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Atkatla
1. Edwins Rückverwandlung - Abschluss von Edwins Begleiterqueste
Die Gruppe hat sich weiterhin in der Diebesgilde im Hafenviertel aufgehalten und ausgiebig gerastet.

Nach acht jeweils achtstündigen Rasten - also mehr als zweieinhalb Tagen - wurde gemeldet, dass die Diebe zurückgekehrt sind. Nach weiteren drei achtstündigen Rasten - also einem Tag - tauchte sodann ein Magier namens Degardan in der Diebesgilde auf und sprach die Helden sofort an.

Degardan fort die Gruppe auf, anzuhalten. Er müsse der "Gruppe nichtswürdiger Pilger" ein Paar Fragen stellen. Fragt man trotz der Beleidigung, was er wissen wolle, so eröffnet er, dass sie ("wir") wissen wollten, wo Edwin sich herumtreibe. Diesen charakterisiert er als "langatmigen, arroganten Schnösel". Er erklärt, dass die Magie, welche sie bei sich zu Hause beschworen hätten, einen Hinweis darauf geliefert habe, dass dies der Ort sein könne, "um den Aasgeier zu rösten".

Fragt man, weshalb sie nach Edwin suchen, entgegnet Degardan, dass Edwin "ein selbstsüchtiger, feiger Wurm" sei, der sie verraten habe. Er zahle seinen Tribut nicht, habe die Ordensmeister verleumdet und ihre guten Namen in den Schmutz gezogen. Seine Fähigkeiten als Magier bestünden aus nicht mehr als Taschenspielertricks und der "alten Nummer mit der Kugel und der Nussschale". Degardan erwähnt dann, dass auf Edwins Kopf eine hohe Belohnung ausgesetzt sei.

Man kann Edwin - der in der Gruppe ja in Frauengestalt zugegen ist - nun verraten oder verleugnen, ihn gesehen zu haben. Da Degardan offenkundig einen Mordauftrag hat, hat der Säbelrassler Edwin natürlich gedeckt. Dafür gibt es einen Tagebucheintrag.

So ganz glaubt Degardan die Antwort wohl nicht, denn er fasst noch einmal mit dem Hinweis nach, dass es eine "fürstliche Belohnung" gebe für denjenigen "netten Kerl", der den "inkompetenten Aufschneider" der "entsprechenden behördlichen Behandlung" überantworte. Man hat nun erneut die Wahl, Edwin zu enttarnen oder schlicht zuzusagen, dass man es Degardan wissen lassen werde, wenn man zufällig auf diesen Edwin stoße (wie das passieren soll, ist in der Antwortoption nicht enthalten). Der Säbelrassler hat Edwin natürlich weiterhin gedeckt. Degardan verschwindet daraufhin.

Nach weiteren sechs achtstündigen Rasten - also genau zwei Tagen - wurde gemeldet, dass der Zahlmeister in der Diebesgilde warte. Zugleich erschien erneut Degardan und begann sofort ein Gespräch. Er begrüßt die Gruppe nun als "Freunde Edwins". Er meint, die "Verkleidung als Frau" wirke wie ein Trick aus einem Schmierentheater. Es sei vorbei, Edwins Zeit sei gekommen.

Edwin äußert nun, dass er keine Ahnung habe, wovon Degardan rede. Doch dieser meint nur, Edwin sei in seiner "eigenen unnachahmlichen Art" recht beeindruckend im Lügen, nicht jedoch, was die Magie oder das Entwerfen glaubwürdiger Geschichten angehe. Edwin faselt nun, er sei nicht Edwin, er kenne ihn nicht, er klinge nach "einem ganz besonderen und vornehmen Magier" und es sei ihm ganz gewiss etwas entgangen, dass er ihn nicht kenne. Er stammelt sich zusammen, dass er Celisa von Tiefwasser heiße, Tochter von Kurdall Aleconnor, wohlhabendem Besitzer einer Metbrauerei und von Freudenhäusern. Es gebe bei ihnen keinen Edwin, sondern nur Celisa Aleconnor. Am besten er - Degardan - greife sich diesen Edwin, der sich nach einem gefährlichen Widersacher anhöre.

Degardan scheint Edwin nicht zu glauben. Er nennt dessen Geschichte eine "Welt der Einbildung", in welcher dieser lebe, doch in der realen Welt wolle er dessen wahre Natur mit einem Zauber aufdecken. - Dass er das noch für nötig hält, deutet zumindest an, dass er sich doch nicht ganz so sicher ist, wie er tut.

Jedenfalls wirkt Degardan daraufhin in einer kurzen Zwischensequenz einen Zauber auf Edwin, der diesem seine männliche Gestalt wiedergibt. - In der Konsole wird der Zauber als "Magie bannen" bezeichnet. Ein gewöhnlicher "Magie bannen"-Zauber war es aber sicher nicht, denn den hätten ja auch die Helden wirken können. Er wäre auch viel zu banal, um die Verwandlung durch die Nesserrolle rückgängig zu machen.
   

Erfreut ruft Edwin aus, dass er "geheilt" sei. Er bekennt, dass er Degardan seine Gesundheit, seinen Reichtum und sein Wohlergehen schulde. Er resümiert: "Ich wurde neu geboren." und ergänzt, dass seine Metamorphose voller Schwierigkeiten gewesen, er aber nun wiederhergestellt sei. Doch dann fährt er fort, dass nun die Zeit gekommen sei, denjenigen, die seiner Schmach beigewohnt haben, das zu geben, was sie verdienten. Er äußert: "Eure Todesstunde hat geschlagen".

Degardan erwidert zu Edwin, dass dieser "schon immer ein Schwätzer und ein Scharlatan" gewesen sei. Seine jämmerlichen Fähigkeiten könnten kaum einen Zaubertrick erzeugen, geschweige denn Magie, die das Erdreich erzittern lasse.

Edwin entgegnet zu Degardan, dass dieser für ihn vielleicht einst ein unüberwindlicher Widersacher gewesen sei, doch das sei vorbei. Trotz seines Zustands werde er mit seinesgleichen mehr als einfach fertig. Damit endet das Gespräch und der Kampf beginnt. Da Degardan tatsächlich ganz allein gekommen ist, ist der Kampf nicht schwer. Sein Tod ist 8.500 XP wert. Als Beute findet man: 2x konzentrierter Heiltrank, 1x magischen Stab der Monsterherbeirufung (5 Ladungen), Magierschriftrollen "Todeszauber" (Grad 6) und "Rubinroter Strahl der Aufhebung" (Grad 7), 1x magischer Kampfstab +2, 29 GM und 44 GM.

Gleichwohl wurde Aerie durch einen "Melf's Säurepfeil"-Zauber von Degardan schwer verwundet. Als sie nur noch wenige HP hatte, begann plötzlich Jaheira ein Gespräch. Belehrend äußert sie in ihrer üblich herablassenden Art, Aerie müsse auf sich aufpassen, sie - Jaheira - werde nicht immer da sein, um sie zu verbinden, wenn sie so schwer verwundet sei. Aerie versucht sich zu verteidigen, indem sie darauf hinweist, dass sie ebenfalls heile. Doch Jaheira giftet nur, was ihr ihre Zauber jetzt nutzten. Sie - Aerie - solle nicht so verschwenderisch sein und sie nicht alle auf einmal vergeuden. Aerie stammelt daraufhin nur noch ein schüchternes: "J-ja!". Doch Jaheira muss nochmal nachtreten, indem sie Aerie auffordert, nicht zu stottern, das passe nicht zu ihr. - Nebenbei bemerkt, hatten die Helden ja gerade gerastet, also war noch kein Heilzauber verbraucht. Durch den kontinuierlichen Giftschaden hätte Aerie selbst aber nicht erfolgreich zaubern können. Jedoch brauchte es auch nicht Jaheira. Aerie hat einfach den Ring von Gaxx vorübergehend angelegt und war einige Zeit später wieder fit.

Sogleich nach dem Kampf gegen Degardan triumphiert Edwin: "Hah! Und er hielt sich selbst für einen fähigen Beschwörer!". Er meinst, dass "diese Narren" es sich nun vielleicht zweimal überlegen würden, ehe sie einen von ihren Schlägern schickten um Drohungen auszustoßen. Fragt man Edwin nun, was genau er getan habe, um die Thayaner gegen sich aufzubringen, erklärt Edwin, dass nicht jeder Kollege von seiner "Veranlagung" - was er damit meint, bleibt unklar - angetan sei. Und er sei schon lange nicht mehr bei seinen Landsleuten in Tay [meint wohl Thay?] gewesen. Das gehe den Haupthelden jedoch nichts an. Sich "mit einer Horde Affen" abgeben zu müssen, müsse Strafe genug sein. Dann schließt er mit: "Aber es reicht! Lasst uns gehen!". - Davon, dass er alle umbringen will, die seiner Schmach beigewohnt haben, ist keine Rede mehr.

Damit ist Edwins Begleiterquest endgültig beendet (jedenfalls geht es laut Baldurs Gate Wiki nicht weiter). Außer den Kampf-XP und der Beute von Degardan hat es für Edwins Heilung keine weitere Belohnung gegeben.

Im Großen und Ganzen finde ich die Queste sehr gut gemacht, weil sie mit Edwins Arroganz sehr schön spielt und ihm Gelegenheit zu ein paar passenden Dialogen bietet. Die Zeitdauer ist etwas lang, aber natürlich nicht unrealistisch. Etwas schade ist, dass man diese Queste relativ passiv durchläuft, also auf Edwins Heilung mehr warten als sie aktiv herbeiführen oder näherbringen kann. Es ist trotzdem definitiv eine der besseren Begleiterquesten. Was nun eigentlich mit der Nesserrolle ist, bleibt aber völlig ungeklärt. Ist Edwin nun von der Idee, diese zu nutzen, kuriert?

Wie dem auch sei, nachdem die Queste erledigt war, war es natürlich Zeit, dass die Gruppe sich von dem bösen Edwin trennt. Bei seiner Entfernung aus der Gruppe hat sich allerdings gezeigt, dass er nun - des zu hohen Rufes wegen - nicht mehr wartet, sondern endgültig verschwindet mit dem Satz, er sei froh "Euch Affen" los zu sein.

Da ich das nicht wollte, musste zuerst Sir Anomen die Gruppe wieder verlassen. Dann ging es noch mit Edwin zunächst ins Friedhofsviertel, um Viconia abzuholen. Diese schließt sich der Gruppe - trotz böser Gesinnung und Gruppenruf 19 - bereitwillig an. Dies senkt den Ruf der Gruppe um 2 Punkte. Mit Ruf 17 ging es nun zurück in das Gildenhauptquartier, wo Edwin entlassen wurde. Er war nun ohne weiteres bereit, hier auf die Rückkehr der Gruppe (bzw. darauf, dass sie wieder zur Vernunft komme und seine Unterstützung wolle) zu warten. Dann musste Viconia die Gruppe verlassen. Auch sie erklärte sich zum hiesigen Warten bereit. Dadurch stieg der Ruf sogleich wieder um 2 Punkte auf 19. Sir Anomen wurde wieder aufgenommen und es konnte weitergehen.


2. Die fünfte Woche der Diebesgilde
Nun galt es noch, die 5. Woche der Diebesgilde abzurechnen. Erneut wurde kein Dieb gefasst. Jariels Bericht sah so aus, dass
- Hanz 400 GM,
- Goshan 200 GM,
- Kretor 500 GM,
- Morsa 500 GM und
- Varia 500 GM

eingebracht haben. Das entspricht exakt den Ergebnissen der letzten zwei Wochen. Das belegt, dass es für jeden Dieb nur entweder geschafft oder verhaftet gibt und er bei Rückkehr und gleichen Vorgaben stets exakt die gleiche Menge Gold abliefert. Eine Varianz wäre hier deutlich logischer.

Wie dem auch sei, der Säbelrassler hat keine Änderungen vorgenommen. Joster, der Zahlmeister, hat diese Woche nur 350 GM verlangt. So blieben erstmals 1.750 GM Gewinn übrig.


3. Überraschendes Wiedersehen mit Habib
Als Nächstes ging es in die Slums, um Jan Jansen für dessen Begleiterqueste abzuholen. Auf dem Weg wollte ich noch überprüfen, ob der hiesige Tempel des Ilmater auch "Schutzformeln gegen Untote" verkauft. Hintergrund ist, dass die Gruppe ja in Bezug auf diese mächtigen Schutzmittel für den Kampf gegen Kangaxx, den Halbleichnam nahezu alle Tempel leergekauft hat (nicht aber diesen) und es sie auch in Handelstreff nicht gibt. Und tatsächlich hat der hiesige Priester zwei dieser seltenen Formeln im Sortiment. Das ist gut zu wissen, falls man diesen Schutz nochmals gegen einen ähnlichen Gegner brauchen sollte.

Interessant ist aber, wer noch in dem Tempel des Ilmater war: Ein Mann, der sofort rief: "Mein Name ist Habib!", den Haupthelden angriff und bei ihm auf zunächst nicht ersichtliche Weise 2 SP verursachte:
   

Gleich nach dieser Blitzattacke verschwand Habib wieder. Dafür begann nun der Priester von Ilamter ein Gespräch. Er meint, man müsse ihm das wirklich verzeihen, er mache das manchmal. Man muss nun nachfragen: "Wer WAR das?!". Daraufhin erklärt der Priester, dass es ein hier in der Gegend lebender Dieb sei. Er - der Priester - glaube, jener komme aus Calimshan. Sein Name sei Habib und er fühle sich wegen seines Berufs schuldig. Er spende Ilmater, um um Vergebung zu bitten. Fragt man nun, weshalb er das Geld einfach in die Kirche werfe - mit dieser Antwortoption wird nun also klar, was die 2 SP verursacht hat -, erklärt der Priester, dass Habib sich davor fürchte, in die Kirche zu kommen, weil er dann seine Übergabe an die Behörden besorge. Er bezeichnet ihn als "armen, verschreckten Mann" und fordert die Gruppe auf, Milde walten zu lassen.

Nun, etwas Anderes ist auch kaum möglich, denn Habib war in Sekundenschnelle wieder verschwunden. Dies war das zweite Treffen mit ihm. Wie wir uns erinnern, bewarf er die Helden das erste Mal am nördlichen Stadtviertelausgang mit seinem Krummsäbel. Das geschah wohl auch aus panischer Angst vor Verhaftung.

Das einzige, was man tun kann, ist, die Goldmünzen, mit denen er den Haupthelden leicht verletzt hat, als Schmerzensgeld aufzusammeln. Es sind immerhin 20 GM.


4. Jans Begleiterqueste
In dem Haus der Jansens in den Slums habe ich zuerst bemerkt, dass die Gruppe bei ihrer ersten Durchsuchung des Gebäudes im Erdgeschoss zwei schmale Regale übersehen hatte. Diese beinhalteten jeweils 1 GM.

Jan - der Illusionist/Dieb, den die Gruppe im Regierungsviertel vor dem übereifrigen Ordnungshüter Trax gerettet hatte - steht in dem kleinen Garten in der Mitte des Untergeschosses. Spricht man ihn an, ziert er sich zunächst ein wenig, der Gruppe wieder beizutreten, stimmt dann aber doch zu.


a) Beeloo Jansen
Gleich nach Verlassen des Hauses wurde Jan von Beeloo Jansen angesprochen und zwar mit "He, Rübenjunge". Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Jans Cousin handelt. Dieser stellt fest, dass Jan ein paar "furchterregende Freunde" um sich versammelt habe. Jan entgegnet, dass diese, obgleich keine Gnome, keine völlige Katastrophe seien. Einige von ihnen schafften es, einen ganzen Kampf durchzustehen, ohne dass er Babysitter spielen müsse. Dies sei "ziemlich beeindruckend für Andersartige". Er fragt Beeloo, wo dessen Elefant sei.

Der erwidert: "Zurück im Zirkus". Der Richter sei nicht der Meinung gewesen, dass ein Elefant in einem Vormundschaftsstreit wählen dürfe. Er fügt hinzu: "Armer Jeffrey" und ergänzt dann, dass der Richter ihn - Beeloo - auch wegen Diebstahls "drangekriegt" habe. Er sei gerade aus dem Gefängnis raus.

Auf Frage von Jan erklärt Beeloo, dass er nicht legal entlassen worden sei, sondern "sie" einen besseren Schlosser einstellen sollten. Dann meint er, Jan sei ziemlich lange nicht zum Haus gekommen. Sie hätten nach ihm gesucht. Auf Jans überraschte Frage, ob etwas nicht stimme, erklärt Beeloo, es gehe um Lissa. Sie sei jetzt bei ihnen. Jan fragt, ob "er" ihr wehgetan habe. Doch Beeloo erwidert nur, Jan solle selbst mit ihr reden. Er habe versprochen, diesem die Nachricht zukommen zu lassen. Er müsse jetzt gehen, da er seit Tagen "Schatzjägern" - gemeint wohl: Kopfgeldjägern - aus dem Weg gehe. Damit verabschieden sich beide.

Kurz nach dem Dialog spricht Jan zu dem Haupthelden. Er erklärt, hier scheine etwas Schlimmes vorzugehen. Er müsse sofort zu seinem Haus im Slumviertel zurückkehren. Fragt man, ob man dabei helfen könne, antwortet Jan, dass der Hauptheld natürlich gerne mitkommen könne. Ob er helfen könne, wisse er aber noch nicht, da er nicht wisse, um welche Geschichte es sich handele. Fragt man nun, wer Lissa ist und weshalb er sich um sie sorgt, erzählt Jan, dass Lissa eine alte Freundin von ihm sei, die ebenfalls in Armut aufgewachsen sei. Er sei in sie verliebt gewesen, wie viele andere auch. Als sie ins heiratsfähige Alter gekommen sei, hätten mehrere um ihre Hand angehalten, aber er habe sich keine Sorgen gemacht, da er ihr engster Freund gewesen sei und sie ihm gesagt habe, dass sie ihn liebe.

Das Leben für die verschiedenen Gnom-Familien in Atkatla sei schwierig. Viele lebten ständig am Rand der Armut, aber einige der Familien hätten es in der Stadt zu Wohlstand gebracht. Aus einer solchen Familie sei Vaelag gekommen. Er sei es, der alle "Geschäfte" in den gnomischen Bereichen von Atkatla leite. Auf Nachfrage nach seinen Geschäften erklärt Jan, dass er damit "unsaubere Geschäfte" meine, wie Schmuggel, Wucherkredite u. ä. Er sei "ein Dieb, der vorgibt, ein ehrlicher Händler zu sein". Er sei keine angenehme Person gewesen, sondern ein grausamer Mann, der immer auf den Schwachen herumgetrampelt sei und es geliebt habe, seine Macht auszuspielen. Zudem sei er "charmant, weltmännisch und sehr, sehr reich" gewesen.

Lissa habe seinem - Jans - Heiratsantrag zugestimmt gehabt, bevor sie Vaelag getroffen habe. Die Hochzeit habe im Mittsommer des nächsten Jahres stattfinden sollen. Doch Vaelag habe sich, wie die meisten Männer, sofort in Lissa verguckt. Er habe sie geradezu überwältigt, indem er sie mit Geschenken überschüttet und sie zu den prächtigsten Festen und kulturellen Veranstaltungen eingeladen habe. Verbittert habe er - Jan - damals geglaubt, Vaelag habe einen Zauber auf sie gewirkt. Heute wisse er jedoch, dass es nichts mit Magie zu tun gehabt und sie sich aus freien Stücken für ihn entschieden habe. Kurz darauf sei sie schwanger geworden und sie hätten geheiratet.

Er - Jan - würde ihr die Welt des Reichtums zu Füßen gelegt haben, wenn er gekonnt hätte. Heute, so glaube er, spiele das alles keine Rolle mehr. Er habe nur gewollt, dass sie glücklich wird. Vaelag sei ein kleinlicher und grausamer Mann, doch habe sie ihn mehr geliebt als ihn. Mehr gebe es dazu nicht zu sagen und wenn der Hauptheld bereit sei, würde er nun gerne zu seinem Heim reisen.

Sagt man zu, ihn zu begleiten, erhält man einen Tagebucheintrag und das Gespräch endet.


Ich habe es als überraschend positiv empfunden, dass offenbar die Zeit, in der Jan nicht in der Gruppe war, für den Zeitablauf bis zum Start seiner Begleiterqueste nach seiner Erstaufnahme in die Gruppe mitzählte, so dass es nun direkt losgehen konnte. Die Kehrseite davon ist nur eine recht große Unlogik: Wenn man Jan aus der Gruppe entlässt, begibt er sich in sein Heim und ist (nur) dort wieder anzutreffen. Dann passt aber der - direkt nach Verlassen des Hauses - stattfindende Dialog mit Beeloo Jansen in doppelter Hinsicht nicht. Zum einen heißt es, Jan sei lange nicht zu Hause gewesen und sie - die Familienangehörigen - hätten nach ihm gesucht. Und zum anderen heißt es, er müsse zu seinem Haus in die Slums reisen - obgleich man direkt davorsteht, ja dieses sogar gerade verlassen hat. Tatsächlich hätte Jan, da er die letzte Zeit zu Hause verbracht hat, alles mitbekommen haben müssen, was mit Lissa in dem Haus zu tun hat.


b) Jans Heimkehr
Betritt die Gruppe mit Jan nach dem Gespräch mit Beeloo Jansen das Haus der Jansens in den Slums, ruft Jan sogleich: "Ihr Kleinen, ich bin zu Hause!". Tott ruft seiner "Mammi" zu, dass Jan zurück sei, und Tatt fragt, ob Jan ihr Pralinen mitgebracht habe. Jan erwidert, er habe jedem von ihnen einen Knallfrosch mitgebracht. Tott meint, das wolle er gleich ausprobieren und fragt, wo die Katze ist. Aber Tatt besteht darauf, dass es ihre Katze sei und nur sie ihr wehtun dürfe. Jan erklärt, dass es die Zwillinge seien. Das Mädchen heiße Tatt, der Junge Tott. Es seien seine jüngsten Vettern und die Kinder von Glandig. Fragt man, wo dieser Glandig sei, erklärt Jan, dass er vermutlich in den Minen arbeite und seine - Jans - Mutter auf die Kinder aufpasse. Diese lebten in Armut, seit Glandigs Frau gestorben sei. Doch diese Geschichte hebe man sich besser für später auf, er müsse mit seiner Mutter sprechen.

Es beginnt nun eine kurze Zwischensequenz, in welcher der Hauptheld und Jan sich zu der im Westen des Raumes stehenden Ma Jansen begeben. Diese spricht zu Jan, es sei schön, ihn zu sehen. Er komme gar nicht mehr vorbei, um seine alte Mutter zu besuchen. Sie habe seine "nichtsnutzigen Cousins" losschicken gemusst, um ihn zu suchen. Jan entschuldigt sich, der Rübenhandel fresse einen "mit Haut und Haaren". Doch seine Mutter meint, dieser sei nicht so fordernd wie die eigene Mutter. Sie vermute, er sei in Schwierigkeiten gewesen. Jan verneint das und versichert, dass es ihm sehr gut gehe. Er fordert seine Mutter auf, sich anzusehen, "mit welch wunderbaren Leuten" er unterwegs sei. Seine Mutter akzeptiert das so, was Jan Gelegenheit gibt zu erfragen, was hier vorgeht. Er weist daruaf hin, dass Beeloo so geklungen habe, als sei es sehr dringend.

Ma Jansen erklärt, dass Lissa gemeinsam mit ihrer Tochter einige Zeit bei ihnen sei. Sie hätten gedacht, dass es ihn - Jan - interessieren könne, denn es scheine so, als bräuchte sie seine Hilfe, "besonders seit dem Tod ihrer Eltern und alldem". Jan fragt, ob es ihr gut gehe und ob "er" ihr wehgetan habe. Ma Jansen erklärt daraufhin, dass Lissa nicht verletzt sei, es aber dem kleinen Mädchen sehr schlecht gehe. Sie habe ihnen sein - Jans - altes Zimmer gegeben. Das Mädchen sei krank und Lissa kümmere sich um sie. Sie forert Jan in Frageform auf, zu ihr zu gehen und mit ihr zu sprechen. Sie warte schon auf ihn.

Jan sagt, er werde sofort nach oben gehen und fordert den Haupthelden auf, mitzukommen. Damit endet das Gespräch und eine erneute Zwischensequenz läuft ab, in der die ganze Gruppe in das Obergeschoss des Hauses versetzt wird.

Dort angekommen, spricht Lissa Jan an. Sie sagt, sie habe ihn vermisst. Sie wünsche gewusst zu haben, dass er heute komme, dann würde sie für ihn und seine Begleiter ein Mahl bereitet haben. Sie sehe fürchterlich aus. Jan versichert ihr, dass sie wunderschön ausschaue. Lissa wiederholt, dass sie Jan vermisst habe. Für eine lange Zeit nach der Hochzeit sei er verschwunden gewesen und als er wieder aufgetaucht sei, habe sie ihn auch fast nicht gesehen. Er habe sie besuchen sollen. Jan erklärt, dass er das nicht gekonnt habe. Er habe sich nicht zwischen sie und Vaelag drängen wollen. Das habe ihm nicht zugestanden. Lissa entschuldigt sich nun, sie sei "furchtbar" zu ihm gewesen. Alles sei über ihr zusammengestürzt. Er solle ihr bitte vergeben. Jan erwidert, sie müsse sich nicht entschuldigen. Sie wisse, dass er alles tun würde, damit sie glücklich ist. Er fordert sie auf zu erzählen, was vorgefallen und was mit ihrer Tochter sei.

Lissa sagt, sie - die Tochter - sei verletzt. Sie wisse nicht, was mit ihr los ist. Sie liege einfach nur im Bett und starre die Wand an. Sie esse auch nichts. Sie bittet Jan, sie zu heilen. Sie sei doch noch ein kleines Mädchen. Jan fragt, wann das angefangen habe. Darauf erklärt Lissa, es habe vor einigen Monaten begonnen, bevor es mit Vaelag zu Ende gegangen sei. Dieser sei immer ein grausamer Vater und hart gegen Jaella gewesen. Immer, wenn sie etwas getan habe, was ihm nicht gepasst habe, habe er sie geschlagen.

Nun meldet sich Minsk zu Wort und fragt, ob ihr [gemeint wohl: Jaella] jemand den Verstand durcheinander gebracht habe, er wisse, wie sich das anfühlt. Falls dies [er meint damit wohl die Schläge gegen Jaella] absichtlich geschehen sei, verdiene er [gemeint wohl Vaelag] "mindestens einen mächtigen Tritt in den Hintern".

Aerie fragt, ob ihr Vater dafür verantwortlich sei und fügt hinzu, dass dies schrecklich sei und "wir" ihr helfen müssten.

Jan fragt, ob das passiert sei, nachdem "das Schwein sie geschlagen hat", doch Lissa wehrt ab. Sie meint, sie wisse nicht und fragt nur, ob Jan ihr helfen könne.

Jan diagnostiziert, dass Jaella nicht körperlich verletzt sei. Ihr Geist sei verletzt worden. Seine Magie sei in einem solchen Fall machtlos. Er fragt, ob Lissa mit Onkel Gerhardt gesprochen habe. Lissa bejaht und fügt hinzu, dass dieser gesagt habe, Jan könne helfen.

Daraufhin wendet sich Jan an den Haupthelden und bittet ihn, in den Keller zu gehen und mit seinem Onkel Gerhardt zu sprechen. Er könne vielleicht herausfinden, was jener von dieser Krankheit wisse. Er sei "ein bisschen exzentrisch", aber er wisse mehr, als er zugebe. Er - Jan - schätze, man habe nur noch ungefähr 10 Tage, bis Jaella stirbt.

Sagt man zu, erklärt Jan, dass er hier bei Lissa bleibe. Er müsse ... es sei schwer zu erklären. Bestätigt man - was nun zwingend ist -, dass man zurückkommen werde, wenn man Jans Onkel gefunden habe, endet der Dialog und Jan wird aus der Gruppe entfernt. Er bleibt als neutraler NPC im Raum stehen. Es gibt hier einen Tagebucheintrag.

Nach dem Gespräch hat man nun erstmals seit Betreten des Hauses die Möglichkeit, frei zu agieren. Spricht an Lissa an, ist eine weitere Befragung aber nicht möglich. Sie bittet die Helden nur knapp, ihrer Tochter zu helfen.

Begibt man sich nun also in den Keller des Hauses und spricht Onkel Gerhardt an, fragt er, wer "zu Hölle" man sei. Er meint: "kleine Nasen, ranziger Geruch" und fragt, ob die Helden Kreischlinge seien. Stellt man sich als Freunde seines Neffen Jan vor und offenbart ihm, dass man erfahren wolle, was er über Jaellas Krankheit weiß, fragt Onkel Gerhardt ungläubig "Klein-Janny?" und meint, er würde seinen eigenen Neffen erkennen. Stellt man klar, dass man nicht Jan, sondern der Anführer seiner Gruppe ist, entgegnet Onkel Gerhardt, dass der "Junge" echt voller Fragen stecke. Er fragt, ob die Helden hungrig seien, er glaube, noch ein paar Würstchen unter seinem Bett zu haben. Lehnt man höflich ab und lenkt das Gespräch zurück auf die Krankheit des kleinen Mädchens, stellt Onkel Gerhardt fragend fest, dass man dem Mädchen begegnet sei. Bestätigt man das und fragt erneut nach seinem Wissen über die Krankheit, erklärt Onkel Gerhardt, es sei eine Verletzung der Seele. Nur jemand, der solche Mächte gut beherrsche, könne sie heilen.

Man kann nun fragen, wovon er spricht oder wo man eine solche Person finden kann. Bei ersterer Frage erklärt Onkel Gerhardt kryptisch: "Ohne Konzentration wirst du niemals durchkommen. Um Jaellas Seele zu heilen, muss deine eigene heil sein". Danach beginnt der Dialog unmittelbar wieder von vorn, d. h. Onkel Gerhardt fragt wieder, wer man sei und vermutet Kreischlinge. Das bedeutet auch, dass man wieder auf demselben Weg zu der Frageoption kommt, wo man jemanden findet, der solche Mächte gut beherrscht und Jaella heilen kann.

Daraufhin erklärt Onkel Gerhardt, man müsse den "Verborgenen" aufsuchen. Man solle zu Jysstev in ihrem Anwesen im Regierungsviertel gehen. Sie werde die Helden zu dem "Verborgenen" führen. Dann kehren seine Gedanken zu seiner Wurst-Suche zurück.

Sir Anomen wirft ein, dass er, würde nicht das Leben eines Mädchens auf dem Spiel stehen, vorschlagen würde, diese Gnome sich selbst zu überlassen und "nur zu verhindern, dass sie sich vermehren".

Die Gruppe erhält an dieser Stelle 3.300 XP und einen Tagebucheintrag. Darin heißt es am Ende, man solle Jan die Nachricht über Onkel Gerhardts Auskünfte sofort überbringen.

Begibt man sich also wieder in das Obergeschoss und spricht Jan an, meint dieser, er könne am Gesichtsausdruck der Helden erkennen, dass sie mit Onkel Gerhardt gesprochen haben. Er räumt ein, dass er "die Situation" vorher vielleicht etwas genauer erklären gesollt habe. Gerhardt sei ein bekannter und respektierter Arzt und Gelehrter. Er habe es geschafft, sich aus der Armut zu lösen, die diese Familie so plage. Er sei aber, wie die Helden gesehen hätten, nicht mehr der alte. Vor circa einem Jahrzehnt sei er angeheuert worden, einen ziemlich unangenehmen Typen zu behandeln. Es sei ein hochstehender Schattendieb namens Ralg gewesen. Er habe Geld und Macht gehabt, zwei Dinge, die in Atkatla ohne familiäre Bindungen sehr rar seien. Ralg sei sehr wagemutig gewesen und habe systematisch Orte tief unter der Stadt ausgeplündert, an die sich niemand wage, der bei klarem Verstand sei. Es seien Orte in den Tiefen der Erde, bei denen selbst die mächtigsten Drow-Priester vor Furcht zitterten, wenn auch nur ihre verfluchten Namen erwähnt würden. Aber Ralg sei ein moderner Mann gewesen, der sich nicht von den abergläubischen Ängsten des gemeinen Volkes habe anstecken lassen.

Es heiße, man habe Ralg im alten Bhaal-Tempel gefunden, irre kichernd und ganz verrückt vor Angst. Onkel Gerhardt sei als "Experte im Umgang mit seltsamen Zuständen" herbeigerufen worden, um ihn zu behandeln. Da er gewusst habe, dass man zur Behandlung einer solchen Erkrankung ihre Ursache kennen muss und niemand außer Ralg seine Expedition überlebt habe, habe Onkel Gerhardt die "dumme Idee" gehabt, selbst zu diesen "unheiligen Orten" zu reisen, um das Wissen zu suchen. Er habe sich auf den Friedhof und an die finsteren Orte, die den Erzählungen nach darunter liegen, begeben. Da er monatelang nicht wiedergekehrt sei, habe man geglaubt, er sei tot. Ralg sei in ein Heim vor Amns Küste gebracht worden. Nach etwa einem Jahr sei Onkel Gerhardt wiedergekehrt, doch als gebrochener Mann. Etwas, das er auf seinen Reisen gesehen habe, habe ihn "ziemlich aus der Fassung gebracht". Er sei aber noch in einem besseren Zustand als Ralg, der nur noch ein "hirnloser Sack Fleisch" sei.

Durch seine Veränderung habe Onkel Gerhardt eine seltsame Fähigkeit gewonnen, die sich manchmal in seinen "verbalen Ausbrüchen" manifestiere. Er sei zu einer Art Propheten geworden. Er sage Ereignisse voraus, einige unbedeutend, andere von großer Wichtigkeit. Während der "Zeit der Sorgen" sei dies besonders offensichtlich geworden. Er sei durch die Keller getaumelt und getobt und habe ständig etwas "von abgeschlachteten Göttern und aus den Fugen geratener Magie" geschrien.

Doch das liege in der Vergangenheit. Er habe Jaella untersucht. Und in seinem momentanen Zustand wisse er einfach über gewisse Dinge Bescheid. Er habe Lissa gesagt, dass sie ihn - Jan - nach Hause holen solle, und er hoffe, dass er - Onkel Gerhardt - den Helden irgendeinen Hinweis gegeben habe, wie man dem Mädchen helfen könne. Gibt man nun wieder, dass Onkel Gerhardt gesagt habe, dass man, um Jaella zu helfen, seinen eigenen Geist kennen und dass man den "Verborgenen" suchen müsse, meint Jan, dass Lissa diesen ebenfalls erwähnt habe. Er denke, "Lady Jysstev" wisse etwas von dem Mann. Ihr Anwesen sei im Regierungsviertel zu finden. Er bittet den Haupthelden, das Rätsel für ihn - Jan - zu lösen, da er bei Lissa bleiben müsse.

Sagt man zu, bedankt sich Jan und wünscht viel Glück. Er wolle hierbleiben und auf die Rückkehr der Heldengruppe warten. Er erklärt nochmals, dass er davon ausgehe, dass maximal zehn Tage verblieben, da Jaella sich weigere, zu essen. Dafür gibt es einen Tagebucheintrag.


c) Fürstin Jysstev
Begibt man sich mit diesen Informationen also in das Regierungsviertel zu dem Anwesen der Jysstevs, in dem man freilich schon für die Queste um Sir Sarles war, findet man dieses weitgehend unverändert vor.

Spricht man nach dem Betreten zunächst den unweit hinter der Eingangstür stehenden Butler an, kann man ihm nun sagen, dass man mit Fürstin Jysstev sprechen müsse. Erstaunlicherweise fragt er nicht nach einem Grund, sondern lässt die Helden mit einem widerwilligen "Hmpf" passieren, allerdings nicht ohne zu betonen, dass er auf jeden Fall die Wachen verständigen werde, wenn sie sich entscheiden sollte, die Helden rauszuwerfen.

Fürstin Jysstev reagiert auf die Ansprache der Helden, als hätte sie sie noch nie gesehen, nämlich mit: "Wer seid Ihr, und was macht Ihr auf meinem Besitz?". Sagt man ihr, dass man nur eine Frage stellen wolle, gewährt sie dies mit dem unwirschen Zusatz, man solle sich beeilen, sie habe eine Teegesellschaft zu arrangieren.

Man hat nun einzig die Möglichleit, ihr zu sagen, dass man den "Verborgenen" finden müsse. Dies scheint Fürstin Jysstev zu verundern, denn sie stellt verwundert fragend fest, man sei "niemand von diesen Erleuchteten". Fragt man, wer die Erleuchteten sind, meint Fürstin Jysstev nur, dass sie nichts hätte sagen sollen. Sie bittet die Helden auffordernd zu gehen, damit sie "nicht noch mehr Schwierigkeiten" bekomme.

Weist man sie darauf hin, dass man bereits von der Existenz des "Verborgenen" wisse, und fragt, was schlimm daran sein könne, wenn sie einem sage, wo man ihn finden kann, entgegnet Fürstin Jysstev: "Ein krankes Mädchen? Ich sollte nichts sagen.". - Das ist hier ein offensichtlicher Dialogfehler, denn von einem kranken Mädchen hatte der Säbelrassler nicht gesprochen; dies wäre allerdings anstatt der Frage nach den "Erleuchteten" möglich gewesen.

Man kann Fürstin Jysstev nun bestätigend mitteilen, dass es sich um ein krankes Mädchen mit Namen Jaella handelt. Sie könne diesem helfen, indem sie offenbare, wo der "Verborgene" zu finden ist. Diese Ansprache lässt die Adelige etwas auftauen, denn sie äußert, dass sie nicht wisse, wo der "Verborgene" ist, aber vielleicht ein Treffen arrangieren könne, obgleich sie sofort hinterschiebt: "Oh, er wird sooo wütend sein!".

Sie fährt dann fort, dass unter "diesem verfluchten Loch der Habsucht", dem Gasthaus "Kupferkrone", ein Labyrinth an Abwasserschächten liege. Wenn die Helden könnten, sollten sie diesen Ort finden, der Eingang liege irgendwo innerhalb der Taverne. Sie werde den "Verborgenen" bitten, sich dort mit ihnen zu treffen. Wo er sein werde, wisse sie ebensowenig wie, ob er überhaupt auftauche. Das sei alles, was sie für die Helden tun könne. Sie sollten nun gehen, bevor sie hier gesehen würden.

Dafür gibt es neben einem Tagebucheintarg noch 8.900 XP für die Gruppe.

Es war irgendwie wenig überraschend, dass man den "Verborgenen" in den Abwasserkanälen finden würde; wenn ich auch nicht mit einer Rückkehr in die Kanäle unter der "Kupferkrone" gerechnet hätte, aus denen einst Lilarcor geborgen wurde, der magische Zweihänder +3, den Minsk noch heute schwingt, und die eigentlich nur Verbindungstunnel zum Unterschlupf der Sklavenhalter waren, sondern eher mit den Abwasserkanälen im Tempelbezirk.


d) Der "Verborgene" und sein Auftrag
Da die Helden ja bereits von den Abwasserkanälen wussten, nicht aber, wo der "Verborgene" sich aufhält, gab es zwei Möglichkeiten, diese zu betreten: über das ausgeräucherte Sklavenhalter-Versteck oder über die "Kupferkrone". Die Gruppe hat den letzeren Weg gewählt. Er ist kürzer. Denn man kommt ohnehin immer von Süden her, also nahe der östlichen Eingangstür zur "Kupferkrone", in den Slums an. Und auch innerhalb des Gasthauses ist der Weg zur Treppe deutlich kürzer als innerhalb des Schiffs der Sklavenhalter.

In den Abwasserkanälen sind die Helden dieses Mal auf keine gespawnten Gegner gestoßen. Der "Verborgene" hält sich am südwestlichen Ende jenes Tunnels auf, in dem vormals im Nordosten die Koboldbande stand, von der man den "Stab des Schamanen" im Rahmen der Lilarcor-Queste beschaffen musste. Dieses südwestliche Ende ist ein totes Ende, an dem es bislang nichts zu finden gab - deshalb hat die Gruppe gleich dort gesucht; mit Erfolg.
   

Der "Verborgene" sieht wie ein gewöhnlicher Bürgerlicher aus und beginnt von sich aus keinen Dialog. Spricht man ihn an, fragt er, was man von ihm wünsche. Sagt man, dass man zunächst etwas über die "Erleuchteten" wissen wolle, sowie wer er ist und weshalb er diese Heimlichkeit betreibe, entgegnet der "Verborgene" lediglich, dass sie "etwas" seien, über das die Helden nichts zu wissen bräuchten. Er werde eines Tages einen Weg finden, "mit Gerhardts irrem Gerede Schluß zu machen". Sodann fragt er erneut, was die Helden wünschen.

Damit hat der "Verborgene" bestätigt, dass es die "Erleuchteten" gibt. Ebenfalls hat er erkenen lassen, dass er weiß, dass Gerhardt die Helden auf ihn aufmerksam gemacht hat. Ob dieses "Schlußmachen" mit seinem irren Gerede in diesem Kontext eine Form von Heilung von dessen Geisteszustand meint oder nicht ein Töten Gerhardts, bleibt hier ungewiss. Die Worte von Fürstin Jysstev legen nahe, dass der "Verborgene" Kontaktaufnahmen sehr ungern hat und schnell erzürnt, wobei allerdings sein Zorn nicht gleich tödlich zu sein scheint - sonst hätte sie ihn nicht trotz Erwartung seiner Verärgerung um das Treffen mit den Helden gebeten.

Fragt man, woher er Gerhardt kenne und ob dieser zu den "Erleuchteten" gehöre, entgegnet der "Verborgene" nur unwirsch: "Keine dummen Fragen mehr.". Das wendet er dann auch sogleich auf sich selbst an, denn er fragt nicht mehr, was die Helden wünschen, sondern stellt fest, dass sie hier seien, damit er das Mädchen Jaella heile.

Bestätigt man das, entgegnet der "Verborgene", den Gesprächsführer als "Narr" beschimpfend, dass das keine Frage gewesen sei. Er tue das, weil die Helden "eine Aura der Bestimmung" mit sich trügen. Wenn sie eine Aufgabe für ihn erledigten, werde er den "Schaden" heilen, der dem Mädchen zugefügt worden sei. Fragt man nach der Aufgabe, erklärt der "Verborgene", dass er von zwei Kreaturen mit bösen Absichten verfolgt werde. Die Heldne würden diese beiden für ihn vernichten, "und zwar gründlich". Er fragt: "Ist das klar?".

Fragt man, weshalb sie ihn jagen, herrscht der "Verborgene" den Gesprächsführer nur an: "Ich sagte: Keine Fragen mehr!". Die Helden sollten sich "diese gewagte Vorstellung" zu eigen zu machen versuchen und einfach zuhören. Dann erläutert er, dass die Verfolgung nun schon zu lange währe und beginne, ihn "zu langweilen". Die beiden Verfolger hätten Kontakt mit dem Besitzer der Taverne "Seeschatz" im Hafenviertel. Dieser werde nicht glauben, dass die Helden ihn - den "Verborgenen" - ohne die Losungs-Wörter gefunden hätten. Man solle ihm sagen, man sei "ein Sucher". Dann werde er sagen, wo die beiden darauf wartend, etwas über seinen - des "Verborgenen" - Aufenthaltsort zu erfahren, auf der Lauer liegen.

Der "Verborgene" schließt mit der Drohung, dass, wenn die Helden ihn verraten, das Mädchen und sie selbst noch vor ihm sterben würden. Sie sollten nun gehen und wiederkommen, wenn die beiden tot sind.

Dafür gibt es einen Tagebucheintrag. In diesem ist konkretisiert, dass der Kontaktmann der Schankwirt des Gasthauses "Seeschatz" ist. Allerdings wird - nach dem Dialog unzutreffend - angegeben, der Protagonist müsse sich als "Suchender" ausgeben. Der "Verborgene" hatte von "Sucher" gesprochen. Der "Verborgene" selbst wird in dem Tagebucheintrag als "seltsame und mysteriöse Kreatur, die von meiner Anwesenheit wusste, bevor ich irgendetwas sagen konnte", beschrieben.

Die Informationen aus dieser Begegnung kann man Jan übrigens nicht überbringen. Versucht man ihn anzusprechen, heißt es nur, Jan  habe nichts zu sagen. Es wird also offensichtlich erwartet, dass man diesen Auftrag insgesamt ohne ihn ausführt.


e) Der Daumen und die Verfolger
Begibt man sich also in das Hafenviertel und dort in die Taverne "Seeschatz", kann man dem Schankwirt, namentlich Der Daumen, nun sagen: "Ich bin ein Suchender.". Daraufhin fragt dieser, ob man denn etwas gefunden habe, und weist darauf hin, dass "diese Typen hier" sicher interessiert sein würden. Man solle in die Schenke "Die Fünf Krüge" im Brückenviertel in ein Zimmer im ersten Stock gehen. Dort seien die Typen, die das hören wollten, was die Helden zu erzählen hätten.

Dafür gibt es einen Tagebucheintrag.

Begibt man sich mit dieser Information in das genannte Gasthaus im Brückenviertel und dort hinauf in den ersten Stock, findet man in dem dortigen zweiten Raum auf der rechten Seite zwei Githyanki. Diese Wesen kennen wir bereits als Gegner aus dem Ebenen-Gefängnis.

Spricht man einen an, fragt dieser, welche Informationen man über ihre "Beute" habe. Daraufhin hört der Held aber eine - in der Konsole ebenfalls einem Githyanki zugeordnete - Stimme in seinem Bewusstsein, welche sagt: "Halt ein, mein Bruder! Ich spüre Verrat!". Daraufhin sagt einer der Githyanki: "Ihr wagt es, die Githyanki zu verraten, Menschling? Schmeckt den gerechten Tod und erfahrt, dass Euer Meister als Nächster dran ist.". Damit beginnt der Kampf.
   


Einer der beiden Githyanki ist magisch begabt, der andere Nahkämpfer. Er benutzt sofort einen "Beherrschung"-Zauber. Weitere Zauer sind: Egopeitsche, Magie bannen, Mordekainens Schwert, Ballistischer Angriff, Phantomklinge, Magisches Geschoss. Die beiden Githyanki sind jeweils 2.000 XP wert. Bei dem magisch begabten Githyanki findet man als Beute: 1x magische "Feuerschutzrobe" (Resistenz gegen Feuer +20 %), 1x Speer, 100 GM, bei dem Nahkämpfer: 1x Bastardschwert, 98 GM.

Der Zauber "Mordekainens Schwert" erschafft übrigens ein selbständig kämpfendes Schwert als zusätzlichen Gegner. Dieses scheint gegen jegliche Schadensarten und Zauber immun zu sein und durchaus ganz ordentlich zu treffen. Es ist meiner Gruppe nicht gelungen, es zu vernichten. Sie hat letztlich die Tür zu dem Zimmer von außen geschlossen - ein Schwert kann logischerweise keine Türen öffnen - und abgewartet, bis der Zauber zeitlich abgelaufen ist.


f) Jaellas Heilung durch den "Verborgenen"
Begibt man sich nach dem Tod der beiden Githyanki wieder in die Abwasserkanäle unter den Slums und spricht den "Verborgenen" dort erneut an, sagt dieser nur: "Gut gemacht. Das Mädchen ist bereits geheilt. Geht nun."

Fragt man ihn, wer er ist, dass Githyanki ihm auf der Spur sind, entwortet der "Verborgene": "Narr! Habt Ihr noch immer nicht verstanden?". An dieser Stelle erhält die Gruppe 17.500 XP - offensichtlich für die Heilung Jaellas.

Es folgt dann eine kurze Zwischensequenz, die ich allerdings für verbuggt halte, denn in ihr geschieht gar nichts. Danach sagt der "Verborgene": "Hier ist Eure Antwort. Rätselt Euch zu Eurem Vergnügen hindurch.". Er fügt hinzu: "Wenn andere nach mir suchen sollten, wisst Ihr nichts.". Erzählten sie etwas anderes, werde er die Helden töten. Er verschwinde jetzt.

Jaheira wirft ein: "Ein Gedankenschinder? Hier?" und vermutet, dass er vielleicht "ein Spion" sei, der seine paranormalen Kräfte einsetze, um sein Geheimnis zu bewahren. Es sei seltsam, dass Jans verrückter Onkel von seiner Anwesenheit wisse.

Dieser weitere Verlauf - also die Worte des "Verborgenen", dass "hier" die Antwort der Helden sei, sowie die Erkenntnis von Jaheira, dass er ein Gedankenschinder sei, führen mich zu der Annahme, dass der "Verborgene" in der Zwischenszene eigentlich seine wahre Gestalt hätte offenbaren sollen. Anders macht dies keinen Sinn.

Damit endet das Gespräch und der "Verborgene" verschwindet - wenn man ihn lässt. Der "Verborgene" hat sich hier nicht feindlich verhalten, er hat sogar - gegen eine Gegenleistung - geholfen. Allerdings wissen wir aus der "Nachricht der Illithiden", die wir in dem Gedankenschinder-Bereich der Kanäle unter dem Tempelbezirk gefunden haben, dass die Illithiden eine Basis errichtet haben und eine Infiltration betreiben um bald irgendetwas mit den Gehirnen aller zu machen. In diesem Rahmen wurde auch erwähnt, dass der "Verborgene" seine Anhänger sammele. Es handele sich um "finstere Pläne". Es gibt keinen ersichtlichen Zweifel daran, dass der dort erwähnte "Verborgene" auch der hiesige ist und dass die "Erleuchteten" seine Anhänger sind - wobei unklar bleibt, ob es ebenfalls Gedankenschinder sind oder Personen, die er durch Beherrschung unter Kontrolle gebracht hat.

Es erscheint also sehr gefährlich, ihn am Leben zu lassen, nicht nur für Gerhardt, den zum Schweigen zu bringen, er zumindest möglicherweise schon angedeutet hat, sondern auch für den Rest der Stadt. Deshalb hat die Gruppe sich entschlossen, ihn niederzustrecken. Da er auf dem Weg hinfort ist, wehrt er sich auch nicht und wird nicht feindlich. Sein Tod ist 9.000 XP wert. Beute gibt es nicht.


g) Questabschluss in Jan Jansens Haus
Begibt man sich nun wieder in das Haus von Jan Jansen und spricht diesen im Obergeschoss an, bedankt er sich und bestätigt, dass es Jaella gut geht. Auch Lissa bedankt sich knapp, wendet sich dann aber Jan zu und sagt ihm, dass sie jetzt nach unten gehen müsse und er vielleicht hier warten solle.

Jan fragt, was hier vor sich gehe und weshalb er hier oben warten solle. Lissa erklärt, dass er es nicht verstehen werde. Vaelag sei hier, um sie und Jaella zu holen. Jan fragt: "Vaelag! Warum? Was geht hier vor?".

Damit endet das Gespräch und Lissa, Jaella und Jan verschwinden aus dem Obergeschoss über die Treppe.

Folgt man ihnen, stehen im Erdgeschoss nun neben Lissa und Jan auch Vaelag und zwei zu ihm gehörende Wachen. Vaelag spricht Jan sogleich an und eröffnet ihm, dass er die ganze Zeit hiergewesen sei, während seine "Spießgesellen" nach einem Heilmittel gesucht hätten. Das Mädchen sei von allein gesund geworden. Sie habe es nicht Jan zu verdanken. Lissa versucht, Vaelag zu beschwichtigen, indem sie einwirft, er solle Jan in Ruhe lassen, er habe nur versucht, zu helfen.

Doch Vaelag fährt sie an: "Jetzt hört mir mal gut zu, Mädchen.". Das sei eine Sache zwischen Jan und ihm. Dieser versuche, seit sie sich zum ersten Mal begegnet seien, sie - Lissa - ihm wegzunehmen.

Nun richtet sich Jan an Vaelag und erklärt, dass dieser einfach zuhören solle. Er wolle sich einfach ausdrücken, damit Vaelag nicht in dem verzweifelten Versuch, etwas zu verstehen, die Stirn runzeln müsse. Er solle aus diesem Haus verschwinden oder er - Jan - müsse ihn "als das Schwein abschlachten", das er sei. Er fragt dann provozierend, ob das klar genug gewesen sei.

Vaelag erwidert, Jan als "Junge" bezeichnend, dass er zu lange fortgewesen sei und nicht wisse, mit wem er rede. Er weist seine Wachen an: "Bringt ihn raus.". Doch da interveniert Lissa erneut und ruft: "Hört auf, beide!". Sie ängstigten die Kinder. Sie bittet Vaelag, draußen zu warten. Sie danke "diesen Leuten" für die ihr erwiesene Freundlichkeit, während er beschäftigt gewesen sei. Vaelag lenkt ein und fordert sie auf, schnell zu machen, da er den Gestank dieser Slums nicht mehr lange ertrage.

Damit endet das Gespräch und Vaelag sowie seine zwei Wachen laufen schnell in Richtung Ausgang. Kurz bevor sie dort ankommen, wendet sich Lissa an Jan und sagt ihm, er solle sich nicht ärgern, Vaelag wolle sie zurück. Jan fragt, warum und ob sie ihn nicht wegen seiner Grausamkeit verlassen habe. Lissa entgegnet, er habe sich entschuldigt und werde nicht mehr grausam zu ihnen sein. Jan bringt hervor, dass Vaelag ein Monster, ein Krimineller und ein Mörder sei und fragt Lissa, warum sie das nicht sehen könne. Lissa fordert Jan auf, dass er umgehend damit aufhören müsse. Sie sei ihm für das, was er getan habe, sehr dankbar. Aber er solle seine Grenzen nicht überschreiten. Vaelag sei ihr Mann und sie liebe ihn.

Jan fragt, was sei, wenn er Jaella wieder wehtue. Lissa insistiert, dass er das nicht werde. Er habe sich geändert. Jan sei nicht fair zu ihm. Jan kontert, dass er nur nach den Dingen gefragt habe, welche sie ihm gesagt habe. Doch Lissa erwidert, dies sei früher gewesen und sie hätten über diese Dinge gesprochen. Vaelag habe versprochen, sich zu ändern. Und sie gehe jetzt. Jan sagt resigniert, dass sie gehen solle, wenn sie müsse, es tue ihm Leid, ihr nicht besser helfen gekonnt zu haben. Damit endet das Gespräch und die Gruppe erhält 15.500 XP.

Kurz nachdem Vaelag und seine Wachen sowie Lissa das Haus verlassen haben, meldet sich erneut Jan zu Wort. Er erklärt dem Haupthelden, dass er um Lissas und Jaellas Leben fürchte. Er fragt ihn, was er nun, nachdem er Vaelag getroffen habe, denke. Man kann nun sagen, dass es einem so vorgekommen sei, als hätte Vaelag Jan für dessen Beleidigung am liebsten getötet; er sei offensichtlich gewalttätig, an Macht gewöhnt und liebe es, sie auszuspielen (AW 1) oder, dass er einem eigentlich "recht sympathisch" vorkomme, man sich keine solchen Sorgen machen würde, zumal Lissa ihm doch auch vertraue (AW 2). Der Säbelrassler hat natürlich AW 1 gewählt. Jan sagt daraufhin, er wolle ehrlich sein, die Angelegenheit sei ihm äußerst wichtig. Er habe seine Beziehungen in der Stadt und wenn er erfahren sollte, dass Vaelag ihr wieder wehtue, werde er ihm wehtun. Es würde ihm viel bedeuten, wenn er in einem solchen Falle auf die Hilfe des Haupthelden würde zählen können. Sagt man Hilfe, sofern sie zu dem Zeitpunkt möglich ist, zu, bedankt sich Jan im Voraus und will sich wieder auf die Reise machen, weil sein Schwertarm "schon ganz eingerostet" sei.

Damit endet das Gespräch und es gibt einen abschließenden Tagebucheintrag. Jan ist nun wieder Teil der Gruppe.

Entgegen den Erwartungen, die man ob dieses letzten Dialogs haben könnte, ist Jans Begleiterqueste damit abgeschlossen. Es wird laut Baldur's Gate Wiki ohne die Mod "Jan's Extended Quest" kein Wiedersehen mit Vaelag geben.

Das macht die ganze Sache natürlich extrem unbefriedigend. Man kann Vaelag - ohne Reputationsverlust und ohne, dass - einschließlich seiner beiden Wachen - jemand feindlich wird, niederstrecken. Da er sich recht schnell bewegt und den Ausgang alsbald erreicht, muss man dazu nach dem Streit zwischen ihm und Jan schnell sein. Sein Tod ist 1.800 XP wert. Als Beute erhält man nur einen gewöhnlichen Flegel, eine Schleuder, 20 Kugeln und 24 GM. Für den Leiter aller kriminellen Geschäfte in den gnomischen Bereichen der Stadt erscheint das recht dürftig.
   

Wie dem auch sei, es wird nicht nur niemand feindlich, vielmehr finden die nachfolgenden Gespräche zwischen Lissa und Jan sowie zwischen Jan und dem Haupthelden ganz normal wie vorstehend beschrieben statt. Es ist ganz so, als werde Vaelags Tod überhaupt nicht bemerkt. Das macht diesen Weg zwar praktikabel, aber den Questabschluss nur wenig besser.


Fazit: Als Begleiterqueste hat mir diese nicht besonders gut gefallen. Das liegt an mehreren Gesichtspunkten. Zunächst einmal ist es befremdlich, dass man nahezu die gesamte Queste ohne den Begleiter, um den es dabei geht, absolvieren muss, weil dieser seiner ehemaligen Geliebten - auf deren Zuwendung er wohl doch neue Hoffnung geschöpft hat - das Händchen halten möchte. Sodann verläuft die Queste geradlinig über mehrere Stationen, die aber überwiegend uninteressant bleiben. Das liegt auch daran, dass die Queste zu ihren Hintergründen fast nichts offenbart.

Es bleibt völlig dunkel:
- was mit Onkel Gerhardt wirklich passiert ist, dass er von dem "Verborgenen" und Jaellas Krankheit weiß,
- was Fürstin Jysstev mit dem "Verborgenen" und den "Erleuchteten" - zu denen sie offensichtlich selbst nicht gehört ("zu diesen Erleuchteten") - zu tun hat,
- welche Verbindung Der Daumen mit den Githyanki hat,
- welches die Motive des "Verborgenen" und der "Erleuchteten" sind.

Nur wenn man bereits die "Nachricht der Illithiden" kennt - was hier keinesfalls zwingend ist, weil man dafür ja erst den Kanalisationsschlüssel von Tazok aus den Windspeerhügeln geborgen haben muss - kann man andeutungsweise erahnen, wer die Erleuchteten und der "Verborgene" sind. Wirklich klar wird das aber ebensowenig wie ihre Motive.

Ebenfalls bleibt unklar, woran Jaella eigentlich erkrankt war und wodurch. Dass es mit Vaelags Misshandlungen zu tun hat, ist nicht mehr als eine Vermutung, da Jaella, wie Jan feststellt, körperlich unverletzt ist und Lissa nicht bestätigt, dass ihre Verhaltensänderung nach Schlägen ihres Vaters aufgetreten ist. Onkel Gerhardts Hinweis, es sei eine Verletzung "der Seele" spricht - anders als Minsk Bezug zu seiner eigenen Kopfverletzung - nicht unbedingt für die Folge eines physischen Traumas. Auch seine Erklärung, um Jaellas Seele zu heilen, müsse die eigene heil sein, hilft nicht weiter. Denn letztendlich wurde sie ja nicht durch eine Person mit heiler Seele, sondern durch einen Gedankenschinder, also ein nicht-humanoides Wesen, geheilt.

Ich bin durchaus nicht der Auffassung, dass ein Abenteuer alle Fragen klären müsse. Raum für Geheimnisvolles, Unerklärliches, Verborgenes kann bleiben. Aber hier bleibt so vieles unerklärt, dass doch der Eindruck entsteht, es werden düstere Andeutungen und Mysterien vorgeschoben bzw. genutzt, um Ideenlosigkeit im Hinblick auf das Ausformulieren einer stimmigen Hintergrundgeschichte zu kaschieren. Das ist besonders auch deshalb schade, weil die Verknüpfung dieser Queste mit dem Gedankenschinder-Bereich in den Tempelbezirk-Abwasserkanälen die doppelte Möglichkeit geboten hätte, Teile des Geschehens hier oder dort aufzuhellen.

Zu der mangelnden Verständlichkeit der Hintergründe des Geschehens kommt der wenig befriedigende Endzustand hinzu. Lissa kehrt mit Jaella zu Vealag zurück in der naiven Hoffnung, er habe sich geändert, was er ganz offensichtlich nicht hat. Wahrscheinlich hat sie ihm sogar von Anfang an etwas vorgespielt, damit Jan ihr - Gerhardts Prophezeiung folgend - hilft, während Vaelag, wie er später sagt, die Ganze Zeit da war. Jans Furcht vor Lissas und Jaellas Wohlergehen und ihrem Leben erscheint sehr berechtigt. Onkel Gerhardt kann ebenfalls nicht geholfen werden.

Die Gruppe hat sich zwar entschieden, Vaelag zu erschlagen, um so Lissa und Jaella zu schützen und ihn für seine rücksichtlose Grausamkeit diesen gegenüber zu bestrafen. Eine gelungene Begleiterqueste wird daraus aber trotzdem nicht.

Nach deren Abschluss hat die Gruppe im Gildenhauptquartier noch Jan zurückgelassen und Nalia wieder mitgenommen. Als Magier/Dieb ist Jan nicht wirklich nützlich für die Gruppe, da sie mit dem Säbelrassler ja bereits einen fähigen Dieb hat und er als Magier durch die XP-Aufteilung zwischen den Klassen langsamer aufsteigt.
"Haut die Säbel auffe Schnäbel."
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