15.02.2026, 13:56
(15.02.2026, 08:25)Henne schrieb: Das war nur eine Warnung: Hab mir nachdem ich den Charaktergenerator weitestgehend fertig und verstanden hatte ein Video von zwei Gamern angesehen die mehrere Charaktere erstellt haben.
So ein Charakter für Schick ist aus meiner Sicht mittlerweile eine 14032-stellige Binärzahl.
Computerspiele sind „Smoke and Mirrors“: kunstvolle Täuschungen, die den Spieler mit trickreichen Illusionen in eine Welt hineinziehen. Wie bei einem Zaubertrick muss man sich dabei selbst fragen, ob man wirklich verstehen möchte, was dahintersteckt; und ob man bereit ist, damit die Illusion zu brechen.
Ich persönlich finde es unglaublich unterhaltsam, mit diesem Hintergrundwissen in neue Spiele hineinzuschnuppern. Oft kommt bei mir nun sofort dieser Aha-Moment: Ah, so haben die das gelöst. Gleichzeitig bleibt aber auch immer Platz für Erstaunen, und für echten Respekt, wenn ich neue Techniken, clevere Ideen oder ungewöhnliche Ansätze entdecke.
Manchmal ist diese Entzauberung allerdings auch ein bisschen traurig. In Riva zum Beispiel: Nachdem ich zu oft out-of-bounds über die Karten geflogen bin und alles aus unmöglichen Perspektiven gesehen habe, ist das Spiel nicht mehr dasselbe. Das Neue mischt sich mit den alten Erinnerungen, und die Atmosphäre, die das Spiel ursprünglich durch seinen Rahmen erzeugt hat, ist beschädigt. Das verhedderte Bild der Stadt, mit all seinen verwirrenden Verbindungen, verliert seinen Zauber, sobald man nicht mehr im „Tunnelblick“ steckt und nicht länger am Boden gefangen ist.

Ich glaube, wir graben schon seit Jahrzehnten an diesen Spielen: Viel Rauch hat sich verzogen, und die meisten Spiegel sind längst demontiert. Das ist gut so und unterstreicht, welche Arbeit dieses Forum hier geleistet hat.


