war. Immer blieb gerade genug Raum, als ordne sich das Dickicht erst im letzten Augenblick.
„Elfenwerk“, sagte Furka irgendwann und blieb misstrauisch vor einem Brombeerbusch stehen, der eben noch den halben Pfad blockiert hatte und jetzt plötzlich seitlich hing, als wäre er nie im Weg gewesen.
Je tiefer sie kamen, desto stiller wurde es. Erst am Nachmittag öffnete sich der Wald.
Vor ihnen lag eine Lichtung, rund und still, eingefasst von Hütten und Baumhäusern elfischer Bauart, leicht, hell und fast schwerelos zwischen Stämmen und Ästen gebaut. Kein Rauch, keine Stimmen, keine Bewegung.
Dann spannte sich vor ihnen ein Bogen.
Ein Elf stand zwischen zwei Birken, den Langbogen angelegt, den Blick hart und wach.
„Keinen Schritt weiter, oder ich schieße!“
Artherion stand dort wie jemand, der längst aufgehört hatte, zwischen Gefahr und Gespräch zu unterscheiden. Selbst als Althea sprach, blieb der Bogen gespannt. Was dann aus ihm kam, war keine geordnete Erzählung, sondern etwas, das noch immer halb aus Rauch bestand: die Nacht des Feuers, vermummte Gestalten vor der Tür, Schreie, Hitze, Schläge gegen Holz, und jedes Mal, wenn er hinaus wollte, Menschen, die ihn wieder zurück in die Flammen drängten. Nicht Vertreibung, sagte er, sondern Tötung sei es gewesen — bewusst, mit Worten von Reinigung und Läuterung, als müsse ein Elf verbrannt werden, um eine Ordnung wiederherzustellen, die andere für göttlich hielten.
Dann wurde seine Stimme ruhiger, fast härter. Jahre habe er in Gashok gelebt, vorsichtig, angepasst, leiser als er es je für möglich gehalten hätte, sogar das Zaubern habe er sich abgewöhnt, um niemanden aufzuschrecken. Doch irgendwann seien Fremde gekommen, und mit ihnen habe sich etwas verändert. Die Kräuterfrau sei die Einzige gewesen, die ihm nie ganz feindselig erschienen sei. Alles andere habe geschwiegen oder zugesehen. Nur durch einen letzten Zauber — die Verwandlung in einen Adler — sei ihm die Flucht gelungen. Als er endete, blieb nicht Zorn, sondern etwas Kälteres: die Überzeugung, dass er, sollte er einen jener Männer wiedersehen, diesmal nicht mehr fliehen werde.
Dann schwieg er.
Und noch ehe jemand etwas erwidern konnte, zog er sich zurück, Schritt für Schritt, bis ihn der Wald wieder nahm.
Die Gruppe rastete nur kurz, ehe sie den Rückweg antrat. Noch einmal lagerten sie im Forst, dann traten sie am folgenden Tag wieder hinaus ins offene Land.
Als Gashok vor ihnen auftauchte, wirkte das Städtchen im Abendlicht fast freundlich, beinahe romantisch, mit seinen hellen Fassaden und dem geordneten Marktplatz.
Fast.
Sie wussten es besser.
Sie legten gutes Tempo vor und erreichten das Tor bei Einbruch der Nacht.
Schon beim Eintritt war klar, dass sich der Ort verändert hatte. Auf den Straßen herrschte Bewegung, Fuhrknechte liefen zwischen Wagen hin und her, im Süden standen Gespanne dicht an dicht bei den Fuhrhöfen.
„Wagenzug“, stellte Hurdin fest.
Im Dach und Fach wurde es bestätigt. Ein früher Zug aus Donnerbach sei eingetroffen, erklärte der Wirt entschuldigend, und überhaupt dränge nach den Namenlosen allerlei Volk zum nächsten Markt.
Kein Zimmer mehr.
Im Eingang stießen sie mit einem gut gekleideten Herrn zusammen, der sich höflich entschuldigte und im Weitergehen halblaut bemerkte, Auswärtige seien hier eigentlich nicht willkommen, aber Auswärtige hätten der Stadt immerhin Ordnung gebracht.
Sie waren zu müde, um nachzusetzen.
So zogen sie zurück ins Alle Wege.
Am nächsten Morgen saßen sie bald wieder bei Gerlanje im Halbdunkel ihres Zeltes. Althea berichtete von Artherion, und die Kräuterfrau schwieg lange.
Dann hob sie langsam die Hand und nannte Namen.
Valpor von Kuslik sei einer jener Fremden, die vor einiger Zeit gekommen seien. Er wohne nahe der Tag und Nacht.
Noch am selben Tag zog die Gruppe ins Südviertel. Sie spähten die Umgebung aus, setzten sich dann in die Taverne und hielten das Haus im Auge. Erst als es dunkel wurde, gingen sie hinüber.
Valpor von Kuslik erwies sich als trockener, nüchterner Mann, korrekt in Haltung und Sprache, aber ohne erkennbare Verbindung zu den Bannstrahlern. Er wies jedoch auf zwei weitere Fremde hin, die ungefähr zur selben Zeit in Gashok eingetroffen seien.
Am folgenden Tag wiederholten sie das Spiel im Nordviertel.
Diesmal saßen sie lange in der Zweiten Heimat, hielten sich an einem Krug Wasser fest und warteten, bis die Dämmerung kam.
Dann klopften sie.
Erholt von Tiefhusen öffnete mit der Hand am Schwert unter dem Mantel. Erst Altheas ruhige Stimme nahm der Szene die Schärfe.
Er hörte zu.
Dann erklärte er knapp, dass er einer interessierten Gruppierung angehöre und gegen die Bannstrahler ermittle. Der dritte Fremde, sagte er, sei mit hoher Wahrscheinlichkeit der Anführer.
Deregorn von Donnerbach.
Sein Haus lag neben dem Praiostempel.
Also beobachteten sie am nächsten Tag von den Fenstern ihrer Zimmer im Alle Wege aus das Gebäude. Händlerstimmen, Wagen, Marktvorbereitungen füllten die Straßen, bis die Sonne sank und Ruhe einkehrte.
Dann gingen sie hinüber.
Kaum fiel sein Name, wich Deregorn zurück ins Haus.
Als die Tür aufschlug, stand er dort mit gezogenem Schwert.
„Nimm das!“
Altheas Flammenlanze fuhr durch die Dämmerung und traf ihn mit voller Wucht — späte Antwort auf den Armbrustbolzen am Tor.
Dann brach das Handgemenge los.
Keldi ging zuerst hinein, Hurdin unmittelbar hinter ihm, Furka seitlich wie immer schneller als erwartet. Zwischen Tisch, Wand und Tür verlor Deregorn binnen Augenblicken jeden Vorteil.
Als es vorbei war, lag er am Boden.
Im Haus fanden sie belastende Briefe, Aufzeichnungen, Namen.
Als sie zurück ins Alle Wege traten, war es kurz vor Mitternacht.
Draußen lag schon die gespannte Ruhe vor dem Markt des nächsten Morgens.
Der erste Praios empfing sie mit einer Sonne, die klar am Himmel stand, als wolle sie die letzten fünf Tage einfach aus der Welt brennen. Vom milchigen Druck der Namenlosen war nichts geblieben; stattdessen lag hartes Licht über der Ebene, scharf und unbeirrbar. Wärme brachte es dennoch kaum. Der Wind strich kühl über das offene Land, während sie Gashok durch das kleine östliche Tor verließen und sich nordostwärts hielten, dorthin, wo der dunkle Streifen des Forstes schon seit Tagen am Horizont gelegen hatte.
„Weggebrannt“, bemerkte Archon trocken und hob den Blick zur Praiosscheibe, „der ganze Himmel.“
Furka schnaubte nur, zog den Gürtel enger und schulterte sein Gepäck neu. Nach den engen Straßen, dem Schweigen der Menschen und dem Druck der letzten Tage fühlte sich schon der bloße Marsch wie eine Erleichterung an. Selbst Althea musste sich eingestehen, dass das offene Land gut tat. Hinter ihnen blieb Gashok zurück, adrett und geordnet wie immer, aber nun in vollem Licht fast zu freundlich für das, was sie inzwischen von diesem Ort wussten.
Der Weg führte zunächst durch flaches Land zwischen Feldern und später über offenes Grasland. Gegen Nachmittag rückte der Forst näher heran, erst als dunkler Saum, dann als wirkliche Wand aus Grün. Schon am Rand fiel auf, wie gepflegt er wirkte. Keine verwilderte Wildnis, keine umgestürzten Stämme, sondern ein Wald, der in sich geordnet schien, auch wenn niemand sichtbar war.
Sie folgten dem Karrenpfad, der weiter Richtung Salamandersteine führte. Unter dem Blätterdach wurde das Licht sofort gedämpfter, und der Boden federte unter den Schritten. Noch ehe der Abend kam, fanden sie auf halber Strecke einen überwachsenen Seitenpfad, kaum mehr als eine dunklere Linie zwischen Farnen und Wurzeln.
„Das sieht aus, als hätte ihn seit Jahren niemand benutzt“, murmelte Tondar.
„Oder als wolle er genau so aussehen“, gab Archon zurück.
Da die Schatten bereits länger wurden, entschieden sie sich, dort zu rasten. Unter weit ausladenden Kronen schlugen sie ihr Lager auf, und es war, als säßen sie unter einem Dach aus grünem Glas. Das Laub schloss sich so vollkommen über ihnen, dass Furka irgendwann mit zufriedenem Brummen meinte, dies sei ein Zimmer in einer besseren Herberge als manches Haus in Gashok.
Die Nacht blieb still.
Am nächsten Morgen folgten sie dem Pfad tiefer in den Wald hinein. Was zunächst noch nach gewöhnlichem Forst ausgesehen hatte, begann sich zu verändern. Die Vegetation wurde dichter, doch nie so, dass der Weg wirklich versperrt war. Immer blieb gerade genug Raum, als ordne sich das Dickicht erst im letzten Augenblick.
„Elfenwerk“, sagte Furka irgendwann und blieb misstrauisch vor einem Brombeerbusch stehen, der eben noch den halben Pfad blockiert hatte und jetzt plötzlich seitlich hing, als wäre er nie im Weg gewesen.
Je tiefer sie kamen, desto stiller wurde es. Erst am Nachmittag öffnete sich der Wald.
Vor ihnen lag eine Lichtung, rund und still, eingefasst von Hütten und Baumhäusern elfischer Bauart, leicht, hell und fast schwerelos zwischen Stämmen und Ästen gebaut. Kein Rauch, keine Stimmen, keine Bewegung.
Dann spannte sich vor ihnen ein Bogen.
Ein Elf stand zwischen zwei Birken, den Langbogen angelegt, den Blick hart und wach.
„Keinen Schritt weiter, oder ich schieße!“
Artherion stand dort wie jemand, der längst aufgehört hatte, zwischen Gefahr und Gespräch zu unterscheiden. Selbst als Althea sprach, blieb der Bogen gespannt. Was dann aus ihm kam, war keine geordnete Erzählung, sondern etwas, das noch immer halb aus Rauch bestand: die Nacht des Feuers, vermummte Gestalten vor der Tür, Schreie, Hitze, Schläge gegen Holz, und jedes Mal, wenn er hinaus wollte, Menschen, die ihn wieder zurück in die Flammen drängten. Nicht Vertreibung, sagte er, sondern Tötung sei es gewesen — bewusst, mit Worten von Reinigung und Läuterung, als müsse ein Elf verbrannt werden, um eine Ordnung wiederherzustellen, die andere für göttlich hielten.
Dann wurde seine Stimme ruhiger, fast härter. Jahre habe er in Gashok gelebt, vorsichtig, angepasst, leiser als er es je für möglich gehalten hätte, sogar das Zaubern habe er sich abgewöhnt, um niemanden aufzuschrecken. Doch irgendwann seien Fremde gekommen, und mit ihnen habe sich etwas verändert. Die Kräuterfrau sei die Einzige gewesen, die ihm nie ganz feindselig erschienen sei. Alles andere habe geschwiegen oder zugesehen. Nur durch einen letzten Zauber — die Verwandlung in einen Adler — sei ihm die Flucht gelungen. Als er endete, blieb nicht Zorn, sondern etwas Kälteres: die Überzeugung, dass er, sollte er einen jener Männer wiedersehen, diesmal nicht mehr fliehen werde.
Dann schwieg er.
Und noch ehe jemand etwas erwidern konnte, zog er sich zurück, Schritt für Schritt, bis ihn der Wald wieder nahm.
Die Gruppe rastete nur kurz, ehe sie den Rückweg antrat. Noch einmal lagerten sie im Forst, dann traten sie am folgenden Tag wieder hinaus ins offene Land.
Als Gashok vor ihnen auftauchte, wirkte das Städtchen im Abendlicht fast freundlich, beinahe romantisch, mit seinen hellen Fassaden und dem geordneten Marktplatz.
Fast.
Sie wussten es besser.
Sie legten gutes Tempo vor und erreichten das Tor bei Einbruch der Nacht.
Schon beim Eintritt war klar, dass sich der Ort verändert hatte. Auf den Straßen herrschte Bewegung, Fuhrknechte liefen zwischen Wagen hin und her, im Süden standen Gespanne dicht an dicht bei den Fuhrhöfen.
„Wagenzug“, stellte Hurdin fest.
Im Dach und Fach wurde es bestätigt. Ein früher Zug aus Donnerbach sei eingetroffen, erklärte der Wirt entschuldigend, und überhaupt dränge nach den Namenlosen allerlei Volk zum nächsten Markt.
Kein Zimmer mehr.
Im Eingang stießen sie mit einem gut gekleideten Herrn zusammen, der sich höflich entschuldigte und im Weitergehen halblaut bemerkte, Auswärtige seien hier eigentlich nicht willkommen, aber Auswärtige hätten der Stadt immerhin Ordnung gebracht.
Sie waren zu müde, um nachzusetzen.
So zogen sie zurück ins Alle Wege.
Am nächsten Morgen saßen sie bald wieder bei Gerlanje im Halbdunkel ihres Zeltes. Althea berichtete von Artherion, und die Kräuterfrau schwieg lange.
Dann hob sie langsam die Hand und nannte Namen.
Valpor von Kuslik sei einer jener Fremden, die vor einiger Zeit gekommen seien. Er wohne nahe der Tag und Nacht.
Noch am selben Tag zog die Gruppe ins Südviertel. Sie spähten die Umgebung aus, setzten sich dann in die Taverne und hielten das Haus im Auge. Erst als es dunkel wurde, gingen sie hinüber.
Valpor von Kuslik erwies sich als trockener, nüchterner Mann, korrekt in Haltung und Sprache, aber ohne erkennbare Verbindung zu den Bannstrahlern. Er wies jedoch auf zwei weitere Fremde hin, die ungefähr zur selben Zeit in Gashok eingetroffen seien.
Am folgenden Tag wiederholten sie das Spiel im Nordviertel.
Diesmal saßen sie lange in der Zweiten Heimat, hielten sich an einem Krug Wasser fest und warteten, bis die Dämmerung kam.
Dann klopften sie.
Erholt von Tiefhusen öffnete mit der Hand am Schwert unter dem Mantel. Erst Altheas ruhige Stimme nahm der Szene die Schärfe.
Er hörte zu.
Dann erklärte er knapp, dass er einer interessierten Gruppierung angehöre und gegen die Bannstrahler ermittle. Der dritte Fremde, sagte er, sei mit hoher Wahrscheinlichkeit der Anführer.
Deregorn von Donnerbach.
Sein Haus lag neben dem Praiostempel.
Also beobachteten sie am nächsten Tag von den Fenstern ihrer Zimmer im Alle Wege aus das Gebäude. Händlerstimmen, Wagen, Marktvorbereitungen füllten die Straßen, bis die Sonne sank und Ruhe einkehrte.
Dann gingen sie hinüber.
Kaum fiel sein Name, wich Deregorn zurück ins Haus.
Als die Tür aufschlug, stand er dort mit gezogenem Schwert.
„Nimm das!“
Altheas Flammenlanze fuhr durch die Dämmerung und traf ihn mit voller Wucht — späte Antwort auf den Armbrustbolzen am Tor.
Dann brach das Handgemenge los.
Keldi ging zuerst hinein, Hurdin unmittelbar hinter ihm, Furka seitlich wie immer schneller als erwartet. Zwischen Tisch, Wand und Tür verlor Deregorn binnen Augenblicken jeden Vorteil.
Als es vorbei war, lag er am Boden.
Im Haus fanden sie belastende Briefe, Aufzeichnungen, Namen.
Als sie zurück ins Alle Wege traten, war es kurz vor Mitternacht.
Draußen lag schon die gespannte Ruhe vor dem Markt des nächsten Morgens.

