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Baldur's Gate 1 - Druckversion

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RE: Baldur's Gate 1 - Fury - 06.12.2008

Ja da gab es ähnlich wie bei NWN2 nen Vorbestellungscode mit dem ein Händler im Abenteurermarkt freigeschaltet wurde. Dann gabs noch die Special Edition wodurch der andere Händler zu Verfügung steht (ich meine im Kupferkessel?) Der eine hat dann IWD Items der andere PS:T

Man kann die beiden auch per Minifix bekommen, zB hier

http://www.gamebanshee.com/baldursgateii/downloads.php

Unter dem Titel:
Bonus Merchants (From Bonus and Collector's CDs)

PS: Das sollte dann in einen eventuellen BG2 Thread aber vorerst: Viel Spass :P


RE: Baldur's Gate 1 - Alpha Zen - 07.01.2009

Um im allgemeinen Thread weiterzumachen, mit Bezug auf das Wiederbelebungsthema von Crystal:
(07.01.2009, 15:10)Crystal schrieb: Es ist ungewohnt, so wenig LE zu haben. Das ist das Problem bei der Sache. Ist halt AD&D, kein DSA... :D Muss mich auch erst reinfinden, BG spiel ich das erste Mal. :shy:

(07.01.2009, 15:18)Fury schrieb: Naja da helfen einige Tricks:

1) Erst einmal stelle sicher das dein Hauptcharakter möglichst gute Werte hat. Ein Paladin oder Waldläufer ist da am besten, da er einfach recht viele Mindestwerte hat. ZB beim Paladin wird der Wert für Charisma einfach auf mindestens 17 gesetzt! So ist die Chance auf insgesamt hohe Werte besser... Beim Waldläufer sind es einige Werte mit mindestens 15(?)...

Naja also Stärke ist ja klar 18/91 Minimum (+3 anstatt +2 auf ETW0)
Geschick 18 für AC -4
Konstitution 18 bei Kampfklassen für +4 HP/Stufe
(bei nicht Kampfklassen ist das beste was geht +2 bei 16)

Für den Gruppenführer ist Ch 18 nett aber der Reaktionsmodifikator der Leute lässt sich auch schnell durch guten Ruf Haushoch steigern... und bis zu Ruf 18 kann man sich ja im Tempel "kaufen"

2) Stell den Schwierigkeitsgrad so ein, dass du immer maximale HP/Stufe bekommst. Sonst kann es echt unangenehm werden. Damit hätte zB der Waldläufer nach meinen Tipps auf Stufe 2 schon 28 HP!

Powergamer! :p :silly:

Ich spiels auch zum ersten mal auf Normal und ohne Chara-Optimierungen am Anfang. Ebenfalls ein Waldläufer, allerdings weiblich und ne Elfe.
Ich genieße das gerade (ok, die letzten Wochen leider nicht), ein knackiges Spiel, bei dem man auch mal laden muss, es dank taktischen Möglichkeiten aber (zumindest bis jetzt) nicht allzu unfair wird. :lol:


RE: Baldur's Gate 1 - Boneman - 08.01.2009

(07.01.2009, 15:18)Fury schrieb: Naja also Stärke ist ja klar 18/91 Minimum (+3 anstatt +2 auf ETW0)
Was bedeutet denn die Zahl hinter dem Schrägstrich? Die erscheint auch nur beim Stärke-Maximalwert, oder?


RE: Baldur's Gate 1 - Fury - 08.01.2009

Ja das ist noch mal ne "Feingliederung"...

Hierbei ist zu beachten, das IWD und BG da teilweise unterschiedlich arbeiten. Wenn man in IWD 18/91 hat und einen Ring der Stärke +1 bringt hat man danach 18/00 oder als nicht Kampfklasse 18 wird daraus 18/01.
Bei BG wird aus allen 18er werten von 18 bis 18/00 bei Stärke +1 sofort 19.

Das kann man nutzen, wenn man bei der Charaktergenerierung nicht so tolle Werte bekommen hat. Es gibt nämlich im Spiel einen Leitfaden, der beim Lesen permanent Stärke +1 bringt, so dass der Hauptcharakter dann mit netten Stärke 19 in BG2 einsteigt!


RE: Baldur's Gate 1 - Obi-Wahn - 08.01.2009

Mist! Baldurs Gate geht mit GemRb bisher nur ohne Sound und mit Wine will er die CD 6 haben, also das Problem der CBS-Version. Das Blöde ist: Ich hab ne andere Box. ;) Naja heute Abend gucke ich mir das nochmal in Ruhe an.


RE: Baldur's Gate 1 - Rabenaas - 08.01.2009

(08.01.2009, 16:27)Obi-Wahn schrieb: Mist! Baldurs Gate geht mit GemRb bisher nur ohne Sound
Ist das ein spezieller Bug im Zusammenhang mit BG1, oder der übliche GemRb--kein-Ton-Bug?
Bei BG2 hat mir diese Antwort von HenneNWH weitergeholfen.

EDIT: Habe gerade bemerkt, dass wir über Kreuz gepostet haben. :D


RE: Baldur's Gate 1 - Valinor - 28.01.2009

hey,

ich hab folgende frage zu bg1:

hatte mal wieder lust das game zu spielen und mir diesmal einen sehr starken char editiert...
(kk 22, ge 20, andere werte alle 18 und 19...)
habe jetzt ingame leider das gefühl, dass die würfelvorgänge nicht einwandfrei ablaufen (kampfgeschehen). kann es sein, dass ich die werte zu hoch angesetzt habe? hätte ich nicht über 18 gehen sollen? (spiele mensch kämpfer)

thx für evtle antworten und hilfe (und hoffentlich entwarnungen :))


RE: Baldur's Gate 1 - Fury - 28.01.2009

Hohe Werte an sich sollten kein Problem sein...

Was allerdings sein könnte, ist dass beim Editieren was schief gelaufen ist. Du zB angezeigt bekommst, dass du Stärke 22 hast aber eigentlich hast du nur 10 oder so :P
Was hast du denn verwendet? Am sinnvollstens ist entweder der Gatekeeper oder einer der universellen Infinite Engine Editoren.


RE: Baldur's Gate 1 - Valinor - 28.01.2009

erstmal danke für die superschnelle antwort :shy:

habe gatekeeper verwendet...

vielleicht läuft ja auch alles richtig, hatte nur den unerwarteten eindruck, dass mein char erstens sehr häufig eine 1 würfelt und außerdemerstaunlich häufig getroffen wird...

kann natürlich pures würfelpech sein (in der beziehung bin ich sowieso spezialist!!! :D)

also, falls keine probleme mit gatekeeper in der richtung bekannt sind (werte nur scheinbar hoch, wie du geschrieben hast - fehler bei änderung der rettungswürfe - oder insgesamt zu hohe werte nicht möglich/fehlerhaft), ist wohl mit dem char alles ok. :)

thx nochmal

<The spoon doesnt exist>


RE: Baldur's Gate 1 - Fury - 28.01.2009

Schau doch einfach nach, was du für Boni für deinen Eigenschaften bekommst. Das steht auf der Charakterseite wenn man in dem Fenster runterscrollt.

Stärke 22 sollte geben: Trefferchance +4, Schaden +10
Geschicklichkeit 20: AC -4
Konstitution 18/19: +4/+5 TP/Stufe

Wenn das richtig angezeigt wird sollte eigentlich alles stimmen...

Außerdem: Was hast du denn für einen ETW0 und welche AC? Die hängen ja auch von Ausrüstung, Stufe und Waffenskills ab!


RE: Baldur's Gate 1 - Valinor - 29.01.2009

Eigenschaftsboni stimmen. ETW0 auch. kommt mir nur nach wie vor komisch vor, dass ich bei ETW0 8 so selten treffe...

Aber wenn du sagst, dass bei richtig angezeigten char werten und boni alles stimmen sollte, is das schon ok.
Werde weiter drauf achten ;)

thx again


RE: Baldur's Gate 1 - Fury - 29.01.2009

ETW0 8? Nun ja das bedeutet, dass du einen Gegner mit Feldharnisch und sonst keinem einzigen Punkt AC Bonus immer noch zu 35% verfehlst. Oder einem mit Schienenpanzer, Schild und Geschick 16 zB

EDIT: Nein warte ich korrigiere mich... der Feldharnisch hat ja gegen Schwerter z.B noch mal 3 Punkte Bonus. Also 50% Fehlschläge

Erst bei ETW0 um die 0 herum solltest du das meiste Zeugs so richtig gut treffen.

Das gilt natürlich auch für deinen Helden...

Feldharnisch +1, Geschick 18, ein Turmschild +2 und nen netter Helm und du kommst in Bereiche von AC von etwa -8, bzw gegen alles außer stumpfe Waffen noch 3-4 besser.


RE: Baldur's Gate 1 - Zurgrimm - 09.03.2016

Nachdem ich nun seit ewig langer Zeit wieder einige Stunden im Spiel verbracht habe, möchte ich mal einige grundsätzliche Punkte dazu anmerken. Für die benutze ich mal diesen allgemeinen Thread.

Ich bin beim Spielen derzeit wirklich höchst überrascht, sowohl vom Spiel als auch von mir. Ich habe Baldur's Gate 1 in den 3 Jahren nach seinem Erscheinen - was jetzt ca. 15 Jahre her ist - wohl ein halbes Dutzend mal durchgespielt. Und dennoch entdecke ich das Spiel gerade zu einem guten Teil neu. Es gibt unglaublich vieles, das ich schlicht nicht mehr erinnere.

Klar, ich weiß die grobe Haupthandlung und ich erinnere mich an einige Orte und Questen. Aber das macht vielleicht gerade mal 25 % des Spielinhaltes aus. Ich lese z.B. von den Ruinen der Feuerwein-Brücke und habe dazu kein Bild mehr im Kopf. Auch hatte ich diese ständigen Attentate von Kopfgeldjägern überhaupt nicht mehr auf dem Schirm; mittlerweile erwarte ich in jedem Ort schon einen (wobei ich mich frage, wann einzelne Kopfgeldjäger mal damit aufhören, eine bewaffnete 6-köpfige Gruppe anzugreifen; die Suizidalität scheint recht weit verbreitet in den Reichen ... :shy: ). Dabei dachte ich immer, nach so vielen Durchläufen würde ich das Spiel wirklich gut kennen. - Naja, es hat seine Vorteile, denn das Neuentdecken macht wirklich Spaß und ist nicht langweilig. Aber andererseits kann man sich über schwache Erinnerungsleistungen auch nicht wirklich freuen.

Davon ab bin ich wirklich immer noch und gerade wieder begeistert von dem Spiel. Es kann beinahe mit der NLT mithalten in puncto Spielspaß und gehört absolut zu Recht zu meinen Lieblingsspielen. Zunächst einmal: Haltet mich für etwas verrückt [etwas verrückt ist für einen Zwergen ja noch nicht einmal eine Beleidigung ;)] , aber ich finde die Grafik schön. Das mag natürlich sehr viel damit zusammenhängen, daß ich allgemein eher Retro-Gamer bin und auf hochwertige Grafik keinen Wert lege. Es mag auch damit zu tun haben, daß ich gerade zuvor eine Partie "Spirit of Adventure" mit ungleich minimalistischerer Grafik abgeschlossen habe. Aber Fakt ist, daß ich keinerlei Bedürfnis nach einer grafischen Steigerung gegenüber der Originalversion von BG 1 habe.

Die Landschaften sind abwechslungs- und detailreich gezeichnet. Es gibt verschiedene Wetterlagen, die sich auch auf die Helligkeit auswirken. Wenn Sonnenschein ist, fliegen sogar Vögel - die man perspektivisch von oben sieht - über die Karte. Es gibt Bären, die friedlich den Wald durchstreifen (es sei denn, man wagt sich zu nahe heran). Die Häuser haben eine im wesentlichen glaubhafte großteils geradezu heimelige Innenausstattung (na gut, auf Toiletten wurde verzichtet). Ich habe einfach das Gefühl, daß die Gestaltung wirklich liebevoll gemacht wurde. Da kann m.E. keine 3D-Polygongrafik mithalten. Dafür verzichte ich gerne auf Zoom-Funktionen und das Drehen und Wenden der Karte.

Hinzu kommt, daß jeder wichtige Ort im Spiel durch ein (teilweise allerdings arg) kurzes gerendertes Filmchen eingeführt wird, wobei diese Cutszenes wie kleine Trophäen im Hauptmenü des Spieles gesammelt und immer wieder angesehen werden können.

Natürlich könnte manches auch noch besser sein. Es gibt für die vielen (normalen) NSC ein paar sehr wenig Modelle; die sehen sehr gleich aus. Auch der Zuschnitt der Häuser könnte etwas abwechslungsreicher sein. Da gibt es nur 3 oder 4 verschiedene im gutbürgerlichen Bereich. Aber das ist, meine ich, schon Jammern auf hohem Niveau.

Das Spiel ist nicht voll vertont, aber jeder SC und NSC haben wenigstens einen Satz, wenn man sie anspricht. Und die Sätze passen im wesentlichen auch. Die Helden der Gruppe interagieren hin und wieder miteinander (ja, ist manchmal nervig, aber auch dort ist ein Ideen- und Deteilreichtum da, der mich begeistert, denn es gibt ja nicht wenige potentielle Begleiter).

Das Reisen macht nicht ganz so viel Spaß wie in der NLT, darauf ist BG nicht ausgelegt. Aber man muß schon sagen, daß die Spielwelt riesig ist und viele Stunden Spielspaß bieten kann, wenn man sie ernstlich und intensiv erkundet. Die Haupthandlung mag linear sein, aber es gibt eine Unzahl von Nebenquesten, interessanten Orten und Personen. Langeweile kommt da kaum auf (auch wenn die Helden manchmal etwas schneller unterwegs sein könnten, wenn man nur von A nach B will). Diese Vielzahl von Nebenorten und -begegnungen geben ein Gefühl von Handlungsfreiheit, das fast so groß ist, wie in der NLT. - Natürlich könnte man sagen, die Orte machten jeweils den Eindruck, als habe alles nur auf die Ankunft des Helden gewartet, um ihre Probleme zu lösen. Aber da es auch eine Vielzahl von Häusern, Personen, Räumen und "Grafikelementen" gibt, die keine spezielle Funktion haben, erscheint die Gesamtwelt groß genug als daß die Anzahl der Questen nicht unnatürlich wirkt.

Die Haupthandlung selbst ist - auch wenn man sie schon kennt - packend und episch, ohne dabei (zu) unglaubwürdig zu werden. Der Nachteil dieser sehr intensiven Haupthandlung ist natürlich, daß der Blick und die RP-mäßige Ausgestaltung des eigenen Helden sehr eingeschränkt sind. Seine Geschichte ist vorgegeben, die hat man nicht selbst in der Hand. Man nimmt nur Teil an einer fremden Erzählung. Mich stört das hier nicht, aber wer sich gerne eigene Hintergründe zu seinen Helden ausdenkt, ist da natürlich stark eingeschränkt.

So sehr ich BG auch loben kann, es hat auch Schwachstellen, die mich immer wieder nerven. Zunächst wäre da das Gegnerspawning. Ich finde es ätzend, daß bei jedem Abspeichern in einem Areal alle Gegnerstandorte sogleich neu besetzt werden (nicht immer sind überall Gegner, aber es besteht an jedem Standort wieder die Chance). Das kann sogar dazu führen, daß an dem Ort, an dem man gerade steht, eigentlich Gegner gespawnt sind, die aber erst entstehen, wenn man ein Stückchen weg ist. Manchmal ist das noch bevor man außerhalb ihres Wahrnehmngsradius ist, so daß sie einen dann gleich verfolgen.

Auch die Folgen von Taschendiebstahl/Plündern von Truhen sind zu gravierend, so daß man ins Speichern und Laden gedrängt wird. Sobald man beim Taschendiebstahl erwischt wird, wird das Ziel feindlich. Je nachdem, wer und wo das ist, kann das bedeuten, daß der Ruf entgültig ruiniert ist oder man von der Flammenden Faust getötet wird. Das mag realistisch sein, aber es sollte dort schon Möglichkeiten geben, auch ein Weiterspielen zu ermöglichen, wenn man solche Optionen schon einbaut. In der NLT z.B. muß man Schweigegeld zahlen und wird aus dem Laden geworfen. Auch hier könnte es solche Optionen gut geben.

Das sofortige Game-over, wenn der Hauptcharakter stirbt, mag mit der Haupthandlung in Zusammenhang stehen. M.E. sollte es aber besser eine Karenzzeit von - z.B. - einer Ingame-Woche geben, in der andere Gruppenmitglieder auch den Hauptcharakter wiedererwecken lassen können. So lange kann die Essenz Bhaals doch auch beim Körper bleiben oder zurückkehren können. Es kann gerade am Anfang sehr leicht mal zu einem Ableben eines Helden mit naturgemäß niedrigen HP kommen. Das sollte nicht ganz so hart bestraft werden.

Die Technik der XP-Vergabe finde ich auch skurril. Die Kampf-XP werden offenbar - wenn ich das richtig mitbekomme - nicht auf die Heldengruppe aufgeteilt, sondern es bekommt immer der Held die ganzen XP für einen getöteten Gegner, der den letzten erfolgreichen Schlag gesetzt hat. So weist die Statistik aus, wieviele Gegner der jeweilige Charakter getötet hat und wieviele Kampf-XP er bekommen hat. Also auch wenn die Hauptarbeit der Nahkämpfer gemacht hat, aber der Pfeil des Bogenschützen den letzten nötigen SP gemacht hat, bekommt er alle XP für den Gegner. Gerade für kampfschwächere Helden (z.B. Heiler) ist dieses System äußerst suboptimal. Die Leveln dann quasi nur durch Quest-XP. - Die Angabe, welches der stärkste besiegte Gegner jedes Helden ist, finde ich aber eine wirklich gute Idee. Das ist irgendwie motivierend, sich da zu steigern und für jeden Held den größten persönlichen Triumph dokumentiert zu haben.

Nun noch ein paar Worte zu der ein oder anderen Aussage, die hier im Thread schon getätigt wurde:

(05.12.2008, 10:22)Alpha Zen schrieb: Die sperrige Bedienung darf getrost aufs Alter geschoben werden.
Sonderbar, ich finde die Bedienung überhaupt nicht sperrig, sondern sehr durchdacht und komfortabel. Das meiste ist selbsterklärend oder wird im Tutorial (grüngewandete Leherer im Prolog in Kerzenburg) erklärt. Ich habe mich da sofort wieder drin eingefunden. Es gibt nur wenige Dinge, die ich hin und wieder vermisse - so z.B. einen "Stop"-Befehl, wenn nur ein Held markiert ist, eine "Verfolgen"-Kamera für einen Helden oder eine übersichtlichere Gliederung des Tagebuchs nach erledigten und unerledigten Questen und sonstigem.

(05.12.2008, 20:53)Kensei schrieb: Habs immer mit nem Paladin durchgezockt.
Ich habe das Spiel wohl mit den meisten (Voll-)Klassen mal durchgespielt, aber mit einem Paladin noch nie. Der Paladin ist in der Generierung am einfachsten, weil er einen extrem guten CH-Wert (min. 17) geschenkt bekommt. Dadurch sind insgesamt besonders gute Werte erzielbar. Aber er ist ansonsten m.E. gerade gegenüber dem Kämpfer sehr eingeschränkt. Das fängt an bei seiner Gesinnung, die auf Rechtschaffen Gut festgelegt ist, was mich aber noch nicht stören würde. Aber ein Kämpfer kann in einer Waffenklasse - ich weiß es nicht mehr - 4 oder 5 Spezialisierungen (Sterne) erwerben. Ein Paladin ist immer auf zwei Sterne beschränkt, wie auch ein Waldläufer. Mit einem Waldläufer habe ich mal gespielt und das hat ihn m.E. immer daran gehindert, wirklich einem Kämpfer das Wasser reichen zu können. Und bei einem Paladin ist das ja letztlich nicht anders.

(05.12.2008, 21:19)Fury schrieb: allerdings gibts auf der ersten Stufe sowieso (und in späteren Spielen auch den ersten 3) eh das maximale Würfelergebniss. Du kannst aber auch einstellen, das es maximale HP/Stufe gibt was bei BG sogar default ist meine ich.
Eine solche Einstellung habe ich nicht gefunden. Es mag sein, daß das per Cheat-Konsole möglich ist oder durch einen Mod. Aber im normalen Spiel geht das soweit ich sehe nicht.

Auch ein temporäres Herunterstellen des Schwierigkeitsgrades hilft nicht. Selbst auf leichtester Stufe ändern sich die Mechaniken des Stufenanstiegs nicht. Um mit Jaheira jüngst die maximalen 12 TP obendrauf zu bekommen, mußte ich mindestens 50x (es waren eher 80 bis 100, glaube ich) neuladen. Beinahe hätte ich es aufgegeben, als es dann doch noch geklappt hat! - In der NLT habe ich diese Optimierung nie gemacht, aber wo man bei AD&D anfangs ja so wenige HP hat ...

(06.12.2008, 10:03)Zurgrimm schrieb:
Kensei schrieb:Konnte man doch glaube ich umgehen, indem man dieses Moralbutton rechts unten ausgeschaltet hat.
Ich habe keine Ahnung von solch einem Button. Ist ja auch schon ein paar Tage her, daß ich BG gespielt habe.
Die Schaltfläche habe ich jetzt gefunden. Die verhindert aber wohl nur, daß die Helden sich entsprechend ihrer Gesinnung äußern oder mal auf eigene Faust handeln. Im Charakterbogen bleibt die Gesinnung trotzdem stehen.

Es gibt allerdings im Charakterbogen unter "Anpassen" auch noch Verhaltens-Skripte, mit denen man das Kampfverhalten jedes Charakterrs steuern kann. Per default ist das immer leer. Aber man kann einstellen, wie der Held in Gegenwart eines Feindes reagieren soll (angreifen, sich nur verteidigen, zaubern etc.). Insofern bin ich nicht sicher, ob die Gesinnungseinstellung über die Schaltfläche "Gruppengesinnung" sich überhaupt auf Kämpfe auswirkt. Vielleicht hat das auch nur für die gruppeninterne Kommunikation eine Bedeutung. :frage:


EDIT: Ein kleiner Nachtrag zur Komfortabilität der Spielbedienung: Man kann sich diese auch noch manuell erhöhen. Durch Anstarten der Datei Config.exe, die im Spielverzeichnis liegt, kann man sich für so ziemlich akkes im Spiel eigene Shortcuts einstellen. Komischerweise funktioniert bei mir allerdings der manuell eingestellte Shortcut für Schnellladen ("e") nur, wenn ich zusätzlich Strg drücke. Aber ansonsten funktioniert das gut (z.B. habe ich "s" für "Stehlen/Schlösser öffnen" definiert.


RE: Baldur's Gate 1 - HelmhamsterHD - 12.03.2016

Ich habe BG auch gerade durch und da mein erster (und zuvor einziger Durchlauf) in den 90er Jahren stattfand, hatte ich entsprechend viel vergessen. Das Spiel hat sich gut gehalten. Gerade die Abmischung aus Erkundung, Kampf und Gespräch ist gut getroffen und die Freiheit, sich sein Abenteuertun selbst zu organisieren, einfach mal frei Schnauze in die Botanik aufzubrechen, um abseits der Haupthandlung auf allerlei Inhalte zu stoßen, ist für mich immer noch die größte Stärke des Spiels. Ich hatte auch meinen Spaß daran, mir noch einmal vor Augen zu führen, wie vielfältig BG Ideen und Einfälle des Genres in sich zusammenführte. Es mag vielleicht keinen seiner Bestandteile gänzlich neu erdacht haben, aber als wohlbedachte Zusammenstellung kann man es durchaus als damalige Premiumausgabe des Genres ansehen.

Im direkten Vergleich gefällt mir die Enhanced Edition etwas besser als die Originalversion. Zum einen kommt die schöne Grafik dank der neuen Auflösung besser zur Geltung. Sie wirkt nun weniger krümelig und da man nicht mehr derart dicht mit der Nase über dem Geschehen schwebt, kann ich nun auch Anlage und Proportioniertheit der Schauplätze noch besser würdigen; Übersichtlichkeit ist noch ein schöner Zusatzgewinn.
Auch in der Bedienung hat sich was getan. Die Originalversion wurde - wenn ich mich richtig entsinne - mit dem Anspruch entwickelt, auch für Spieler geeignet zu ein, die sich für das Regelwerk nicht sonderlich interessieren. Man konnte BG über weite Teile ja tatsächlich wie ein Echtzeittaktikgemetzel im Stile von "Command & Conquer" angehen. Rahmen um die Gruppe ziehen und rauf auf den Feind. Wer sich etwas tiefer für die Mechanik interessierte, musste sich seine Informationen mühseliger zusammenklicken. Das ist nun besser geworden, zum Beispiel sehe ich in der neuen Version auf dem Ausrüstungsschirm endlich direkt die Auswirkung des angelegten Gegenstandes auf den wichtigen ETW0-Wert.

Wenn ich mäkeln wollte, dann am ehesten über den Charakteraufstieg. Der ist bei zaubernden Helden noch reichhaltig, bei Kämpfern hingegen sehr schlicht geraten. Es gibt kaum etwas auszuwählen, die Werte ändern sich (wenn überhaupt) meist nur in automatisierter Ableitung und im Vergleich zu Spielen der Zeit wie Fallout, Wizardry oder eben der NLT wirkt Baldur's Gate in dem Punkt so, als spielte ich im daueraktivierten Anfängermodus. Jüngere Videospiele mit dem Dungeon-&-Dragons-System haben in dieser Beziehung dank des Editionswechsels mächtig aufgeholt ("Icewind Dale 2", "Tempel of Elemental Evil", "Neverwinter Nights 2"), auch wenn das sicher auf Kosten der unbeschwerten Zugänglichkeit ging.


RE: Baldur's Gate 1 - Zurgrimm - 10.07.2016

(09.03.2016, 10:46)Zurgrimm schrieb: Die Technik der XP-Vergabe finde ich auch skurril. Die Kampf-XP werden offenbar - wenn ich das richtig mitbekomme - nicht auf die Heldengruppe aufgeteilt, sondern es bekommt immer der Held die ganzen XP für einen getöteten Gegner, der den letzten erfolgreichen Schlag gesetzt hat.
Daß dies nicht stimmt, sondern die XP tatsächlich gleichmäßig auf die Charaktere in der Gruppe verteilt werden, hatten wir unterdessen in einem anderen Thread ("Verteilung von Erfahrungspunkten") geklärt. Das nur als Nachtrag, damit hier nichts Falsches stehen bleibt.

(09.03.2016, 10:46)Zurgrimm schrieb: Um mit Jaheira jüngst die maximalen 12 TP obendrauf zu bekommen, mußte ich mindestens 50x (es waren eher 80 bis 100, glaube ich) neuladen.
Zum Stufen-Anstieg von mehrklassigen Charakteren hätte ich noch eine kleine Nachfrage, falls hier noch ein AD&D-Kundiger mitliest: Wie setzen sich die zusätzlichen HP zusammen?

Der Fall ist der: Jaheira ist Kämpferin /Druidin. Sie bekommt einen HP-Bonus von +3 pro Stufe aufgrund ihrer guten KO. Damit kann sie insgesamt maximal 12 HP/Stufe bekommen.

Das ist kein Problem, solange sie in beiden Klassen zeitgleich aufsteigt. Nun steigt sie aber nur als Druidin auf, während sie als Kämpferin noch nicht so weit ist (die XP-Schwellen für das Erreichen von Stufe 5 weichen hier deutlich voneinander ab).

Wieviele HP kann Jaheira jetzt als Druidin maximal dazubekommen? Wird das einfach halbiert? Oder bekommt sie als Kämpferin mehr HP und als Druidin anteilig weniger (reine Kämpfer würfeln ja mit einem W10, reine Druiden mit einem W8)?


RE: Baldur's Gate 1 - antitrist - 11.07.2016

Es ist definitiv so, dass Jaheira 5 Trefferpunkte für jeden Kämpferlevel, und 4 für jeden Druidenlevel gewinnen kann. Einzige Komplikation ist der Bonus durch die Konstitution. Ich bin mir nicht sicher, meine aber, dass die beiden BonusTP aufgeteilt werden.
An was ich mich erinnern kann: Mehrklassige auf maximale Trefferpunkte zu leveln ist sehr, sehr aufwendig. Baldurs Gate 2 brachte da eine klare Verbesserung mit der optionalen Einstellung zu maximalen TP pro Level.
Grüße


RE: Baldur's Gate 1 - Zurgrimm - 11.07.2016

(11.07.2016, 09:23)antitrist schrieb: Es ist definitiv so, dass Jaheira 5 Trefferpunkte für jeden Kämpferlevel, und 4 für jeden Druidenlevel gewinnen kann.
Das ist logisch, es wird also im Grunde 1W8 bzw. 1W10 geworfen und durch 2 geteilt.

(11.07.2016, 09:23)antitrist schrieb: Einzige Komplikation ist der Bonus durch die Konstitution. Ich bin mir nicht sicher, meine aber, dass die beiden BonusTP aufgeteilt werden.
Ja, das erscheint mir auch wahrscheinlich. Als Druidin wäre der maximale HP-Bonus ja +2 (Nicht-Kämpfer bekommen ja nie mehr als 2 für KO, soweit ich gelesen habe). Sie bekommt aber +3, weil sie auch Kämpferin ist. Die Frage ist jetzt nur, ob sie als Druidin +1 bekommt (was logisch wäre) oder ob hälftig geteilt wird, also +1,5, was dann aufgerundet werden müßte.

(11.07.2016, 09:23)antitrist schrieb: An was ich mich erinnern kann: Mehrklassige auf maximale Trefferpunkte zu leveln ist sehr, sehr aufwendig.
Das habe ich auch festgestellt. Bei allen anderen Helden braucht das wesentlich weniger Versuche als bei Jaheira. Das macht auch das Austesten so schwierig, weil eben nicht leicht herauszufinden ist, ob sie nun 5 oder 6 Punkte maximal dazubekommen kann. - Ich habe sie nun doch wieder von 48 HP direkt auf 60 HP gebracht, weil sie unterdessen auch als Kämpferin aufgestiegen ist. Die Frage wird sich bei der nächsten Stufe aber erneut stellen, denn die Abweichungen der XP-Schwellen für den Kämpfer- und den Druiden-Aufstieg sind nicht kleiner geworden ...

Ich vermute, daß bei mehrklassigen Charakteren die Würfe vom System getrennt ausgeführt und erst dann zusammengerechnet werden, so daß man für ein optimales Ergebnis zwei (bzw. drei) perfekte Würfelwürfe direkt hintereinander bräuchte. Das würde erklären, weshalb es bei mehrklassigen Charakteren so viel seltener ist, daß sie maximalen HP-Zugewinn bekommen.


RE: Baldur's Gate 1 - Brostmoskel - 11.07.2016

(09.03.2016, 10:46)Zurgrimm schrieb: Wieviele HP kann Jaheira jetzt als Druidin maximal dazubekommen? Wird das einfach halbiert? Oder bekommt sie als Kämpferin mehr HP und als Druidin anteilig weniger (reine Kämpfer würfeln ja mit einem W10, reine Druiden mit einem W8)?

Innerhalb derselben Stufe (z. B. Kämpfer/Druide 4/4) bekommen Multiklassen-Charaktere immer den Durchschnitt ihrer Trefferwürfel plus vollen KO-Bonus pro Stufe. Jaheira mit ihrer KO von 17 könnte auf Stufe 4/4 also maximal 4 x 5 (Kämpfer) + 4 x 4 (Druide) + 4 x 3 (KO) = 48 TP haben. Der Bonus wird immer voll angerechnet und nur begrenzt (auf max. +2), wenn keine Kriegerklasse an der Kombination beteiligt ist.

Bei unterschiedlichem Aufstiegstempo ist die Aufteilung des Bonus aber tatsächlich nicht eindeutig geregelt. Im AD&D-Spielerhandbuch steht zwar, dass der Bonus ebenfalls durch die Anzahl der beteiligten Klassen geteilt wird, aber wie mit Rundungen umzugehen ist, darüber schweigt sich das Buch aus. Über die Umsetzung in BG lässt sich daher auch nur spekulieren. In unseren PnP-Runden haben wir das früher so gehandhabt, dass bei ungeraden bzw. nicht glatt teilbaren KO-Boni der größere Teil immer an die Klasse mit dem größeren Trefferwürfel ging. Aber das war natürlich auch nur eine Hausregel.

Edit: Hab's gerade noch mal nachgelesen. Im Buch steht, dass der Trefferwürfel durch die Anzahl der Klassen geteilt und abgerundet wird. Auf den KO-Bonus wird im folgenden Absatz eingegangen, wobei zu Rundungen nichts weiter geschrieben steht. Daraus lässt sich ableiten, dass der KO-Bonus auf den Würfel addiert und das Ergebnis anschließend durch die Zahl der Klassen geteilt und abgerundet wird. Hierbei ergibt sich allerdings das Problem, dass ein nicht glatt teilbarer KO-Bonus niemals komplett angerechnet werden kann, was wiederum den Regeln für erststufige Multiklassen-Charaktere bzgl. der Ermittlung ihrer TP widerspricht (daher auch unsere Hausregel).

In BG müsste das aber eigentlich leicht überprüfbar sein. Wenn Jaheira eine Stufe als Druidin aufsteigt, wäre das Ergebnis nach obiger Lesart 1-8 plus 3 geteilt durch 2 und abgerundet, also 2 bis maximal 5 zusätzliche TP. Da es sich um ein lineares Würfelergebnis handelt, müsste das mit relativ wenigen Ladeversuchen zu ermitteln sein.


RE: Baldur's Gate 1 - Zurgrimm - 12.07.2016

(11.07.2016, 18:00)Brostmoskel schrieb: In BG müsste das aber eigentlich leicht überprüfbar sein. Wenn Jaheira eine Stufe als Druidin aufsteigt, wäre das Ergebnis nach obiger Lesart 1-8 plus 3 geteilt durch 2 und abgerundet, also 2 bis maximal 5 zusätzliche TP. Da es sich um ein lineares Würfelergebnis handelt, müsste das mit relativ wenigen Ladeversuchen zu ermitteln sein.
Danke für Deine Nachschau. Ich werde das beim nächsten Stufenanstieg mal prüfen. Allerdings sind neagtive Tatsachen empirisch immer schwer zu belegen. Daß Jaheira als Druidin jedenfalls 5 HP zugewinnen kann, das ist klar. Ob aber nicht auch 6 HP möglich sind, ist schwer auszuschließen, weil man ja bei jedem Versuch nicht wissen kann, ob man nicht nur Würfelpech hatte.

Denn das Maximum aus 1W8+3 ist ja 11. Das führt zu 5,5, was mathematisch aufgerundet werden müßte. Wird hier aber - wie Du sagst - abgerundet, bliebe die Frage, ob sie dann beim nächsten Aufstieg als Kämpferin wirklich 7 Punkte zugewinnen kann. Denn das Kämpfer-Maximum wäre ja an sich 13. Teilt man das durch zwei, sind das 6,5. Das müßte dann ja aufgerundet werden. Das könnte man dann erst einige Zeit später austesten.

Mal sehen, ob ich das hinbekomme, da Gewißheit zu erlangen.


EDIT:
Und wo ich hier schon einmal mit Dir als AD&D-Kenner Kontakt habe, noch eine andere Frage, die mich immer mal wieder beschäftigt (nur, falls Du das zufällig weißt, keine große Nachschau nötig):
Das Magiesystem von AD&D unterscheidet sich von dem in DSA ja beträchtlich. Im wesentlichen habe ich das wohl verstanden, aber nicht für Druiden. Magier, Barden und offenbar sogar Waldläufer können - so nenne ich es mal - akademische Magie erlernen und anwenden. Sie müssen dafür Zaubersprüche finden, in das Zauberbuch eintragen (was fehlschlagen kann) und sie jede Nacht auswendig lernen.

Priester hingegen müssen all dies nicht tun. Ihnen stehen ihre Zaubersprüche komplett zur Verfügung, wobei sie auch vor dem Ausruhen festlegen (lernen?) müssen, welche Zauber sie am Folgetag zur Verfügung haben wollen. Die Quelle ihrer Magie ist aber nicht das gelernte Wissen, sondern eine Gabe ihres Gottes. Im Grunde genommen gewährt der Gott dem Priester die Macht, Wunder zu wirken im Austausch für seine Dienste (und wenn der eine Gott gerade verhindert ist, dann übernimmt das auch mal ein anderer, wie im Falle der verschwundenen Göttin Waukeen). Dies ist also sozusagen göttliche Magie.

Ich hoffe, ich habe das soweit richtig verstanden. Dann stellt sich mir nur immer wieder die Frage, woher kommt die Zauberkraft der Druiden? Seine Zauber sind Priesterzauber, aber er bekommt sie nicht alle. Hat ein Druide auch eine bestimmte Religion, so daß seine Zauber auch göttergegeben sind? Oder zieht er seine Kraft direkt aus der Natur? - Sowas gab es ja irgendwie bei Dark Sun (Bewahrer und Schänder), aber für die Forgotten Realms habe ich das jedenfalls nirgendwo so gelesen.

Ist für das Spiel natürlich letztlich egal, würde mich als Hintergrund aber mal interessieren, wo ich schon ständig mit einem Druiden Blitze auf Gegner herabbeschwöre.


RE: Baldur's Gate 1 - Brostmoskel - 12.07.2016

(12.07.2016, 08:27)Zurgrimm schrieb: Daß Jaheira als Druidin jedenfalls 5 HP zugewinnen kann, das ist klar. Ob aber nicht auch 6 HP möglich sind, ist schwer auszuschließen, weil man ja bei jedem Versuch nicht wissen kann, ob man nicht nur Würfelpech hatte.

Stimmt. Allerdings müsste ein 6-TP-Ergebnis ja nur geringfügig weniger wahrscheinlich sein als alle anderen Ergebnisse und genauso wahrscheinlich wie eine 8 bei einem W8-Trefferwürfel-Charakter. Das müsste rein stochastisch ja in einer überschaubaren Anzahl von Versuchen zu erreichen sein. Wenn das trotz mehrfachen Ladens nicht vorkommt, könnte man davon ausgehen, dass 5 TP das Maximum darstellt. Aber du hast natürlich recht. Mit absoluter Sicherheit lässt sich das kaum sagen.

(12.07.2016, 08:27)Zurgrimm schrieb: Denn das Maximum aus 1W8+3 ist ja 11. Das führt zu 5,5, was mathematisch aufgerundet werden müßte. Wird hier aber - wie Du sagst - abgerundet, bliebe die Frage, ob sie dann beim nächsten Aufstieg als Kämpferin wirklich 7 Punkte zugewinnen kann. Denn das Kämpfer-Maximum wäre ja an sich 13. Teilt man das durch zwei, sind das 6,5. Das müßte dann ja aufgerundet werden.

Wie gesagt, BG scheint hier auch irgendwie sein eigenes Süppchen zu kochen. Rein nach Regeln werden alle Trefferwürfel geteilt und abgerundet. Daraus ergeben sich aber die oben beschriebenen Probleme bei ungeraden KO-Boni usw., und es würde auch verhindern, dass Jaheira pro Stufe die vollen 12 TP bekommen kann. Anscheinend merkt sich das Spiel die Restbeträge und schlägt sie an geeigneter Stelle auf. Wie es das genau handhabt, können aber wohl nur die Designer beantworten. Auf die AD&D-Regeln kann man sich jedenfalls nicht berufen, obwohl - oder wahrscheinlich gerade weil - die sich in dem Punkt auch widersprechen.

(12.07.2016, 08:27)Zurgrimm schrieb: Magier, Barden und offenbar sogar Waldläufer können - so nenne ich es mal - akademische Magie erlernen und anwenden. Sie müssen dafür Zaubersprüche finden, in das Zauberbuch eintragen (was fehlschlagen kann) und sie jede Nacht auswendig lernen.

Tatsächlich gilt das nur für Magier und Barden. Waldläufer (und auch Paladine) wirken Priesterzauber und brauchen auch keine Zauberbücher. In der 1. Edition von AD&D sah das bei Waldläufern noch anders aus (das kennst du vielleicht noch aus den Goldbox-Games, wenn du die gezockt hast). Da konnten sie Magier- und Druidenzauber anwenden, wobei sie die Magierzauber wie üblich lernen und niederschreiben mussten.

(12.07.2016, 08:27)Zurgrimm schrieb: Dann stellt sich mir nur immer wieder die Frage, woher kommt die Zauberkraft der Druiden? Seine Zauber sind Priesterzauber, aber er bekommt sie nicht alle. Hat ein Druide auch eine bestimmte Religion, so daß seine Zauber auch göttergegeben sind? Oder zieht er seine Kraft direkt aus der Natur? - Sowas gab es ja irgendwie bei Dark Sun (Bewahrer und Schänder), aber für die Forgotten Realms habe ich das jedenfalls nirgendwo so gelesen.

Das ist wohl je nach Spielwelt verschieden und lässt sich so pauschal auch nicht beantworten. AD&D ist - im Gegensatz zu DSA - ein generisches Spielsystem, will heißen, es gibt im Rahmen der Regeln bestimmte Setzungen vor, die dann mehr oder weniger so auf allen Spielwelten gelten, wobei die Begründung bzw. Einbettung in den Hintergrund je nach Geschmack der Autoren der jeweiligen Welt variieren kann (sofern sie überhaupt eigens thematisiert wird).

Rein nach Regeln sind Druiden nichts anderes als Naturpriester, die aber im Gegensatz zu Klerikern nur über bestimmte naturbezogene Zauber verfügen und sich auch in ihren besonderen Fähigkeiten von Klerikern unterscheiden. Der priesterliche Aspekt bezieht sich dabei in erster Linie auf den Schutz und die Bewahrung der Natur und ihrer Geschöpfe und ist weniger im herkömmlichen Sinn des Wortes zu sehen (so haben Druiden z. B. in der Regel auch keine Tempel).

In den Forgotten Realms, auf Krynn oder auch auf Greyhawk sind sie Anhänger diverser Naturgötter oder personifizierter Naturgewalten, auf Dark Sun beziehen sie ihre Kraft aus der beseelten Umgebung und in irgendwelchen anderen Welten (da gab es für AD&D ja etliche) mag das wieder ganz anders aussehen. Ob sie ihre Götter tatsächlich anrufen oder wie genau sie ihre Zauber wirken, wird da in der Regel nicht groß thematisiert bzw. bleibt der Fantasie der Spieler überlassen.