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Sanctuary RPG
#1
Hallo liebe Rollenspielfreunde!

Nachdem ich mich Gestern dazu entschlossen habe, auch hier im Forum aktiv zu werden, möchte ich von nun an meine Gedanken zu ein paar Spiele"perlen" mit Euch teilen.


Das erste Spiel, was ich Euch dazu vorstellen möchte, heißt "Sanctuary RPG".

Für mich war dieses Spiel wahrhaft eine positive Überraschung! :ok:
Ins Besondere das dynamische Kampfsystem hat es mir angetan.


Wie bereits im Thread "Kostenlose Spiele" erwänht (siehe: hier) wurde Sanctuary RPG von "Black Shell Games" entwickelt und im Rahmen des Steam Early Access Programms erweitert. Der ursprüngliche Prototyp "Sanctuary RPG Classic" ist als kostenfreie, 93 MB große Demo verfügbar (siehe: die ersten beiden Links weiter oben). Dieser Prototyp läßt sich von Anfang bis zum Ende durchspielen und eignet sich hervorragend, um einen Eindruck von dem Spiel- und Kampfsystem zu erhalten.
Die aktuelle Version der erwieterten Fassung, "Sanctuary RPG Black Edition" genannt, kann wahlweise bei Steam und/oder GOG käuflich erworben werden. Später gehe ich noch auf ein paar der Versionsunterschiede ein.


So, was ist Sanctuary RPG eigentlich?

Sanctuary RPG ist ein "Rogue-Like" - ein Rollenspiel mit ganz vielen Zufallsereignissen, rundenbasierten Kämpfen, humoristischer Erzählweise und einer erfrischend anderen Präsentation im ASCII Stil.

(Leider ist es bisher nur in englischer Sprache verfügbar! Wer des Englischen nicht mächtig ist, wird viele der lustigen Textpassagen nicht verstehen. Die Geschichte der Classic Version ist allerdings weder tiefgreifend noch etwas Besonderes - die Black Edition habe ich zur Zeit noch nicht bis zum Ende durchgespielt. Dem Gegenstandssammler in Rollenspielen und Gelegenheitsspieler sollte das jedoch kein Hindernis sein!)

Streng genommen hat es dabei weniger mit Rogue, NetHack oder ähnlichen ASCII-basierten Computerspielen gemeinsam, sondern erinnert eher an ein FTL (Faster Than Light) im Fantasy Setting und in Textadventuremanier. :silly:
Nachdem man seinen Charakter erstellt bzw. ausgewählt hat, begibt man sich per einfacher Texteingabe von einem Ort (Knotenpunkt, Screen oder Bildschirm) zum nächsten bei dem zufallsgeneriert Kämpfe, Gegenstandsfunde ("Item Drop"), Begegnungen mit anderen Figuren (NPC - Nicht Spieler Charaktere) oder sonstige Ereignisse ausgelöst werden. Begleitet wird das Spielgeschehen von schwungvollen Chip-Tune Musikstücken.

Der Clou dabei: Jeder dieser Bildschirme (Orte, Gegner, Figuren, Objekte, etc.) wird mit einem eigens dafür erstellten und aus dem Pool der Spieldatenbank ausgesuchten Hintergrundbilder dargestellt, die allesamt aus einfarbigen ASCII-Zeichen vor schwarzem Hintergrund "gezeichnet" worden sind. Der Begriff "ASCII-Art" trifft es wahrscheinlich am besten! :yes:


Sehr lustig fand ich diesbezüglich einige Kommentare im GOG-Forum anläßlich der Ankündigung und Veröffentlichung von Sanctuary RPG (siehe: hier).
Sinngemäß kommentierten einige, daß sie endlich ihre neue High-End-Grafikkarte austesten könnten. Oder mein Lieblingskommentar:
"Ich möchte einen Fehler (Bug) auf der zugehörigen GOG-Spieleseite melden. Ich habe einen Blick auf die Screenshots geworfen und festgestellt, daß die Grafiken von dem Spiel fehlen." :D
Jemand anderes reagierte darauf wie folgt:
"Nein, das ist das Ergebnis, wenn man das Spiel auf einem Toaster spielt." :silly:
(Denn die offiziellen Systemanforderungen enthalten den Hinweis: "Toaster-kompatibel"; siehe z.B. GOG Produktseite :pfeif:)


Worum geht es in Sanctuary RPG? (Handlung)

Sanctuary RPG versetzt den Spieler in eine lose angelegte Fantasy-Welt, in der es auch (aus unserer Sicht veraltete) Computer und Roboter gibt.

Die Matronin (generischer Bösewicht im Spiel) hat mittels eines alten, verbotenen Buches sich aus ihrem Gefängnis befreien und ein magisches Schwert stehlen können. Der Zauberer, "Cyrus the Magnificient", versuchte sie aufzuhalten und zu bannen. Er ist dabei allerdings gescheitert.

Nun soll der Spieler sich aufmachen und das Unheil abwenden. Dazu muß er mehrere Orte (zu Beginn gewisse Tore oder "Gates") aufsuchen und sogenannte "Soul Shards" sammeln...
(Das typische "Fantasy-Gedöns eben.) :lol:

Später spielen noch eine Widerstandsgruppe und eine Bruderschaft eine Rolle, doch mehr möchte ich hier (noch) nicht verraten.


Wie spielt sich Sanctuary RPG?

Zunächst wählt man sich eine Charakterklasse aus. Hierfür stehen in der Black Edition (v.2.0.3; Update zur Version 2.0.8 und 2.1.0 habe ich bereits, aber noch nicht gespielt) ein Barbar, ein Paladin, ein Assassine, Zauberer, ein Druide und ein Waldläufer zur Verfügung. Die Classic Version bietet nur die ersten vier Optionen. Daraufhin kann man sich (optional) die Charakterklassen-Perks (aktive & passive Fähigkeiten) ansehen, das Geschlecht auswählen (männlich, weiblich oder "was anderes"), den Körpertyp (winzig, dünn, normal, muskulös oder dick) bestimmen und einen Verstärker/Modifikator auswählen. Zu Anfang hat man aber nur eine Option, die anderen werden im Laufe des Spieles freigeschaltet.

Die Black Edition bietet einem dann an, sein eigenes Aussehen zu verändern. In der Praxis sieht das so aus, daß die Spielfigurenbüste aus drei Teilen (Oben: Kopfbedeckung, Haare; Mitte: Augen, Nase, Mund; Unten: eventuell Bart, Schultern) besteht, die man aus einem Pool vorhandener aussucht oder zufällig auswürfeln lassen kann.

Daraufhin steht eine Auswahl von Herkunftsorten und je drei Völkern, jedes mit eigenen Ausrichtungen und Modifikationen/Effekten auf Statuswerte, aktive sowie passive Fähigkeiten der Spielfigur. Zusätzliche Herkunftsorte lassen sich mit dem Meistern eines jeden der 4 Spielakte freischalten.

Schließlich sucht man sich noch den Spielmodus (Schwierigkeitsgrad) aus, der Einfluß auf die Wahrscheinlichkeit der Gegenstandsfunde (Item Drop Rate) und dem Vorhandensein eines permanenten Todes nimmt.

Nach einer mehr oder weniger kurzen Introsequenz gelangt man endlich ins Spiel! Wer möchte oder wer es schon kennt, kann das Intro im Hauptmenü auch ausschalten - genauso wie das sehr nützliche Tutorial, welches einem die meisten Funktionen in einem Beispielkampf erklärt.
Die folgende Hintergrundgeschichte der erstellten Spielfigur wird jedes Mal neu, zufällig erstellt bzw. zusammengewürfelt und ist im Allgemeinen absoluter Blödsinn, nur eben lustig verpackt (ehem... beschrieben).

Im tatsächlichen Spiel angekommen, wird man von einer mysteriösen Unbekannten begrüßt und erhält sein erstes Ausrüstungsstück! :jippie: sowie die erste Aufgabe (Quest).

:shock: Das paßt doch gar nicht zu meiner gewählten Charakterklasse!!! :wall:
Ja, so geht das vielen Abenteurern, die nur so vor Energie und Tatendrang strotzen. Denn alles, aber wirklich alles in dem Spiel (abseits der losen Haupquest) wird per pseudo-Zufallsgenerator bestimmt, wie es sich in einem Rogue-Like auch so gehört. :evil:

Habe ich schon erwähnt, daß es kein wirkliches Inventar gibt? :pfeif: Es gibt lediglich jeweils einen Ausrüstungsslot für die Waffe, eventuellen Schild, Rüstung und einem Spezialgegenstand, "Charm" genannt, der Attribute passiv verändert. Aufheben und später ausrüsten gibt es nicht! :motz:
Naja, wenigstens werden die Sammelgegenstände (Questgegenstände, Edelsteine und diverse Rohmaterialien für das Crafting-System) gespeichert.

Da hilft nur entweder das sofortige Ausrüsten und gegebenenfalls umskillen oder in den sauren Apfel beißen und das gerade gefundene Objekt zu Schrot verarbeiten. Immerhin gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dabei mehr oder weniger wertvolle Rohmaterialien zu gewinnen.

In meinem Fall, heißt das erst einmal, Zähne zusammenbeißen und mit leeren Händen ins Feld zu ziehen. (Mehr als nur einmal!) :silly:

Dann stehe ich auf einem "leeren" Feld und begebe mich durch das Eingeben der zugehörigen Zahl (gefolgt von einem Druck auf die Enter-Taste) in das jeweils zur Verfügung stehende Gebiet. Eine kurze Animation von Fußstapfen/spuren zeigen mir den Ortswechsel an und ich sehe das erste Zufallsereignis - naja, nicht wirklich, denn der Tutorialkampf (mit sinnvollen Erklärungen) und das darauffolgende Gespräch sind statisch.

Das Kampfsystem:

Kommt es zu einem Kampf, wird zunächst eine ASCII-Darstellung im Vollbild des jeweiligen Gegners angezeigt - abhängig von der Tutorialeinstellung im Hauptmenü werden darunter kurze Hilfstexte zu deren Eigenschaften eingeblendet - und dann wechselt das Programm zum Kampfmodus. Hier sieht man in der oberen Bildschirmhälfte die Repräsentation der gegnerischen Lebenspunkte (HP - Hitpoints) und Attackewerte, sowie die der eigenen Spielfigur. Zusätzliche Symbole und farbige Textbegriffe führen diverse Statuszustände und den Gegnerabstand/-position an. Je eine Textzeile für den Gegner und für den Spieler verkündet und kommentiert fröhlich und unverfroren die jeweiligen Aktionen und Auswirkungen derselben.

In der unteren Bildschirmhälfte werden die momentan verfügbaren Aktionen der Spielfigur angezeigt. Mit den Zahlentasten 1 bis 4 wählt man entsprechende Standardaktionen aus. Die Zahlen 1 bis 3 stehen situationsabhängig für je eine Eröffnungs- ("Starter"), Verbindungs-/Kombinations- ("Linker"), Ausweichen-/Neupositionieren- ("Repositioning") oder Abschlußaktion ("Finisher"). Die 4 repräsentiert immer eine Heilaktion!

Weitere Aktionen, verteilt auf andere Zahlen- und Buchstabentasten, kommen im Laufe des Spiels durch das Hochleveln der Spielfigur, das Erreichen von Etappen, der Ausrüstung von Gegenständen und kontextabhängiger Situationen hinzu.

Das Kampfgeschehen ist rundenbasiert. Der Spieler tätigt seine Eingabe und das Spiel kommentiert die Aktionen und Auswirkungen der Spieler- und Gegnerseite.

Das interessante an dem Kampfsystem ist die Ähnlichkeit zu den action-lastigen Systemen alter japanischer Konsolenrollenspiele, bei denen jede Aktion beider Parteien hoch reaktiv ist. Will meinen, jede Aktion wirkt sich auf den momentanen Zustand und andere bzw. Folgeaktionen aus. So gibt einem das Spiel den Hinweis, daß der Gegner sich darauf vorbereitet, auf einen loszustürmen ("charge", "preparing for charge"). Man kann dies nun entweder mit einer schnelleren Aktion kontern und gegebenenfalls abbrechen, mit einem oder mehreren Ausweichversuchen beantworten (vielleicht gelangt man in eine überlegene Position und kann mehr Schaden anrichten oder den Genger überrumpeln), oder man reagiert mit einem Vergeltungsschlag mit hoher Chance für einen kritischen Treffer. Vielleicht setzt man auch lieber auf die Verteidigung und frischt seine Lebenspunkte mit der Heilung auf.
Jede Aktion hat unterschiedliche Voraussetzungen (Magiepunkteverbrauch, Situation oder vorherige Aktion bzw. Zustand) und die verschiedensten Auswirkungen (Geschwindigkeit der Aktion / Initiative, Status-, Zustands- oder Attributveränderungen, Lebens- und/oder Magiepunkteverlust oder -rückgewinn).
Diverse temporäre und während der Dauer eines Kampfes oder seltener einer Folge von Kämpfen bleibende Zustandsänderungen sowie passive und aktive Sonderfertigkeiten der Gegner sorgen für viel Abwechslung in den Kämpfen.

Nach jedem Kampf (eigentlich bei so ziemlich jedem Zufallsereignis) besteht die Chance auf einen Gegenstandsfund, bessere Ausrüstung oder Zufallsquestgegenstände für die Nebenaufgaben des Schmieds und der Bevölkerung. :jippie: Außerdem erhält man seine gewonnenen Erfahrungspunkte und darf bei einem Level-Aufstieg Attribut-, Passiveigenschafts- (Passivfähigkeits-) und Ausrüstungsmeisterschaftspunkte verteilen. Das derzeitige Maximum zum Aufleveln ist bei 300 Erfahrungsstufen gesetzt. (Das Spiel macht einen in einer Weise darauf aufmerksam, daß es anzunehmen ist, daß es in der Black Edition irgendwann noch höher geht.)

Ein Wort noch zu den Kämpfen: Sobald man sich dem ersten Bossgegner gestellt hat (vielleicht ab einem bestimmten Erfahrungslevel schon vorher) kann man jederzeit zufällig auch auf andere nichtgescriptete Bossgenger stoßen! :shock:

Wie geht es weiter?

Man "wandert" von Ort (Bildschirm) zu Ort (Bildschirm), löst in Rogue-Like Manier unterschiedliche Zufallsereignisse aus, findet Geheimverstecke (mit grünem "X" oder zweistelligen Zahlenkombinationen ala "77", "88" oder "99" gekennzeichnet), besteht unzählige Kämpfe und trifft den einen oder anderen merkwürdigen Bewohner der Spielwelt.

Hinzu kommen spezielle Orte, die von fast überall her zugänglich sind:
- Der Laden des Schmieds, dort gibt es auch generische Nebenaufgaben, Söldner zum Anheuern und ein paar Gesprächsoptionen.
- Die später verfügbare Taverne - sie kann vom Spieler auch erworben und selbst bestrieben werden!
- Einen Markt, einen Tempel, eine Bücherei und ein Kollosseum (in der Black Edition).

Des Weiteren gibt es auch aufgabenbezogene Orte und Siedlungen, wie etwa das Banditenlager ("Rogue Camp") in der zweiten, bzw. dritten Hauptquest, ein umfangreiches Crafting-System und Kampfbegleitungen in Form von Söldnern und Robotische - letztere lassen sich trainieren.


Wer sich nun fragt, wie es meinem zu Anfang erwähnten, erbärmlichen und unglücklichen Helden erging, der keine geeignete Waffe abbekommen hat:

Er wurde nach nur 25 Minuten auf Erfahrungslevel 2 in seinem zweiten Kampf von einem kleinen Insekt niedergestreckt und führte ein gerechtes, konfuses und deprimierend unbedeutendes, kurzes Leben. :cry:


Soweit erst einmal zu meiner ersten Spielvorstellung.

Nachdem ich den geeignetsten Weg herausgefunden habe, werde ich diesem oder folgenden Beiträgen noch Screenshots aus dem Spiel beifügen.
Und wenn Interesse besteht, kann ich mich gerne auch an einem Erfahrungsbericht zu einem oder mehreren meiner erwartungsvollen Abenteurer in diesem herrlich kurzweiligen Spiel versuchen.

Gruß
Canis Lupus


[Edit: Korrektur kleiner Tippfehler]
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#2
Um Screenshots wollte ich gerade noch bitten, sie runden die Spielvorstellung ab. :)

Danke für die ausführliche Darstellung. Für mich war besonders der Vergleich der Demo/Classic Version mit der Black Edition interessant. Nachdem ich das gelesen habe, bekomme ich direkt Lust, das Spiel nochmal weiterzuspielen. Auch wenn ich erstmal nur die Classic Version angespielt habe.


Mit dieser zufälligen Aneinanderreihung von Ereignissen, mit denen der Charakter konfrontiert wird - inclusive seiner Todesart - lassen sich sicher auch unterhaltsame, aufregende Geschichten aus dem Charakterleben erzählen. :evil:
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#3
Das Spiel hatte ich bislang gar nicht auf dem Plan und bin extrem gespannt. Die ASCII-Grafik ist Spitze. Damit kann sich wohl nur das Intro von Dwarf Fortress messen. Wird auf jeden Fall demnächst ausprobiert. :up:
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#4
Hallo meine Freunde!

Hier geht es "endlich" auch ein wenig bebildert weiter mit "Sanctuary RPG".
(Dank Crystal's Hinweis mit der maximalen Anzahl von 20 Dateianhängen pro Beitrag und, daß die Smilies dabei miteingerechnet werden, habe ich meinen Eröffnungsbeitrag oben einmal durchgezählt... Da ist nicht mehr viel Platz für Bilder. @Alpha Zen: Dankeschön auch für Deine überaus hilfreichen Tipps zu dem Einbetten von Bildern im anderen Thread!)

So zurück zu "Sanctuary RPG":


Auf ins Abenteuer!!!

[Bild: attachment.php?aid=4007]


Darf ich mich kurz vorstellen: Canis der Barbar. Meine Stärke & Vitalität sind überaus ordentlich. Und ich bevorzuge Äxte, Hämmer und sonstige scharfe wie stumpfe Hiebwaffen - solange es sich anderen damit so richtig eine über die Rübe hauen läßt! Ja, ja... ich habe schon bessere Tage gesehen.
(Die Hintergrundgeschichte des Charakters ist, wie im Eingangsbeitrag bereits erwähnt, jedes Mal zufällig.)

           


(Auszug aus der Intro-Sequenz:)

       

       


Wer ist denn die Hübsche, die da auf mich zukommt?!

[Bild: attachment.php?aid=4015]

Und sie hat auch gleich eine erste Aufgabe für mich. Das kommt mir sehr gelegen!
(*Aber was hat das mit den Ratten auf sich? Ich habe hier noch nirgends welche gesehen.*)

Offenbar möchte die holde Maid mich auch nicht schutzlos los schicken. Und so bietet sie mir auch gleich eine Waffe an, Das wird ja immer besser hier!
... Hey, nun warte doch einmal! Was ist das denn für ein Zahnstocher?? ... Was soll ich denn damit bitteschön machen? Hast Du nicht etwas Besseres für mich - damit kann ich mich doch nirgends blicken lassen! Wie, nicht?
(*Grgrrr... grummel, grummel...*)
Ok, dann halt weg mit dem Spielzeug! Richtige Kerle wissen sich auch ohne so ein Zeug zu behaupten!

       


[Bild: attachment.php?aid=4018]

Das sieht ja richtig einladend hier aus. (*blickt sich überrascht um*)

Na dann Mal schauen, wo mich der Weg dort hinführt...

   

(*unvorsichtiges Vorpirschen*)

Wie ungewöhnlich. So'n komischer blauer Schleim bedeckt hier den Boden...
Igitt, widerlich. Der Schleim bewegt sich ja!

[Bild: attachment.php?aid=4020]


Das habe ich davon. Und nun muß ich mit so etwas herumschlagen. (P.S.: Der klapprige Zahnstocher von der Dame hätte mir hier auch nicht wirklich weitergeholfen.)

Also auf ins Gefecht!

       


Mmmmh... irgendwie leichter, als ich es mir gedacht hatte. Vor Allem das Neupositionieren mitten im Kampf erlaubte es mir hin und wieder das blaue Etwas auf seinem falschen "Fuß" zu erwischen und ihm gehörig eine zu verpassen. Hehehee... Ich habe es halt immer noch drauf und komme auch ohne diese lächerliche milde Gabe der Frau aus! (*Stolz das gefundene Gold einkassierend*)

   


Dann Mal auf zu weiteren Heldentaten!

(*anmaßend, selbstsicher, lautstark und gänzlich unvorsichtig durch's Gestrüpp hindurchbrechend*)

Aaaahhh...

   

Na die mach' ich doch Platt!

   

(*schwitzend, blutend, auf den Beinen haltend*)
Oh, die kann aber ganz schön austeilen... ich glaub' ich hab' mich da ein bißchen überschätzt...
...mir wird schwindelig...

[Bild: attachment.php?aid=4026]


So, jetzt kennt Ihr, meine Lieben Leser, die ganze Geschichte vom bemitleidenswerten Barbaren, Canis.

Er wurde nach nur 25 Minuten auf Erfahrungslevel 2 in seinem zweiten Kampf von einem kleinen Insekt niedergestreckt und führte ein gerechtes, konfuses und deprimierend unbedeutendes, kurzes Leben.



Ich hoffe es hat Euch unterhalten. Ich freue mich schon darauf, weitere Abenteuer aus Sanctuary RPG (und/oder anderen Welten) zu erzählen!

Gruß
Canis Lupus

[Edit: http-Links zu den Bildern korrigiert.]
[P.S.: Muß ich den Beitrag eigentlich immer erst einmal fertigstellen und erneut Bearbeiten, um die angehängten Bilder dann auch im img-tag aktualisieren und anzeigen zu können?]


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                   
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#5
Ich habe noch nicht richtig kapiert, wie das Spiel läuft. Bewegt man sich von Location zu Location, oder gibt es eine Art Überlandkart?
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#6
Danke für die Shots, Canis Lupus! :)

@Rabenaas
Da ich bisher nur den Anfang des Spiels kenne, kann ich deine Frage vielleicht nicht ganz korrekt beantworten... aber zumindest soweit ich gespielt habe, gab es keine Übersichtskarte. Man drückt sich mit einer Taste von Location zu Location, weiß nicht was als nächstes kommt. Die Town Map, in der man einen Schmied aufsuchen oder speichern kann, ist durch eine Liste visualisiert.

Ganz so grafisch wie Dwarf Fortress ist das also nicht. :D
Dafür gibt es liebevoll gestaltete "Bilder" für die Items.
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#7
Hallo Rabenaas!

(05.03.2015, 20:57)Rabenaas schrieb: Ich habe noch nicht richtig kapiert, wie das Spiel läuft. Bewegt man sich von Location zu Location, oder gibt es eine Art Überlandkart?

Wie Aeyol schon kommentierte, gibt es weder eine "Übersichts-" oder "Weltkarte" auf der man herumläuft, noch eine tatsächliche Bewegung der Spielfigur.
In meinem Beitrag habe ich "Sanctuary RPG" daher auch mit "FTL - Faster Than Light" und Textadventure-Spiele verglichen. Kennst Du FTL oder hast Du schon einmal ein Textadventure gespielt?
In beiden springt man quasi von einem Ereignisbildschirm zum nächsten.

Im Spielablauf von "Sanctuary RPG" sieht man eigentlich immer nur einen Hintergrundbildschirm, der eine Landschaft oder eine Person, einen Gegner bzw. einen Gegenstand oder ein Objekt des momentanen Zufallsereignisses darstellt.
Texteinblendungen weisen auf die verfügbaren Möglichkeiten hin, die man im jeweiligen Fall hat und bei erfolgter Auswahl wechselt der Bildschirm zur nächsten Ansicht.

Bei Gegnern wechselt dieser dann in den im obigen Beitrag von mir illustrierten "Kampfbildschirm" (siehe die beiden Bilder unter "Auf ins Gefecht").

Jeder Bildschirm mit einer Landschaft, Person oder gefundenen Gegenstand listet in der unteren Spielbildschirmhälfte die jeweiligen Handlungsoptionen auf, die man mit der zugehörigen Ziffer (teilweise auch zweistelliger Ziffernkombination) oder dem zugehörigen Buchstaben per Tastatureingabe gefolgt von der Enter/Return-Taste auswählt.


Hier Beispiele typischer Zufallslandschaften und grundlegender Auswahloptionen:
       

Wählt man eine Option aus (z.B. "1", "2" oder "Q") kommt eine kurze Animation von Fußspuren (von links nach rechts beim "Betreten" von neuen Orten und von rechts nach links beim "Zurückkehren" von Geheimräumen zu bekannten Orten):
   

Danach wird zufällig ein neuer Landschaftshintergrund dargestellt oder ein Zufallsereignis ausgelöst - Gegner-, Personenkontakt (NPC), Objektfund, Pamphlet-Nachricht oder Spezialereignis (mit eigenen Auswahlmöglichkeiten dafür - meist Fallen oder dergleichen in geheimen, versteckten Gebieten).


Einige Landschaftshintergründe beinhalten Geheimverstecke (Secrets, Secret Areas) die durch einen grünen Buchstaben oder grünes Symbol dargestellt werden:
   

Diese beinhalten entweder direkte Gegenstandsfunde, zusätzliche Gebiete zum Erforschen (Explore) oder Spezialereignisse, bei denen man unter Umständen wertvolle Gegenstände gewinnen kann, wie z.B. dieses Ereignis:
   


Später im Spielverlauf hat man Zugang zu besonderen Orten, zu denen man quasi jederzeit (außerhalb eines Kampfes oder eines Spezialereignisses) "gehen"/wechseln oder zurückkehren kann. In dieser Szene stehen einem z.B. die folgenden Optionen zur Verfügung:

[Bild: attachment.php?aid=4034]

"1" => zu den Westhaven Fields "gehen", das sind zufallsgenerierte Orte/Landschaften.
"2" => das Rogue Camp aufsuchen (in diesem Fall die derzeitige Hauptquest voranbringen).
(Die Nummern <01-05> bzw. <06-10> deuten an, daß es in beiden Fällen fünf Bildschirme dazu zusammengehören. Das will heißen, Du kannst fünfmal dasselbe Ziel bzw. diesselbe Auswahl treffen, bevor ein neues Ziel in dieser Liste auftaucht. Mitunter wiederholen sich die Bezeichnungen der zufallsgenerierten Orte/Landschaften - hier Westhaven Fields - nach fünfmaliger Auswahl, aber die Landschaftsbilder und die jeweiligen Zufallsereignisse sind neu.)
"Q" => den Schmied (Blacksmith) besuchen.
"W" => den Marktplatz (Market) besuchen.
"E" => den Tempel (Temple) besuchen.
"Z" => die Bibliothek (Library) besuchen.
"D" => die Taverne/das Gasthaus (Tavern) besuchen.
"F" => das Kollosseum (Colosseum) besuchen.

"G" (Campground), "C" (Charakterbildschirm) und "R" (Heilmenü) sind keine wirklichen "Orte" im Spiel, sondern mit Spielmechaniken verknüpfte Statusbildschirme.


Besuchst Du den Schmied, dann siehst Du folgenden Bildschirm mit den Handlungsoptionen beim Schmied und könntest beispielsweise mit ihm reden:
       


Hoffentlich konnte ich Dir hiermit das Spielprinzip ein bißchen näher erläutern. Ansonsten empfehle ich es Dir, die "Demo" (Classic Version) kostenfrei herunterzuladen und auszuprobieren oder einfach in ein Gameplay oder Let's Play Video zum Spiel hereinzuschauen!

Gruß
Canis Lupus

[Edit: Bildgröße skaliert]


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#8
(10.03.2015, 22:40)Canis Lupus schrieb: In meinem Beitrag habe ich "Sanctuary RPG" daher auch mit "FTL - Faster Than Light" und Textadventure-Spiele verglichen. Kennst Du FTL oder hast Du schon einmal ein Textadventure gespielt?

FTL? Nö, aber Adventure, Zork, die Magnetic Scrolls Collection und die von Software 2000.

Das sieht ja super aus. Leider ist die Demo für Windows. Ein Testspiel wird wohl warten müssen, bis ich wieder mal Wine installiert habe.
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#9
nimm gleich playonlinux, ist echt um einiges komfortabler (gerade mit versch. wine versionen)
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#10
Ich finde diesen Ausflug in die frühe Geschichte der Spiele wirklich schön Canis Lupus :up: Das zeigt mir, wie "modern" Kings Quest I war ("give carrot to goat" oder war es "give goat the carrot" :think:) :)
Tut es eigentlich einer Zahl weh, wenn sie gerundet wird?
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#11
Hehe. Das Sanctuary RPG ist aber ein ganz frisch erschienenes RPG, also von 2014. Nur eben retro. :bigsmile:
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#12
Hallo Freunde!

(12.03.2015, 11:54)Mazana schrieb: Ich finde diesen Ausflug in die frühe Geschichte der Spiele wirklich schön Canis Lupus :up:
(12.03.2015, 12:51)aeyol schrieb: Hehe. Das Sanctuary RPG ist aber ein ganz frisch erschienenes RPG, also von 2014. Nur eben retro. :bigsmile:

:yes: Aeyol hat recht, das Spiel "Sanctuary RPG" (in der Classic Version) ist von 2014 und die erweiterte "Black Edition" ist sogar erst Anfang diesen Jahres erschienen! Dennoch erinnert es aufgrund seiner Aufmachung und Präsentation sehr stark an wirklich alte Computerspiele.

(12.03.2015, 11:54)Mazana schrieb: Das zeigt mir, wie "modern" Kings Quest I war ("give carrot to goat" oder war es "give goat the carrot" :think:) :)

Ja, Das gehörte immer mit dazu zu solch alten Adventure- oder Textadventurespielen, die richtigen Befehle bzw. Texteingaben herauszufinden!!! :lol:


Wie sieht es denn aus, möchtet Ihr noch mehr aus dem Spiel sehen oder mehr von meinen vielen Abenteurererlebnissen in der Welt von Sanctuaty RPG erfahren?

(Neulich ist mir ein recht weit hochgelevelter "Held" an einem überaus nachtragenden (vengeful) Gegner verloren gegangen... später stellte es sich heraus, daß da noch ein Fehler (bug) in der Version 2.0.3 diesbezüglich enthalten war. Mittlerweile ist der Fehler ausgebügelt und hat sich mir nicht mehr wiederholt! Allerdings habe ich auch die neuesten zwei Updates zur Version 2.1.3 & 2.1.4 noch nicht installiert.)

Gruß
Canis Lupus
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